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Stephanie, Goitlieb 223 Stepischnegg
lung seiner Stücke, welche auch untcr dem
Titel: „Sämmtliche Schauspiele. Sechs
Theile" (Wien, I. Theil 4773 und wieder
4777; I I . Theil 1774; I I I . Theil 1776;
IV. Theil 1777; V. Theil 1780. und
VI. Theil 1786. Ghelen. gr. 8"., mit
6 KK.) erschien. Eä ist beinahe auffallend,
daß bei dem geringen Werthe dieser
Stücke, die noch dazu meist.eine locale
Färbung haben, doch so viele gedruckt
werden konnten. Sie waren meist wenig
correct in Plan. Charakteren, Ausfüh.
rung. Dialog und in der Sprache, und
nichtsdestoweniger fanden sie nicht nur
in Wien gute Aufnahme, sondern wurden
auch auf auswärtigen Bühnen meist mit
Beifall gegeben. ES war überhaupt
Mangel an Stücken, daher mußte man
sich mit Mittelgut begnügen. Von seinen
Operetten Hot „Doctor und Apotheker",
die jeooch kein Original, sondern Bear-
beitung aus dem Französischen ist, wohl
durck ihren musikalischen Theil sich am
längsten auf den Brettern erhalten. Ob-
gleich der Werth der dramatischen Ar»
beiten Stephanie'S, wie oben erwähnt,
ein geriliger ist, so ist das Weglassen
seines Namens in dcr deutschen Literatur-
geschichte von Menzel , Laube u. A.,
sowie die abfertigende Behandlung mit
zwei oder drei Zeilen von H. Kurz nicht
ganz gerechtfertigt. Stephanie war
seiner Zeit beliebt, seine Arbeiten, wenn
sie das Repertoire auch nicht beherrschten,
behaupteten sich auf demselben, feine
Stücke müssen daher immerhin etwas
besessen haben, was an sie fesselte, und
dieses Etwas zu erforschen und es zu
bezeichnen, da es ein Charakteristicum
der Zeit und des Autors zugleich ist. ist
Aufgabe des Literaturhistorikers. Finger»
zeige dkzu gibt das Werk „(Chronologie
des deutschen Theaters" (Leipzig 1774).
das die dramatische Thätigkeit beider Stephanie's ziemlich aufmerksam ver«
folgt und unbefangen beurtheilt.
Fast sämmtliche bei seinem Vruder Christi an
Got t lob S. angeführten Quellen berichten
auch über Got t l ieb. Außerdem Sonnen»
felS' Briefe über die Wiener Schaubühne.
— Chronologie des deutschen Theaters
(Leipzig 1774. 8°.) S 283, 302. 3l5. 3«6
327, 337. 346 und 339 — Lad vocal
<Abt). HisturischrS Handwörterbuch (Ulm
l803. Strttini. gr. §o.) Vo. IX, S. 963 —
Goeoeke (Karl), Grundliß zur Geschichte
der deutschen Dichtung. Aus den Quellen.
(Hanuourr 183U u f. 5i. Ehlermann, 8a.)
Bd. I I . S. 593. N>-. 246. — Baur (Sa-
muel). Gallerte historischer Gemälde auö
dem achtzehnten Jahrhunderte. Ein Handbua)
für jeden Tag deS Iahrrs (Hof llilio, G. A
Grau. 8".). Zweiter Theil: April bis Innius,
Seite Uä,
Vortrat. Lange?., I . E Mansfelo2.'.
Güttelbild <.«".).
Stephanie, Wilhelmine, siehe: Korn.
Wilhelmine s'bd. XII, S. 463).
Ltephauowitsch, Samuel Cyrill.
siehe: Stefauowicz, Samuel Cyrill »Vd.
XXXVII, e. 306).
Stephanowitsch. Th. van. siehe:
Stefanovics. Th. j M XXXVII. S. 306
in den Quellens.
Ltephanowitsch von Bilovo, Johann,
siehe: Bteflliiovic von Nilovo, Johann
sBd. XXXVII, L, 303).
Itepischnegg , Iacl?b Maximilian
(Fürstbischof von Lavant, geb. ^l
Ci l l i in Steierinark 22. Juli 18l 3). S.
besuchte das Gymnasium in seiner Vater»
stadt. hörte, die philosophischen Studien
in Gratz und in Klageriflirl, in welch
letzterer Stadt, da er sich dem Studium
der Theologie zuwendete, er in das Gurk«
Lavanter Seminar eintrat und in dem«
selben die theologischen Studien im Jahre
l836 mit ausgezeichnetem Erfolge been-
v. Nurzbach. diogr. Lerikon. AXXVIII. sGedr. 4. Tec.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Band 38
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Stehlik-Stietka
- Band
- 38
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon