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StutterheiM) Joseph 241 StutterheiM) Karl
Verdienste geschah bereits Erwähnung.
Die glänzendsten Beweise seines Muthes
und Scharfblicks sollte er aber in den
Befreiungskriegen 1813—-48<3 geben.
Im Jahre l8 l3 befehligte er bei der
Armee in Italien eine Grenadier.Bri.
gade. Mit ihr vertheidigte er am
13. November g< I . die Brücke über
den Alpon, und in der Schlacht am
Mincio am 8. Februar 1814 zeigte er
in Angriff und Vertheidigung eine so
todesmuthige Entschlossenheit und eine
Umficht, daß der Commandirende, Ge«
neral Graf Bel lega rd?, ihm schon am
13. Februar daS Ritterkreuz des Maria
Theresien» Ordens zuerkannte, welches
ihm auch mit kaiserlichem Handschreiben
ääo. Chaumont. 8. März 1814- ver«
liehen wurde. Am genannten Schlacht»
tage behauptete sich S t u t i e r h e i m
mit seinen vier Grenadierbataillonen
auf der weiten Ebene durch volle fünf
Stunden gegen den größten Theil der
französischen Armee des Vicekönigs von
Italien so lange, bis unsere Verstär-
kungen ankamen, worauf durch gemein-
samen Angriff alle Entwürfe des Feindes
vereitelt wurden. Im Jahre 1815 erhielt
er, mittlerweile zum Feldmarschall«3ieu«
lenant befördert, daS Commando einer
Division im ReservecorpS des Erzherzogs
Ferd inand d'Este. Die Truppen der
Festung Auronne, welche die große
Straße von Dijon sperrt, wollten, der
eingegangenen Kapitulation entgegen,
nicht nach der Loire sich zurückziehen,
sondern die Vertheidigung des PlaheS
fortsetzen, da erhielt er Befehl, Auxonne
einzuschließen. I n der Nacht vom 26.
auf den 27. August ließ er auf der ost»
lichen und westlichen Seite der Stadt
vier Batterien erbauen, mit denen er am
28. das Feuer gegen dieselbe begann.
Dieses Bombardement war von so
v.Wurzback.bioar.Lenton. XI.. lGedr. 1 großer Wirkung, daß schon nach
24 Stunden die bedingungsweise Unter«
werfung zu Stande kam. 1813 wurde
er zum zweiten Inhaber des Infanterie-
Regiments Nr. 8, in welches er
32 Jahre früher als Fahnencadet einge«
theilt worden und dessen erster Inhaber
seit 1801 Erzherzog L u d w i g war,
ernannt und im Jahre 1819 zugleich
mit den Kindern seines bereis 1814 ver-
ftorbenen Bruders Franz in den erblän«
dischen Freiherrenstand erhoben. Nebst
dem Ritterkreuze des Maria Theresien«
Ordens ist er auch mit dem Commandeur«
kreuze desLeopold-Ordens. und von Ruß-
land, Sardinien und Sicilien mit Orden
ausgezeichnet worden.
Fr ei Herrenstands» D ip lom ääo. t8. Juni
18!9. — Leitner von Lei tnertreu (Th.
Ios.). Ausführliche Geschichte der Wiener.
Neustädtrr Militär>Akademie (Heimannstadt
1842, Theodor Steinhaußen. 8".). s. 474. —
Hirtenfeld ( I . Oi-.), Der Militär«Maria
Theresien - Orden und seine Mitglieder (Wien
1857, StaatSdruclerei. kl. 4<>.) S. 1285 u. 178(1.
Wappen. Ein blauer Schild, in dessen
Mitte zwei große mit den Rücken gegen
einonder gekehrte goldene Monde. Auf dein
Schilde ruht die fteiheirliche Krone, auf
welcher ein ins Pisir gestellter goldgekrönier
Turnierhelm sich erhebt. Aus der Krone
steigt ein silbernes Pferd mit offenem Maul.
rother Zunge und fliegender Mähne her»
vor. Die Helm decken sind beiderseits blau
mit Gold unterlegt. Als S ck i l d h a l t e r
steht zu jeder Seite ein geharnischter Mann,
jeder eine Lanze in der Hand, goldenen
Degen an der Seite und auf dem Haupt
eine Pickelhaube mit rother Feder.
Stlltterheim. Karl Freiherr von (k. k.
Feldmarschall« Lieutenant und
Ri t ter des Maria Theresien. Ordens,
geb. zu Dresden 2. August 1776, gest.
zu Wien im Jahre 1811). Er entstammt
dem sächsischen AdelSgefchlechte. dessen
in den Quellen nähere Erwähnung ge-
schieht. Nach Einigen hatte er seine krie.
>. Dec. <8?9.) 46
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Streeruwitz-Suszncki, Band 40
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Streeruwitz-Suszncki
- Band
- 40
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 394
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon