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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40
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Stumpfegger 200 Stumpfegger von 1860 Nr. 406, im Feuilletonartikel .Heimisches und Fremdes", erfahren wir bei Erwähnung der im Jahre 1860 begonnenen Restauration der Dreifaltig, keitssäule auf dem Hauptplatze in Linz. Einiges über einen Salzburger Hofftein« metz Sebastian Stumpfegger. Die Linzer hatten aus Anlaß mancher Un« glücksflllle, welche das Land ob der EnnS betroffen: der Pest (1679). der Türken- noth (1683), einer großen Feuersbrunst, welche Linz verheerte (1712), und einer neuerlichen Seuche (1713), am letzten Mai 1717 die Errichtung einer Säule aus Salzburger Marmor vom Unters- berge beschlossen, zu welcher am 30. Juni d. I . von den ständischen Verordneten der Grundstein gelegt wurde. Diese Säule stand nach sechs Jahren, am 15. Mai 1723 fertig da, wurde aber erst fünf Jahre später, nämlich am 14. November 1728, von dem Linzer Dechanten Maximilian Gandolph Stey» rer eingeweiht. Unter den Künstlern, welche mit der Ausführung der in der genannten Zeitung ausführlich be- schriebenen Dreifaltigkeitssaule betraut waren, wird obenan der Salzburger Hoffteinmetz Sebast ian Stumpf» egger citirt. Nun, eS ist wohl möglich, daß Lorenz und Sebastian St. zwei verschiedene Personen — vielleicht Vater und Sohn — find. Auf das Vorstehende beschränkt sich die Kenntniß von dem künstlerischen Schaffen Stumpf, egger's. Interessanter aber wird die Sache durch die folgenden, verschiedenen Quellen entnommenen Notizen. Adolph Bühler schreibt in dem in den Quellen angeführten Werke wörtlich: „Be. rühmte Salzburger ruhen auf dem St. Peter-Friedhofe: der Historiker Staatsrath Ritter von K l e i n m a y r (Gruft Nr. 23), der Dombaumeister So lar i (Gruft Nr. 31) und der Bild. Hauer Hagenauer (Gruft Nr. 52). Der Südseite der Kath armen capelle gegenüber stehen 7 (6) Kreuze mit ovalen Blechschildern. Sie decken sieben Ehe» frauen eines gewissen Maurers und Steinmetzmeisters Stumpfögger. die, wie die Sage geht, von ihm zu Tode gekitzelt worden seien. Sie starben rasch nach einander im dritten und vierten Iahrzehend des vorigen Jahrhunderts. Das Haupt deS Mörders siel auf hohensalzburg". So Herr Bü hler. — Stark abweichend vom Vorstehenden be> ricktet nun der Feuilletonist der Wiener „Neuen Freien Presse" (2. Juli 1871. Nr. 2460): „Auf dem Leichenhofe St. Peter, wo in großer Gesellschaft Michael Haydn in einer mit natür- lichen Menschenschädeln decorirten Gruft ruht, zeigte mir eine alte lahme Frau für zehn Kreuzer mit großem Eifer daS Grab des hochfürstlich salzburgischen Hofftein» metz« und Maurermeisters Sebastian Stumpfögger (sia), der zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts „seine sieben Frauen zu Tode kitzelte", sich aber durch Geld vom Galgen loskaufte und in großen Ehren starb. Diesieben todtgekitzel» tenOpfer dieser sonderbaren Laune liegen ihm vis'H»vi5 hübsch einilächtig neben einander unter sieben ganz egalen schwär« zen Kreuzen". Verfasser dieses Lexikons hat von diesen sieben Kreuzen nur noch sechs gesehen und von der Ermordung der darunter ruhenden Ehefrauen eines und desselben Mannes, der ihr Mörder war. auch gehört. Da eS ihm um Gewißheit des Sachverhaltes zu thun war. stellte er alle Nachforschungen — aber vergeb« lich — an. Die alten Archive, welche auf seine Bitte nachgeschlagen wurden, geben keine Auskunft. Des Dr. Walz vier Abtheilungen der „Grabdenkmaler
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Streeruwitz-Suszncki
Band
40
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
394
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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