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Sterly 239 Stermio
eine von Ster ly aus der lateinischen
Originalutkunde besorgte deutsche Ueber,
setzung der «Igl^uer Bergrechte Wen«
zels I. und seineS Sohnes PrzemySl
Otakar" ; — „Die Stammbaume der
Grafen S l aw a ta. der Grafen 3 iech«
tenstein" und eine „Biographie des
Chronisten M ä r z y". Scdon im Ein»
gange der 3ebenSskiz;e wurde erwähnt,
daß Ster ly in früheren Jahren sich
stark mit meteorologischen Beobachtmi»
gen beschäftigte. I n der That entwickelt«:
Ster ly , als im Jahre 18l6 der meteo»
rologische Verein zu Brunn als Zweig
der k. k. mahrisch «schlesischen Ackerbau^
gesellscbaft ins Lcben trac und Ster ly
Mitglied desselben wurde. eine mehr
als gewöhnlicbe Thätigkeit in dieser
Richtung. Nach der von dem Vereine
gegebenen Anleitung und mit dessen In»
strumetiten stellte er von Juli 1816 bis
einschließlich 1840. also durch 24 Jahre,
mit aller Umsicht und großer Genauig.
keit tägliche Beobachtungen — auch
über den Stand und Gang der Wolken
— an und setzte diese Beobachtungen noch
fort, nachdem der Veiein längst auf«
gehört hatte, zu bestehen. Im Anbeginn
bis Ende 1626 schickte er die taglichen
Daten in Monatszmammenstellung an
den Verein; dann beschloß er zu Ende
jeden Jahres eine zuverlässige, aus sei«
nen Beobachtungen gewonnene Darstel-
lung der Witternngsverhaltnifse einzu»
ftnden. Nach dem Erlöschen deS Ver>
einS gelangten die Resultate seiner Beob-
achtungen als Vierteljahreseingaben des
Iglauer Kreisphysikates zur Kenntniß
deü Guberniums. das dieselben aber
nur ganz ausnahmsweise und zusatn»
menhanglos zur allgemeinen Kenntniß
brachte. In AloiS Pokorny's j^Vand
XXII I , S. 39) Werke „Die Vegetations»
Verhältnisse von Iglan" (Wien 1832) sin'd S t erly's 24jahrigeBeobachtungen,
welche dieser dem Versaffer genannten
Buches zur freieften Benützung überließ,
wissenschaftlich verwerthet.
Brünner Zeituna <837. Nr. ?. — Schrif.
ten der historisch'statistischen Section der
mädrisch-schlesischen Gesellschaft zur Beförde-
rung des Ackerbaues u. s. w., 3. Heft.
S. 262. — d'Elo ert (Christian), Historische
Liieraturgeschichte von Mähren und Oesterrei»
chisch<Schlrsien (Bmnn 1830. gr. 8<>.) S. 24S.
Stermiö (auch Stermich) de Bal>
crociata, Nikolaus (C o m p osi te u r,
geb. in D a l m a t i e n , Geburtsjahr
unbekannt). Zeitgenoß. Ueber den Ie-
bensgang dieseä noch jungen dalma»
tinischen Compositelirä ist nichts be«
kannt. Er etitstammt einer ansehnlichen
dalmatinischen, im Zaratiner Gebiete
begüterten Adelsfamilie. — Ein Anton
S t e r m i 6 von Valcroc iata lebt
als Gutsbesitzer und k. k. Gubcrnial-Se«
cretär in Pension zu Zara; er war seiner
Zcit Mitglied der Landesvertretimg deS
Königreicds Dalmatien als Abgeord»
neter der Höchstbesteuerten im Wahl«
bezirke Zara, und Mitglied der Ge»
meindevertretung der Stadt Zara. I n
Würdigung seiner in diesen Stellungen
um Stadt und Gemeinde erworbenen
Verdienste erhielt er im October 1863
den Orden der eisernen Krone dritter
Classe. Er ist wohl cmch derjenige, der
die Musik zu einer Festcantate schrieb,
welche anläßlich des Geburtsfestes Sei«
ner Majestät des Kaisers F r a n z I. am
12. Februar 1824 im Theater zu Zara
zur Aufführung gelangte. Diese Cantate
betitelt sich: „/? ?-^o?^o ^ ' t3e'aso)is e'w
^l'ö^tT'/l/a" und den Tert dazu hat
Dr. Ferd. de Pelle g i in i sNd. XXI,
S. 442, N>. 2^ verfaßt. — Ein Franz
Stermio voll Va lcro cia ta, gleich«
falls Gutsbesitzer in Zara, ist Mitglied
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Band 38
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Stehlik-Stietka
- Band
- 38
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon