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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40
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Stumpfegger 201 Stunder von St. Peter und Nonnberg zu Salz» bürg", welche die Gesellschaft für Salz. burger Landeskunde in den Jahren 1867—1874 veröffentlichte, reichen nur bis zum Jahre 1634. Nachforschungen in den Kirchenbüchern zu St. Peter haben nun ergeben, daß in den Jahren 1708. 1757. 1721, 1732 und 1733 Frauen eines Peter Stumpfegger — also weder eines Lorenz, noch eines Sebas t ian — auf dem St. Peter. Friedhofe beerdigt wurden. Nach wei« teren Anfragen wurde mir der Bescheid, daß den vorerwähnten sieben Kreuzen gegenüber eine in die Kirchenwand ge» mauerte Gedenktafel von dem Ableben des Peter Stumpfegger Nachricht gebe. Nun befindet sich thatsächlich in der Kirchenwand die Gedächtnißtafel eines Peter Stumpfegger, welcher aber nach der Inschrift bereits im Jahre .1708 gestorben und demnach nicht der Ehegatte der mehrgedachten Ehefrauen sein kann, deren vier erst spater, resp. 1717. 172l. 1732 und 1733 ver- storben sind. Ob aber diese Frauen wirk» lich ermordet, und zwar zu Tode ge> kitzelt worden, ob ihr Mörder ihr Gatte gewesen, ob dieser Mörder Peter oder Lorenz oder Sebastian Stumpf» egg er geheißen, ob derselbe endlich auf der Hohensalchurg hingerichtet, oder wie es nach anderer Version heißt, sich mit großer Summe losgekauft und noch hohe Ehren erreicht habe. dies alles bleibt ungelöst. Leider ist Dr. Svahenegger todt; er, der Gelegenheit hatte, solchen Dingen nachzuforschen, hätte wohl Licht in diese dunkle Angelegenheit bringen können, welche hier nur insofern wichtig erscheint, als ein Künstlername mit einer gräßlichen Mordgeschichte in Verbin- dung gebracht ist. Auffallend unter allen Umständen bleibt es, daß Benedict Pi l l - we in nicht mit einer Sylbe der Sache erwähnt, sondern nur bezüglich Stumpfegger's bemerkt, daß Nähe« res über ihn zu erfahren, Interesse ge- wählen dürfte. N a g l e r (G. K. Dr.). NeueS allgemeines Künstler' Lexikon (München 1839, C. A. Fleischmann. 8".) Bd. XVI I , S. 621. — Pi l lwe in (Beneoitt), Biographische Schil» derungen oder Ierikon Salzburgischer theils verstorbener, theils lebender Künstler u. s. w. (Salzburg 1821. Mayr. kl. 8».) S. 234. — Bühlec (Adolph), Salzburg, seine Mo. numente und seine Fürsten. Hist.-topogr. Führer durch die Stadt und ihre Umgebun- gen (Salzburg 1873. Mayr'sche Buchhand' lung, 80.) S. 22, Anmerkung. Stunder, Johann Jacob (Maler, geb. inKopenhagenim Jahre 1760, gest. zu N e u s o h l in Ungarn am 13. August 4814). Von dem Vater, einem Juwelier von Profession, wurde der Sohn. der Talent und Neigung zur Malerei zeigte, auf die königliche Aka» demie der Künste in seiner Vaterstadt ge« schickt, wo er sich mit vielem Fleiße zu seinem Berufe heranbildete. Mit einer silbernen Medaille ausgezeichnet, begab er sick im Jahre 1780 nach Italien und nach längerem Aufenthalte daselbst nach Wien, wo er mehrere Bildnisse malte. Später übersiedelte er nach Leutschau, endlich nach Neusohl in Ungarn, wo er sich bleibend niederließ und seiner Kunst lebte. Dort starb er auch im Alter von 31 Jahren, seine Frau mit vier unmün- digen Kindern hinterlassend. Stund er malte Bildnisse und Altarblätter. Von letzteren befinden sich mehrere in Kirchen Ungarns. Bekannt ist nur sein Altarbild in der evangelischen Kirche zu Iglau (?). Soll wohl heißen Iglä. Annalen der Literatur und Kunst in dem österreichischen Kaiserthume. Jahrgang 18N (Wien, Adoll, 8°.) Bd. IV, S. l<5 snach diesem heißt er Johann Jacob). —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Streeruwitz-Suszncki
Band
40
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
394
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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