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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
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Stern, Marcus 247 Stern, Samuel I>. Paul Nut t i l sein erstes heiliges Meßopfer Gott darbrachte" (Wien 1847); — „ssleine Ursachen, große Wirkungen. Predigt zur volljährigen Jubelfeier der Einweihung der magistratischen Vatronatskirche zur h. Mar« garetha in der Vorstadt Weißgärber. gehal» ten am l i . Juli 1846" (Wien «846); — „Rückblick auf das vergangene Jahr in menschlicher, bürgerlicher und kirchlicher Be. ziehung. Predigt, gehalten am 31. December 1848" (Wien t849, Mechitaristen); — „Was sagen Schrift und Ueberlieferung, Vernunft und Erfahrung über die h. Beichte? In drei Kanzelreden zusammengestellt" lWien l849. Prandel und Comp.); der Ertrag war zum Besten des Frauen<Wohlthätigkeit6vereins in Wien bestimmt! — »Einige Worte zur Er» munterung an die Kinder des Grafen Paul Szschenyi beim Empfange der deiligenCom« munion" (Wien !84i1. Sollinger's Witwe); — „Der Kampf des Priesters in unserer blinden Zeit. Predigt bei der ersten b. Messe des hochw. Herrn?. Gottharo Sv r i n ger" (Nien 1848. Lell): der Ertrag war zum Besten verwundeter Krieger gewidmet; — „Einige herzliche Worte bei Gelegenheit der Copulation des Herrn Professor Stephan Stern mit der verwitweten Theresia Chri« sten. welche am 17. September 1849 in Kostelec in Böhmen voraetragen worden" (Wien 1849, Lell); — „Selig jenes Volk. dessen Gott der Herr im Himmel ist. Psalm 32. l2. Predigt am Feste des h. Leopold. Schuhpattons von Oesterreich, am 15. No. vember 1849 zu Klosterneuburg vorgetragen" (Wien 1830. Mayer und Prandel); der Er« trag war für die zwei Krankenhäuser, zu St. Elisabeth in Wien und zu Klosterneu» bürg, bestimmt. Stern's Predigten gewan» nen nicht erst durch den Zauber des Vor» trags, der ihm in ungewöhnlichem Grade eigen war; selbst bei ihrer Lectüre oerläug« neten sie nicht den Eindruck, den das Wort Gottes mit Einsicht und wahrem religiösem Gefühl ohne Prunk, sondern in schlichter Einfachheit vorgetragen, nie verfehlt. sFrie» denszeitung (Wien) 1830. Nr. 1«4: „Karl Stern als Kanzelredner".) — 2. Mar - cus Stern , aus Alt.Ofen. Neustift, hat sich alö Kalligraph hervorgethan und im Ianre 1838 ein kalligraphisches Tableau voll» endet, dos in seiner höchst kunstvollen Anlage und Ausführung für eines der seltensten und vollendetsten Erzeugnisse dieses Faches! bezeichnet würd?. Es stellte ein Architektur» > stück vor, einen Tempel mit Säulen u. s. w. ausgeschmückt mit Arabesken und Verzierun« gen verschiedenster Art. Wenn man aber die Architektonik aenauer untersuchte, so waren es eigentlich keine dickeren und dünneren Zeichenlinien, sondern alle Züge. Stricke, Linien und Verzierungen bestanden aus ge. schriebenen Versen, welche das fünfte Buch Moses enthielten, und die obere Spitze oder Krone des Ganzen enthielt die Sprüche Sa» lomonis. Das alles war mit seltener Run« düng und Vollendung ausaeführt, und er< regte überall. wo es zur Ansicht ausgestellt war. gerechte Bewunderung. Ob er noch andere oder ähnliche kalligraphische Werke geliefert, wie denn überbaupt über seinen Lebensgang, ist nichts Näheres bekannt. ^Humorist. Von M. G. Saphir , l838. Nr, 20: „Ein kalligraphisches Kunstwerk",^ — 3. Samuel Stern. Vollendete die me« dicinischen Studien an der Wiener Hoch« schule. erlangte die Doctorwürde der M?< dicin und Chirurgie, das Magistenum der Geburtshilfe uno ist zur Stunde außerordent» licher Professor der klinischen Provädeutik an der Wiener Hochschule. In seinem Fache schriftstellerisch thätig, hat er sick in der Folge auf Beobachtungen und das Studium de6 Schalles verlegt und sucht die Ergeb« nisse desselben in der medicinischen Diagn^» stik zu verwerthen. Von ihm sind bisher folgende Schriften und Abhandlungen im Druck erschienen: „Beiträge zur Kenntniß der Kunctionen des Nervensystems" (Neuwied 1868. Häuser, gr. 8".)-, — „Die propädeu« tische Klinik als selbständiges tbeoretisch<me> dicinisches Forschungs'Institut" lWien 1870. Czermak, gr. 8".); — in den Sitzungs« berichten der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, aber auch in Sonderabdrücken: „Beiträge zur Theorie des gemeinen snicht musikalischen) Schalles, als Object» Merk. mals mit Rücksicht auf d>e speciellen Bedürf» nisse der medicinischen Diagnostik" (Wien 1870. gr. 8«.); — „Ueber die Resonanz der Luft im freien Raume". Mit zwei (eingedr.) Holzschnitten (ebd. 18?0); — „Beiträge zur Theorie der Resonanz lufthaltiger Räume" (ebd. 1872); — „Weitere Beiträge zur Theo» rie der Schallbildung". Mit (eingedr.) Holz. schnitten (ebd. 1874). — 4. Ein S .S te rn erscheint als Verfasser der politischen Flug» schrift: „Habsburg und Hohenzollern, Oester» reich und Preußen, in ihrem Verhältniß zu Deutsckland und zu den Interessen der deut«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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