Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Seite - 204 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 204 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40

Bild der Seite - 204 -

Bild der Seite - 204 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40

Text der Seite - 204 -

Ignaz Stupan (Familie) Iustizstelle, dann bei dem Prager und Brünner Appellationsgerichte statt« fanden, fungirte er bei ersterem als Re< ferent. Bei der mit kaiserlichem Hand» billete vom 23. Februar 1797 angeord« neten Zusammensetzung einer Hofcom» Mission in Gesetzsachen wurde er von Seite des IustizdepartementS zum Bei« fitzer ernannt, und er zeigte sich als eines der thätigsten Mitglieder der« selben. AlS das rasche Vorrücken der französischen Armee im Frühjahre 1797 Wien bedrohte und man befürchtete, es möchte die oberste Iustizstelle in ihrer Thätigkeit auch rücksichtlich jener Reichs- theile gehemmt werden, die nicht unmit' telbar vom Kriege betroffen waren, wurde der oberste Iustizpräfident Graf von Clary mit noch sechs Räthen nach Prag beordert, um von dort aus die Justizverwaltung für Böhmen, Mähren, Schlesien und Oft» und Westgalizien un> gestört zu besorgen. Unter diesen sechs Hosräthen befand sich Freiherr S tupan . Im kräftigen Mannesalter von 37 Jahren raffte den rastlos thätigen Mann der Tod dahin. — Sein Sohn I g n a z (geb. im Jahre 1780, gest. 12. Mai 1840) Pflanzte die vom Großvater und Vater übernommenen Traditionen eines Staatsdieners, wie er sein so l l , getreu fort. Nach beendeten Rechts, studien betrat er 18t)1 seine Laufbahn im k. k. Kreisamte V. u. W. W. und erstieg vermöge seiner Tüchtigkeit im Dienste nach 9 Jahren die Stufe eincs Regierungsrathes. Im Jahre 1820 wurde er wirklicher Hofrath bei der vereinten k. k. Hofkanzlei in Wien und wirkte als solcher durch 20 Jahre in ausgezeichneter Weise. Mit den eigen< thumlichen Verhältnissen der Provinzen Oesterreich ob und unter der EnnS, deren Referat in der obersten Instanz ihm anvertraut war, auf daS genaueste bekannt, that er sich durch die Gediegen- heit seiner Leistungen besonders hervor. In einem ihm gewidmeten Nachrufe heißt eS: „Die strengste Legalität, von jeder Nebenrücksicht fern. war der Milde seiner Ansichten nur dann entgegen, wenn diese mit seinen Pflichten nicht ver« einigt werden konnte." Unermüdlich in seinem Eifer, hatte er auf seine Gesund» heit wenig Acht gehabt und erst als sie schon zerrüttet war, Erholung, jedoch zu spät gesucht. Denn während seines Ur« laubeS wurde er vom Tode ereilt. Mit ihm erlosch diese Familie im Mannes« stamm. Der österreichische Staatsra th (1760 bis 1848). Eine geschichtliche Studie, vor« bereitet und begonnen von Dr. Karl Frei« Herrn von Hock, aus dessen literarischem Nachlasse fortgesetzt und vollendet von Dr. Herm. Ign. B i d e r m a n n (Wien 1879, Wilh. Braumüller, gr. so.) S. 18. 19. 34, 4l. 43. 54. 59, 78. 85, 94. — Maa 6 bürg (Friedrich M.), Geschichte der obersten Justiz» stelle in Wien (l?49—1843). Gröhtentheils nach amtlichen Quellen bearbeitet. (Prag 1879. I>?h. B. Neinitzer und Comp., gr. 8«.) S. 32. 127, 134, 197. 254, 263. — Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar. Bernh. Frieor. Voiat. 8".) XVII I . Jahrg. (1840) Bd. I, S. 583. Nr. 184. - Kun i t sch (Michael) Biographien melkwürdiger Männer der österreichischen Monarchie (Gratz 18l5, Gebrüder Tanzer, kl. 8«.) I I . Bändchen, S. 90. — Allgemeine Zei tung 1840, Beilage Nr. 150. Ueber die Familie Ztupan van Ehrenstein. Aus Grauoündten nach Oesterreich kommend, ließ sich dieselbe in Steiermark nieder. A n t o n S t u p a n von Ehrenste in erhielt am 29. November 1749 die steirische Landmann, schaft und wuroe mit Diplom vom Jahre 1765 in den erbländischen Freiherrenstand erhoben. Mit dem Freiherrn Fe l i x starb dieseS Geschlecht im Jahre 1800 im Mannes« stamme aus. — Das F remdenb la t t . Herausgegeben von H e ine (Wien, 4<>.) geoenkt in einer Anzeige der Geschichte des österreichischen StaatSrathes eines Staats»
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Streeruwitz-Suszncki
Band
40
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
394
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich