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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Seite - 238 -
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Seite - 238 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40

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SwtterheiM) Friedr. Heinr. Ludw. 238 Stutterheim^ Friedr. Heinr. Ludw. Jahr 1770. gest. im Frühjahr 1811). Ob er von der alten Adelsfamilie der Stu t terhe im, welcher der Maria Therefien ' Ordensritter und Feldmar» fcball«3ieutenant Kar l Freiherr von S. angehört, abstammt, kann nicht bestimmt werden. ^Vergleiche über die Familie Stu t terhe im die Quellen Seite 243.) Friedrich trat in jungen Jahren in die kaiserliche Armee, in welcher er es in erstaunlich kurzer Zeit zu hoher Würde brachte. Besonders zeichnete er sich im österreichisch»russischen Feldzuge in Italien 1798—1800 aus. So machte er im September 1799 bei Constanz den vor Zürich geschlagenen Ruffen unter Kor» sakow und den Cond6ern Luft und rettete sie vor völliger Vernichtung durch die Franzosen und die von diesen irrege, leiteten und zum Kriege gezwungenen Schweizer; im darauffolgenden Jahre aber betheiligte er sich an den kühnen Streifzügen, welche Degenfeld, Mier. Merve ld t und Walmoden mit so glänzenden Erfolgen ausführten. Als dann Ende 1800 nach Thu gut's De- mission Johann Philipp Graf S tad ion daS Portefeuille der auswärtigen Ange- legenheiten übernahm, zog ihn dieser in sein Cabinet, wo er mit publicistifchen und diplomatischen Arbeiten betraut wurde, welche in jenen bedrängnißvollen Tagen sich nöthig erwiesen und eines gewandten Kopfes und einer so geschick» ten Feder, wie er sie führte, bedurften. Ein Historiograph schreibt bezüglich der diplomatischen Verwendung S.'s: „Er wurde während des preußisch »russischen Krieges, der mit der Schlacht von Jena nicht minder unglücklich begann, als ein Jahr vorher der österreichische bei Ulm, bei verwickelten diplomatisch.militärischen Sendungen gebraucht. Zweimal hatte er die Aufgabe zu lösen, da5 große Unheil der kriegerischen Ergebnisse wenigstens von der kaiserlichen Armee, die sich trotz aller Niederlagen mit einer Bravour ohne Gleichen geschlagen, abzuwälzen. Er hatte die beispiellose Schmach von Ulm und die Verwirrung 'von Austerlih halb und halb (leider nicht ganz) nach ihren wahren Ulfachen darzustellen und nach dem Frieden von 1809 mußte er die Fruchtlosigkeit der edelsten Begeisterung und ungeheurer Anstrengungen darlegen. Früher noch, im Frühling 1808, beim Auflodern deS spanischen Aufstandes, vollführte S. den Austrag, die Friedens» liebe und fatalistische Unterwerfung einer „gewissen kriegerisch gekleideten, aber un> kriegerischen Partei" zu überwinden, was ihm auch gelang, da er ein Evangelium verkündete, von dem er selber durchdrun» gen war". Bei diesen verschiedenen und höchst heiklen diplomatischen Sendungen bekundete er großes Geschick und führte sie meist mit entsprechendem Erfolge aus. Als ihn daher im Frühjahre 18l1 ein plötzlicher Tod dahinraffte, wurde sein allzu früh beendetes Wirken, wie es in einem ihm gewidmeten Nachrufe kurz. aber bedeutsam lautet: „bedauert von der Armee, vermißt in dec Diplomatie und innig beklagt von vielen gediegenen Freunden". Die Gräffer'« sche „Oesterreichische National» Encyklo» pädie" schreibt ihm die Autorschaft des gehaltvollen, anonym erschienenen Wer« kes „Der Krieg" zu. Andere Quellen bezeichnen als Verfasser dieser Schrift den Feldmarschall'Lieutenant Kar l Frei» Herrn von Stu t terhe im, über den eine besondereBiographie folgt ^S. 241^. Es laufen aber in den biographischen Mittheilungen über die Stut terheim, deren nicht weniger denn sechs (sicher fünf) in der kaiserlichen Armee mit Aus« zeichnung dienten und drei, Franz,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Streeruwitz-Suszncki
Band
40
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
394
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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