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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Seite - 234 -
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Seite - 234 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40

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Sturmfeder (Genealogie) 234 .Sturmfeder (Genealogie) der Kaiserin Karo l ine Auguste, bei welcher sie bis an ihr Lebensende ver. blieb. Erzherzog Kar l Ludwig ver- weilte zwei Tage und Nächte am Sterbe- lager der Hofdame, welcher, er bis zu ihrer Bestattung in der Familiengruft auf dem Schmelzer Friedhofe die letzte Ehre erwies. Freiin M a r i a Lu ise war unvermält geblieben. Wiener Zei tung l866. Nr. 227. Zur Genealogie der Freiherren Iturmftder von und zu Nppenweiler. Nach seinem Stamm» schlösse und Gute Oppenweiler nannte sich ursprünglich dieses ungemein alte Geschlecht. Ein Sprosse desselben soll den Beinamen Stürm feder geführt haben, welcher dann auf die Familie übergegangen sci Schon seit dem til. Jahrhundert befindet sich diese im Besitze des ehemals zum Reichsritter' canton Kocher gehörigen, gegenwärtig dein Oderamte Bactnang im Königreiche Würt« temberg einverleibten Stammschlosses. DaS. selbe wurde zugleich unt dem Gute dem Mannesstamme des Geschlechtes, welches bereits l36l Burg und Dorf Geisingen er. halten hatte, am 14. April 1462 uon dem Herzog Ulrich von Württemberg zu Lehen gegeben. Schon das Jahr 970 nennt eine Negina S t u r m f e d e r als Gemalin Arnolds von Berlichingen. Ein Vurcharo S t u r m f e d e r von O p p e n w e i l e r . württembergiicher Rath, blieb 1377 mit einem seiner Brüder in der Schlacht bei Reuttlinge,'.; Eberhard S t u r m feder wurde zu Weinsberg lä25 von den auf. rührerischen Bauern umgebracht, und An- dreas S t u r m f e d e r war um 1626 Iohanniter und Comthur zu Feldkirch, später zu Frankfurt. Die urkundliche Stainmreihe beginnt bereits im lZ. Jahr« Hunderte, um l2so mit Friedrich Sturm» feder (gest. 13l)l)) und seiner Hausfrau Anna uon Auerbach. Das Geschlecht lheilte sich in der Folge in zwei Linien, in die Ko- ch er'sche und Kraichgauer. Letztere erlosch 1379 mit dem speierschen Domsänger Hans S t u r m f i d e r . Die seit dem l7. Jahr. hundert geführte Stainmreihe der ersteren, welche heute noch blüht, ist aus der bei» gegebenen Stammtafel ersichtlich. Erst mit den Kindern des Mosbacher Oberamtmanns Kar l Theodor Freiherrn S t u r m f e d e r von und zu O p p e n w e i l e r , nach seiner Ur»Urgroßmutter L e r ch von D i rm stein genannt, tritt die Familie in nähere Be» ziehungen 'zn Oesterreich. Mar ia Luise, deren Lebensskizze S. 233 steht, wurde Hof. dame am kaiserlich österreichischen Hofe und sie wie itire Schwester M l . Karoline waren SternkreuzOrdensdamen; ihr jüngerer Bru» der Kar l Theodor erwarb durch seine erste Ehe mit Franzislia Romana, geborenen Grä» fin Dessours zu Wont und Alhienville, Erbin der Güter Hradeck und Welhartiz, nach ihrem Ableben diese Güter un^ am 26. November l830 das Herrenstanos'Incolat von Böhmen. Des Letzteren Neffe, gleichfalls Kar l Theo^ dor mit Vornamen, trat in die kaiserliche Armee. Er war im Jahre 1843 Oberlieute» nant bei Fitzgerald. Cyevaurlegers Nr. 6. wurde 1834 Major im 12. Uhlarien.Negi. lnent König Franz I I . von Sicilien, 1859 Oberstlieutenant und noch im nämlichen Jahre Oberst und Commandant im Regi» mente. Im italienischen Feldzuge 1859 bei Solferino verwundet, kam er 1863 als Pre< mier-Wachtmeister zur kaiserlichen AlciZren» Leidgarde. Zur Zeit lebt der Freiherr, der zugleich k. k. Kämmerer ist, als unangestell» ter Titular» General» Major zu Datschitz in Mähren. Non den Frauen dieses Geschlechtes, deren mebreie in hohen Hofdiensten standen, so eine Schwester der Freiin M. Luise, die Freiin Franziska, als Hofdame bei der verwitweten Kaiserin von Brasilien, die Freiin Sophie als Hofdame bei Ihrer Ma» jestät der Königin von Sachsen, die Freiin Sophie, geborene Freiin uon Dalberg und Gemalin des Freiherrn Fe rd in and Fra nz, Georg von Sturmfeder als Oberst» hofmcistcrin der Großherzogin Stephanie von Baden, ist Eamil la, die Gemalin des gegenwärtigen Chefs des Hauses, Fr iedrich Kar l Fcoihenn von S-, gleichfalls kaiser- lich österreichische Stvrnkreuz»Ordensoame. — Ein W. uon S tu rm feder, Oberst, lieutenant im kurfürstlich hessischen Kriegs. Ministerium, ist der Verfasser des „Reper» loriums der deutschen Militär» Journalistik" (Eafsel ll>59. Oswald Bertram, 8".. XVI I und 402 S.), eines vortrefflichen bldliogra vhischen Nachschlagebuches. Ob er mit der fieiherrlichen Familie in verwandtschaftlicher Beziehung fjeht. ist nirgends ersichtlich. ^Äroh es vol lständiges (sogenanntes Zeoler'sches) U n i v e r s a l , L e r i k o n (Halle und Leipzig, Johann H. Zedler,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Streeruwitz-Suszncki
Band
40
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
394
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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