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Stuppi 208 Stur, Dionys
E. G. Theile. 8«.) I I . Jahrgang (l874)
S. 85.
pi, G. (Kupferstecker, Or
und Jahr seiner Geburt unbekannt). Zeit<
genoß. Er übte zur Zeit der österreichi
fchen Regierung in der Lombarde'
seine Kunst in Mailand aus. Ein guter
Kupferstecher, führte er eine feste und
sichere Nadel, wie dieS aus den von ihm
vorhandenen Bildnissen — auf denen er
irrig auch Stopp i genannt wird —
eisichllich ist. Von seinen Bildnissen sind
anzuführen:
Da
; — „ <? a « ? a «n-
«a"^ auf diesem und dem vorigen
Blatte irrig S t o p p i genannt; —
H 0 « a. Da cia ss
auch hier irrig S t o p p i genannt.
Stuppi führte meist illustrative Blätter
für größere Kupferwerke aus, so für
I . Lombroso'S „V5ts äyi primarii
'genslÄU eä oküoiaii itaii2.n1 ääi 1796
ai 4813« und „Vits äsi
V0. 60.", welche zwei Werke in
den Vierziger-Iahren in Mailand erschie-
nen, und dann für Gius. Rovani's
),6torikl. äsiis Isttsrs 6 äeiis arti in
Italia«, daS im Jahre 1833 heraus-
gegeben wurde. Man steht diesen Blat»
tern. in deren Ausführung er sich mit ande»
ren Künstlern theilte, die Lohnarbeit an. Stur, Dionys (Geolog und Bo»
taniker, geb. zu Modern in Ungarn,
Geburtsjahr unbekannt). Zeitgenoß. Ob«
wohl Herausgeber dieses Lexikons da.
nach trachtete, über Lebens» und Bil«
dungsgang dieses ausgezeichneten For»
scherS Aufschluß zu erhalten, sah er seine
Mühe doch nicht durch authentische Au.
gaben belohnt. Gewiß ist, daß derselbe
einer der ersten Zöglinge der k. k. geolo-
gischen Reichsanstalt war und zur Stunde
die Stelle eineS k. k. Bergrathes und eines
Chef-Geologen in dem genannten Insti.
tule bekleidet. Besonderen Ruf erlangte
S t u r durch seine gcognostischen For«
schungen im Hochgebirge der Alpen und
durch die zweimalige Besteigung des
Großglocknec (l833 und 1834). Im
Jahre 1870 wurde er von der kaiser«
lichen Regierung nach dem Bezirke Vo«
loSca in Istrien gesendet, um unter Ande-
rem an Ort und Stelle die Verlegung
der von dem Erdbeben im genannten
Jahre besonders bedrohten Ortschaft
Clana genauestenS zu prüfen. Die auf
eine Forschungen bezüglichen Arbeiten
find sehr zahlreich, aber mit Ausnahme
weier Werke nur in periodischen Fach<
chriften erschienen. Im Buchhandel kam
)on ihm heraus: „Versuche einer Infjählnng
,er phanerllgllmischen Nutzpflanzen GrLterreichz
intl ihre Verbreitung" (Wien 1837, 8".);
— „Oealllgie der Steiermurk. Erläuterungen
nr geologischen AelleröichtZKarte des HerM-
2 Steiermark« (Gratz 1871. XXXI
und 633 Seiten, mit emer Tabelle in
gr. Fol., eingedruckten Holzschnitten,
wei Steintafeln in Hoch«4". und Quer-
Fol., und einer geologischen Uebersichts«
arte in vier chromolithographischen Blät-
ern in gr. Fol.); dieses Werk wurde im
Auftrage deS geognostisch'Montanistischen
Vereins sür Steiermark von der Direc«
ion desselben aus Grundlage der 1863
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Streeruwitz-Suszncki, Band 40
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Streeruwitz-Suszncki
- Band
- 40
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 394
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon