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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Seite - 246 -
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Anton 246 StwertecKy Ehe. Am 3. Jänner ging er Nachts, im Verdruß über seine Frau, mir welcher er sich eben gezankt, derselben, als sie die Stube verlassen hatte, in den Hof« räum nach. Daselbst angelangt — er wohnte im Prater in der sogenannten kleinen Au — hörte er die Hunde auf das heftigste anschlagen. Da er Diebe und Einbruch besorgte, holte er die Flinte und trat mit ihr inS Freie. Nun schlugen die Hunde noch heftiger an. Stuwer suchle die Thiere zu beschwich» ligen, und alS dies vergeblich war, forschte er nach der Ursache, daS Ge> strüppe durchstöbernd, und wahrend er sich darin mit dem Gewehre verwickelte, ging dieses plötzlich los und ihm die Ladung durch die Kehle. Er blieb auf der Stelle todt. Die Hunde aber halten so heftig gebellt, weil der Wind die Leiche eines armen Schneiders, der sich an einem Baume in unmittelbarer Nähe deS S t u w e r'schen Hauses auf« gehenkt, immer an die Planke deS HofeS schlug. Nach A n t o n s Ableben über« nahm dessen Sohn. gleichfalls Anton genannt, die Feuerwerkers!, welche er achtzehn Jahre führte, bis ihm die Weltausstellung 1873 den Todesstoß versetzte und ihn von Wien vertrieb. AlS nämlich die Bauten für die Welt» ausstellung begannen, wurde S tuwer zur Abtragung seines Gerüstes und der Tribünen, welche er kurz zuvor mit einem Kostenaufwande von 6000 fi. hatte aufstellen lassen, verhalten, bezüg» lich seiner Entschädigungsansprüche aber an den Ceniraloroner, einen Herrn M. gewiesen. Die Entschädigung, welche er nach längerem Petitionireil erhielt bestand in — 60 Gulden und in der Zusicherung eines anderen Platzes im Prater für seine Productionen. Ein solcher Vorgang entzieht sich bei den zehn Millionen, um welche die zur Aus- stellung bestimmte Summe von sechs bis sieben Millionen überschritten wurde, jedem Commentar. S t u w e r wartete von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr auf die Zuweisung des ihm ver« heißenm neuen Feuerwerküplclheg; als er im September 1876 noch immer der Entscheidung entgegenharrtr, beschloß er, Wien zu verlassen, da er mittlerweile von der russischen Regierung einen vor. theilhaften Posten bei der Artillerie in St. Petersburg zugesichert erhalten hatte. Am 40. September 1376 verab- schiedete er sich in einem Feuerwerke, für dessen Aufführung ihm, die Donau» Regulirungscommission einen Platz an- gewiesen, vom Wiener Publicum, zu dessen Vergnügen seine Familie vom Urgroßvater ab ein volles Jahrhundert beigetragen hatte. — Ein Bruder dieses letzten A n t o n S t u w e r . Gustav, diente in der kaiserlichen Armee, wurde aber geisteskrank und stürzte sich in einem unbewachten Augenblicke aus dem Fenster seiner Wohnung. An den Folgen der dadurch erlittenen Ver- letzungen starb er im August 1869 im allgemeinen Krankenhause. Neues Wiener Tagblat t l«69. 3tr. 149 im Feuilleton: „Der neue Wurstcl'Prater". — Fremden»B latt . Von Gustav Heine (Wien. 4<>.) lo. September !876 in den «Tagesneuigteiten". Stwerteczky (auch Stvertiezty. welch letztere Schreibweise wir aber für unrich. tig halten). Gmerich von (Dechant, geb. in Ungarn im Jahre 1782, gest. zu Preß bürg l856). Dieser Priester, seit 1813 Pfarrcr zu NädaS, einem Markt- stecken im Neutraer Comitate in chtgam. seit 1843 Domherr in Preßburg, hat sich durch Einführung deS „Rosensestes" in seiner Pfarrgemeinde Nadas ein Recht
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Streeruwitz-Suszncki, Band 40
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Streeruwitz-Suszncki
Band
40
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
394
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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