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Sy) 102 Szabad
und Oesterreichifch Schlesien (Brünn !850,
Rohrer, gr. 8».) S. 289, 293, 371 und 498.
Symonowicz. siehe: Szymonowicz.
Syriak. Mirza Suleiman, siehe:
Suleiman. Syriak Mirza jMnd XL,
S. 297^.
Syz, Jacob (Mitglied des Ab-
geordnetenhauses des österreichischen
Reichsrathes für die Session 1871/74,
Ort und Jahr seiner Geburt unbe-
kannt). Er lebt als Fabriksbesitzer in
Gratz, ist Mitglied der Handels« und
Gewerbekammer dieser Stadt und Prä»
fident der Actiengesellschaft Leykam«
Iosephsthal. Schon in den Jahren 1871
bis 1873 war er Mitglied des Abgeord-
netenhauseS, iu demselben als Bericht-
erstatter über den Sieben>Millionen-
Credit für die Wiener Weltausstellung
und über mehrere Eisenbahn» Gesetzen!»
würfe (Salzburg'Tirol, Tarnow>3elu»
chow u.a.) fungirend. Auch 4873 er«
folgte seine Wiederwahl in das Ab«
geordnetenhaus. Im Herbst 1878 wurde
sein Name viel genannt, als nach einem
Besuche, welchen er in Angelegenheit des
Pachtes der „Gratzer Zeitung" zugleich
mit dem Redacteur der „Gratzer TageS»
post" Adalbert Swoboda ^s. 82.
Nr. ^ bei dem damaligen Minister-Pra«
fidenten abgestattet hatle. die mit dem»
selben gehaltene Unterredung mit einem
Male in der „Tagespost" abgedruckt er-
schien. Diese „Enthüllungen" erklärte
nun der Ministei'Präsident in einem an
den Präsidenten des österreichischen Ab«
geordnetenhauses Dr. Rechbauer ge«
richteten Schreiben ääo. 22. October
1878, Nr. 293. als „Insinuationen per-
fidester Art" und als „gröblichste Ver-
drehungen und Verdächtigungen". Als
in Folge dessen in der Sitzung vom 3l. October 1878 der Abgeordnete
Schönerer seinen auf eine weitere
Untersuchung dieses Vorganges ab«
zielenden Antrag einbrachte und den-
selben zu begründen suchte, wurde der
Redner bei der Motivirung desselben
von dem Präsidenten deS Hauses nicht
nur zur Ordnung gerufen, sondern bei
der darauf erfolgten Abstimmung sein
Antrag mit allen gegen 19 Stimmen
auch abgelehnt. Damit war die Angele-
genheit abgethan und ein weiterer Brief
des Präsidenten des VerwaltungSratheS
der Actiengesellschaft Leykam-Josephs-
thal, der jene Insinuationen der ,Tages»
Post" aufrecht hielt, schloß eine Ange.
legenheit, welche nicht geeignet war, daS
im verwichenen Iahrzehent stark beein»
trachtigte Ansehen deS Parlamentaris«
mus zu erhöhen oder zu stützen. Als die
Wahlen für die Session des österreichi-
schen Abgeordnetenhauses 1879 statt-
fanden, wurde Jacob Syz nicht wieder
gewählt.
Al lgemeineZei tung (Augsburg.Cotta.4«)
t?. October 1878, Nr. 29U. S. 4272;
22. October 187«, Nr. 295, S. 4348;
2. November 1878, Nr. 306. und 2l. No»
uember, Nr. 323, in den „Correspondenzen
aus der österreichisch-ungarischen Monarchie".
Ezablld, Emerich (Schriftsteller,
geb. in Ungarn, Geburtsjahr un-
bekannt), Zeitgenoß, hieß vor Magyari«
sirung seines Namens Freyreich , n. A.
nur Frey, und Szabad wäre dann
eben blos dieUebersehung seines Namens.
Er lebte vor dem Auöbruch der 48er-
Revolution als englischer Sprachlehrer
in Pesth; als die Empörung anfangs
sachte, dann immer stärker stieg, und eS
mit den Sprachstunden nicht mehr recht
gehen wollte, wurde er Journalist,
lenkte als solcher die Aufmerksamkeit
jener Kreise auf sich. welche die Fäden
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon