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i) Luca i) Luca
sein Vaterland Dalmatien zurück, wo
ihm die Regierung eine der vier Gc«
meindearztstellen, welche sie errichtet
hatte, verlieh. S tu l l i führte in dieser
amtlichen Stellung die Impfung durch,
obgleich sich ihm bei Anwendung der«
selben, als einer vom Volke völlig unver.
standenen Neuerung, nicht geringe Hinder«
nisse entgegenstellten. Um ihre Vecbrei»
tung zu erleichtern, schrieb er den „<7ai6-
oäesnw Bassin «'so" in italienischer und
illyrischer Sprache, ließ denselben in Ra»
gusa drucken (1804) und unentgeltlich im
ganzen Land vertheilen. Hin von ihm auf
die Entdeckung Ienner'S verfaßtes
Lobgedicht in lateinischer Sprache wurde
zu Pefth durch den Druck veröffentlicht.
Zwölf Jahre leitete er die Impfung in
Dalmatien. nicht selten schickte er auf
seine Kosten Impfärzte auf daS Land
und förderte überhaupt mit eigenen
Mitteln auf das ernstlichste die I en n e r'«
sche Erfindung. Uebrigens war er auch
noch nach anderer Richtung als der medi«
cinischen literarisch thatig. Gründlich
ästhetisch gebildet, mit der Kenntniß
der classischen Sprachen ausgestattet,
handhabte er den Vers sowohl in seiner
Muttersprache als in der lateinischen mit
nicht gewöhnlichem Geschick, und keine
einigermaßen festliche Gelegenheit ging
vorüber, welche er nicht mit seinen Oden
und Festposmen gefeiert hätte. Aber
nicht bloS auf lyrischem, auch auf dra«
matischem Gebiete that er sich hervor,
und zwei seiner dahin einschlagigen
Arbeiten, eine Charakterkomödie: „Sn-
und eine Farce;
fanden bei ihrer
Aufführung im Theater zu Ragusa
(1826 und 1827) entschiedenen Beifall.
Die Titel seiner Schriften sind: „2)s 1818, ^.nt. Narteockirn); —
( ^ 1823) ^nt.
8".); es sind die ersten vier an
Ol. Domenico de Rossetti in Trieft
gerichteten Briefe über diese Natur«
erscheinung; S tu l l i ließ dann noch drei
folgen; — „^stts^a ^. s«??s «Hsöona-
Hss^scia" (K2.FU3a 1824^ id.
1^2.rnxrsä.i. I^kttsra
ätzll'Isolä. äi
8oeitta äa liaFusa il äi 11.
1826"; abgedruckt in der
^irbN26 1826, tomo XXII
v. 93 st 8.; — „IlltOlNO HÜS Q05S
Nsiscia. LsttsrH soritta. äa K2.K115
23. ästtOmdrs 1826«; abgedruckt
der ^.utolo^ia äi ^irsnLv 1827)
XXV, x. 190; — „Hutts äi
64,
il
in
8«.); es ist dies der siebente
und letzte
Brief über dieses Phänomen und der-
jenige, in welchem Stulliden „Bericht
über das Detonationsphanomen auf der
Insel Meleda" widerlegt, welchen der
Mineralog PaulPartsck ^Bd. XXI,
S.3t)9^, der, um Erhebungen darüber zu
pflegen, mit Professor N i e p l eigens
eine Reise nach Dalmatien unternommen
halte, 1826 herausgegeben; — „17 om-
1826, id. 8".)
auch im (^iornllls g.roH<1io0, tomo XXX,
x. 181; — „I^sttsra. g.ä U r b H n 0
sä i rsiativH aiia vita äi
^ 1 a 0 c 0 illirioo 0 Nattso
I^l an 0 0 v i 0 Ii", abgedruckt in der
^ntoloZia äi ^irsn2s, 1826 Iuliheft,
S. 138; —
0, Würzbach, biogr. Lexikon. XL. sG^dr. l3. Nov. l879.)
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Streeruwitz-Suszncki, Band 40
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Streeruwitz-Suszncki
- Band
- 40
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 394
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon