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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Seite - 230 -
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Sturm, Fritz 230 Sturm, Jacob (geb. 1658. gest. zu Wien l3. März 1722). Seiner gedenkt als eines k k. Kammer« Fagotisten die „Neue Miener Musikzeitung" 1837, S. 44. Er dürfte wohl der Fagotist Franz Martin Sturmb (sio) sein, den Ludwig Ritter von Köchel in seiner Schrift «Die Kaiserliche Hof»Musikcapelle in Wien von 1543 bis 186?" (Wien 1869. Holder, gr. 8".) zu wiederholten Malen er« wähnt. Bei,von Köchel heißt er übrigens Ioh. Franz Sturmb. „Sturmb" ma wohl die damals übliche Schreibart für Sturm gewesen sein. Johann Fran S. wurde im Jahre 1682 als Fagotist an der t. k. Hofcapelle mit 540 fl. angestellt und sein Gehalt im Jahre 1712 auf 900 fl. erhöht. Er diente vierzig Jahre als Fagotist an der Hofcapelle. ^Köchel (Ludwig Ritter von), Die kaiserliche Hof» Musikcapelle in Wien von 1543—1867. Nach urkundlichen Forschungen. (Wien 1869, Beck. 8"). S. 71. S. 772 und S. 79, Nr. «67.) — 7. Franz Martin Sturm (geb. 1689. gest. zu Wien 'io. Juni 1739). Er wurde am 1. Jänner 1708 als Fagottist bei der k. k. Hofcapelle in Wien angestellt und blieb bei derselben bis cm seinen im Aller von 50 Jahren erfolgten Tod. Wir vermuthen in ihm einen Sohn des vorgenannten Franz (oder wie er bei ron Köchel heißt: Johann Franz) Sturmb. ^Köchel (Ludwig- Ritter von), 1. c., S. 7l. Nr. 773. und S. 79. Nr. 969. lDlabacz (Gottfried Johann), Allgemei. nes historisches Künstler«Lerikon für Böhmen und zum Theile auck für Mähren und Schle» sil'I (Prag <815. (S. Haase. 4».) Bd. I I I , 2p. 240.) — 3. Fritz Sturm (Ort und Jahr seiner Geburt unbekannt). Zeitgenoß. Ein Maler in Wien. welcher von 1853 bis 1859 die Monats-Ausstellungen des öster» reichischen Kunstuereinö mit Genrebildern und Thierstücken beschickte. Vergleiche auf S. 227 die Biographie des Geora Sturm. In dessen don erwähntem Vater Friedrich ver» muchen wir die Identität mit dem hier er« wähnten Fxitz. Die von ihm ausgestellten Bilder sind in chronologischer Folge: 1853. September.- „Samstag'Nachmittag";— 1854. December: .Die Dominospieler"; — 1855. Februar „Dorfschule in Syrmien", Eigen, tdum des Herrn Mann er; — April: „Zigeu» ner vom Markt heimkehrend", vom Kunstoe» eine angetauft (400 fl.); — Juni: „Slavoni. scher Ziegenhirt" (400 fl.); — 1856. Juni: „Scene auf der Puszta" (300 fl.); — Juli: „Alpenscene" (200 fl.); — 1857. März: „Heimkehrende Schafheerde. Motiv aus Un< gärn"; — !859. December: „Das Kostkind" (140 fi.); — in der deutschen allgemeinen und historischen Kunstausstellung in München im Jahre 1838 war der Künstler durch sein Bild „Heimtrieb ungarischer Schafe in den SchafNall" vertreten.—Dieser Fritz Sturm ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnami» gen berühmten Marinemaler Fritz Sturm (geb. zu Rostock 1834), welcher auch die Juli » Ausstellung l868 des österreichischen Kunstvereins mit einem in Oel gemalten Mannsbild beschickt hat. ^Verzeichnisse der Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins (Wien. 8".) 1853. September. Nr. 4 l ; 1854. December. Nr. 17; 1855. April. Nr. 17, Februar. Nr. 43, Juni, Nr. 59; 185«. Juni, Nr. 26; Juli. Nr. 33; 1857. März. Nr. 36; 1859. December. Nr. 5o.) — 9. Gabriele Sturm wird als der erste weibliche Professor im Kaiserthum Oesterreich bezeichnet. Durch das neue öster» reichische Schulgesetz ist auch dem weiblichen Geschlechte die Erlangung von Professor« stellen ermöglicht. Da nun nach einem lai« serlichen Gesetze sämmtlichen Hauptlehrern an den k. k. Lehrer» und Lehrerinrn« Bil» dungsanstalten der Titel eines k. k. Pro» fessors gebührt, so wurde Gabriele Sturm als Hauptlehrerin an der Brünner Lehrerinen» Bildungsanstalt zur k. k. Professorin in Oester« reich ernannt. l^Der Osten. Redigirt von Bresnitz (Wien. 4<>.) <t>72, Nr. l7, in der Rubrik „Frauen'Zeituna": „Die erste Pro. fessorin in Oesterreich".) - l<>. Jacob Sturm, ein Wiener Poet deS 17. Jahrhunderts, der sich selbst „Der Historien geflissener" nennt, gab im Jahre 1669 eine historisch'poetische Beschreibung der Stadt W>en unter nach« stehendem Titel heraus: „llnoerweltlicher - Oester» Reickischer Ehren-Kranz gewunden, der, Nöm. Kais. auch zu Hungarn und Böhmen tönigl. Majt. Haupt» und Nesidentz» Stadt Wien in Oesterreich an der Donau, in eigendlichster Historisch»Poetischer Beschrei' düng: Gebunden mit aller Röm. Kaiser und Erzherzogen aus diesem Haus Oester- reich gebührten. Regierungen, Leben und Tode. Dartzu gefunden wie uiele tapfere Helden den blutigen deutschen Krieg rühm» lich gekrieget und glücklich gesieget haben.- Und was m zu Solchem von Nöhen gewesen". Nicht wegen der weniger als nnttellnäßigen 656 gereimten Verse deS Gedichtes verdient
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Streeruwitz-Suszncki
Band
40
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
394
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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