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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 216 -
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Stephanie, Anna 2 l 6 Stephanie, Christian Gottlob düng und guten Anlage sogleich in den ersten tragischen Rollen und als Minna in Lessing'S „Minna von Barnhelm" viel Beifall fand. Nachdem sie S t e» phan ie den jüngeren geheirathet, blieb sie auch nach ihrer Heirath bei der Bühne. Sie spielte junge Held inen im Trauerspiele, komische Charaktere und junge Llebhaberinen im Lustspiele. Eine ihrer Glanzrollen und welcde ihr Spiel am besten cbarakterisirt, war Mar ie im „Deutscden Hausvater". Als sie alter werdend ihr Rollenfach wechselte, glänzte sie vor Allem im Fache der stolzen, coketten Frauen. So spielte sie vortreff. lich die Orsina in Lessing's „Emilie Galotti". in Schröder 's „Stille Waffer" das eitle, herrschsüchtige. zuletzt aber doch von Liebe und Manneskraft besiegte Weib. die Elv i re in «Rolla'S Tod" u. a. Mit einer schönen äußeren Erscheinung verband sie cin ungewöhn« liches Feuer und Adel der Bewegungen, der umsomehr zur Bewunderung hinriß, als er aus sich selbst entsprang und nicht künstlich einstudirt und vor dem Spiegel anprobirt war. Sie war 31 Jahre alt geworden, als sie starb, und dadurch des Mißgeschickes ledig, sich als Künstlerin selbst überleben zu müssen. Ueber ihre Tochter W i lh el m ine. welche sich mit dem Hofschauspieler Maximilian Korn verheirathele und die Erbin des Talen- tes der Mutter war, vergleiche die Bio- graphie Korn Wilhelmine sBand XII , S. 463). (Schw a ldop ler). Historisches Taschenbuch lauch u. d. T. Geschichte des i9. Iahrhun« dertL). Mit besonderer Rücksicht auf die österreichischen Staaten (Wien, Anton Doll, kl. 8«.). Zweites Bändchen (l802). S. 232. — Oesterreichische Nat ional 'Ency« klopädie von Gräffer und Czi lann (Wien. 8".) Bd. V, S. i33. — (D e L u ca), Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch (Wien t778, von Tl-attnern. 8".), I. Bds. 2. Stück, S. 388 snach dieftm geb. <?33^. — Galle» rie von teutschen Schauspielern und Schau, spielerinnen der älteren und neueren Zeit (Wien i?83, Epheu. so.) S. 232. Stephanie, Christian Gottlob, n. A. Gottlieb (Schauspieler und drama» tischer Dichter, geb. zu B r e s l a u 1733. n. A. 1734. gest. zu W i e n 10. April l?98) , wird auch S t e- p h a n i e der Aeltere genannt. Sein Familienname ist eigentlich S t e p h a n . Sein Vater war Director des großen Hospitals zu St. Bernhardin in Bres- lau. Der Sohn besuchte das Magda- lenen - Gymnasium daselbst, und nun sollte er sich, obgleich ganz gegen seine Neigung, aber nach dem Willen des Va« ters, dem Kaufmanns stände widmen. Er kam auch zu einem Kaufmann in die Lehre, beendete die vorgeschriebenen Lehrjahre und hatte sich so anstellig und tüchtig im Dienste bewiesen, daß ihm sein Lehrherr auS eigenem Antriebe das Anerbieten stellte, ihn nach einigen Iah» ren als Gesellschafter ins Geschäft zu nehmen. Indessen hatte Stephanie die Zeit, in der er Düten drehte und Kleinwaare ab- und zuwog, nicht unbe- nützt verstreichen lassen. Der Samen war in der Schule gesaet worden und noch jetzt suchte er, wenn eS ihm sein Geschäft erlaubte, mit Vorliebe den Umgang der Professoren beider Gymnasien Breslaus und seiner früheren Studiengenossen. So nährte er die nie erloschene Liebe zu den schönen Wissenschaften und schlug das Anerbieten seines Lehrherrn aus. entschlossen seinen eigenen Weg zu ge» hen, worin sich ihm. nachdem mittler« weile sein Vater gestorben war, kein Hinderniß mehr entgegenzustellen schien. Das Vermögen, das ihm sein Vater hin» terlaffen , gestattete ihm, seinen Neigun«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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