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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 251 -
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Itenibach (Genealogie) 281 jedesmal der älteste Lehensträger den Titel „Oberst'Erbland'Falkenmeister" und die ande» ren Descendenten den Titel „Erbland'Falken» meister" führen sollen. — Was den Grund« besitz der Freiherren von Sternbach betrifft, so sind vor Allem Stock und Luttach in Tirol zu nennen, von welchen Edelsihen sie auch ihre Prädicate enllehnt hnben. Beide liegen im Pusterthale. Den adeligen Ansitz, Stock kauften die Wentzl im Jahre 1619 von den Freiherren von Spaur und besitzen ihn noch heute; der zweite hingegen, Luttach, befindet sich nickt mehr in ihren Händen. Mit diesen Gütern ist jedoch der Eoelsitz „am Stock" im Dorfe Luttach, ebenfalls im Pusterthale gelegen, nicht zu verwechseln. Zu den üdri. gen Besitzungen der Sternbach's gehören noch: Schloß Wolfsthurm im Mareiterthale bei Sterzing, zuerst Eigenthum der allen Grafen von Mare i t , 1700 von den Herren Grebmer von Wol fSthurm erworben und 1739 von Franz Andreas Freiherrn von Sterndach umqebaut; dann der einst gräflich Welsperg'sche Ansitz zu Bruneck und endlich die Herrschaft Blndenz mit dem Schlosse Geyenhofen und Sonnenberg im Vorarlberg'schen, diese als Pfandlehen seit dem Jahre 1684. — In der Familie ragen zwei Namen, der einer Frau und der eines Mannes, über die anderen Sprossen des Hauses weit empor. Mar ia THerese Freiin von Sternbach bat im denkwürdigen Jahre 1809 ihren Namen mit goldener Schrift in daS Buch der Geschichte eingezeichnet, und Eduards Freiherrn von Stern bach Name glänzt in den Tagen von Leipzig, als nach den blutigen Befreiungskriegen rie Schlacht von Leipzig die kometengleiche Laufbahn des großen Corsen mit einem Male abschnitt und Europa, das bisher am Gängelbande seines Eroberers dahinschwankte. sich selbst wieder gab und aufrichtete. Die Lebensskizzen beider siehe S. 249 und 252. Auch sonst noch hat die Familie sich im Rathe des Fürsten und um das Wohl des Vaterlandes verdient gemacht. So ist ?6 namentlich ein Stern« dach. der im Jahre 1809 sich mit noch Anderen, wie Philipp von Wörndle und Joseph von Giovane l l i , sehr heroorge« tdan hat. Wir finden seinen Namen in den (Hormayr'schen) „Lebensbildern aus den Befreiungskriegen" (Jena 1844. Frommann, 80.) in der zweiten Abtheilung (im Urkunden» huche), Seite 317, mit den vorgenannten Namen zugleich verzeichnet; Hormayr be» Sternbach (Wappen) richtet nämlich, daß auch S t e r n bach's Name mit jenem Philipps von Wörnd le , des An» führers der Trroler bei Spinges im April l?97 und 18N9 Intendanten des Pusterthales, und Josephs von Wiovanel l i aus Botzen auf der Deportationsliste eines Beamten verzeichnet war. welche die Namen derjeni« gen enthielt, deren Entfernung dem über» eifrigen Regierungsbeamten geboten erschien, wenn er für die Ruhe des Landes verantwort» lich bleiben solle. — Zur Zeit ist 1. Ferdi- nand Freiherr von Sternbach. vom Müh!» auer Ast. Abgeordneter des Tiroler Land- tages, gewählt von den Landgemeinden Inns» brück. Mieders. Steinach. Telfs. Hall und Sterzing, war in der Session 1873/74 des österreichischen Reichsrathes Mitgli>d deS Abgeordnetenhauses, in welchem er sich der Rechtspartei anschloß; und 2, Qtto Freiherr von Stern dach, oom Bluoenzer Ast ist Landesschützenbauptmann und Commandant des LandeSschütz»n » Bataillons Vorarlberg Nr. l0, bereits wiederholt mit den Lan> desvertheidigungs-Medaillen der Jahre 184« und 1866 geschmückt: überdieß ist er ein von der Regierung ernanntes Mitglied der k. k. Grundsteuer'Negulirungö»3andes'Com< mission für Vorarlberg. Wappen. Quadrirter Schild mit gekröntem schwarzenMittelichilde, in welchem ein wellen« förmig gezogener, schrägrechter Balken er» scheint, der links oben und rechts unlen je von einem sechestrahligen goldenen Sterne begleitet ist (Wentzl'iches Stammwappen). 1 und 4: In Roth ein frei schwebendes, schwarz auSaefü>,tes silbernes Mauerstück von vier Schichten, welches öden mit drei spitzigen Zinnen versehen ist (Luttach). 2 und 3: Gleichfalls in Noth drei silberne Quer» balken (Gro ppe nstein. ein erloschenes Kärnthner Geschlecht). Auf dem Schilde er> heben fich drei gekrönte Turnierbelme. Der mittlere Helm trägt auf seiner Krone einen mit den Sachsen lechtsgekehrten, geschlossenen, schwarzen Adlerflug, der mit dem Wellen» balken und den Sternen des Mittelschildes belegt ist; die Krone des rechten Helmes trägt zwei von Silber und Roth abwech» selnd quer getheilte Büffelhörner; und auS jener d?s dritten HelmeS wächst der roth gekleidete Rumpf eines einwärts gekehrten «nd vorwärts sehenden bärtigen Mannes her» vor. dessen gekröntes Haupt unterhalb der Krone mit einer nach hinten abfliegenden
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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