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) Emerich (I.) 108 ) Emerich (I.)
vormärzlichen Unterhaltungsblatte: „K
^61ö") d. i. Der Erzähler, in welchem er
kleinere Gedichte und zwei Erzählungen
veröffentlichte; dann schrieb er theils
Originalaufsatze, theils Uebersetzungen
für die kirchlichen Blätter: „KsliFio ös
nSVOlög"^ d. i. Religion und Erziehung,
und für „Koljßio" ; von diesen Arbeiten
nennen wir unter anderen: „Ueber dcn
Einfluß des weiblichen Geschlechtes auf
die Glückseligkeit der Menschheit" ; —
,Die Tendenzen der Volksmissionen";
— «Ueber die Einheit in der Kirche".
Außer dem Kirchenblatte: „Tatkolikus
nsplap«, d. i. Katholisches Volksblatt,
redigirte er noch den religiösen Almanach
nOi-Hll^Hl") d. i. Der Schutzengel,
worin Poesien und Erzählungen aus
seiner Feder enthalten sind. Auch einige
ganz vorzügliche Iugendfchriften sind
ihm zu verdanken, und seien davon nur
genannt: „ Fsö/7s?-?sllnz,", d. i. Die
Tochter deSHäuSlerS; — „F/vsssen
F^", d. i. Der verlorene Sohn und
„Hossant sssHH» sänia U", d. i. Der
verfallene Wagen und das hinkende
Roß; alle drei Erzählungen vom
St. StephaN'Verein veröffentlicht. Er
war ein steißiger Mitarbeiter des von
Emerich S z a l a y herausgegebenen
Sammelwerkes geistlicher Reden (NZ^>
1)H2i bosTääsk S^ü^tsmänH-b), woraus
seine homiletischen Vortrage: ,Ostern".
„Fronleichnamsfest". „Der h. Sie-
pdan", „Der h. Johannes von Nep.".
„Die Verherrlichung des h. Kreuzes" er-
wähnt seien. Auch seine Leichenreden
auf Anton Deak, Alexander Kig-
fa lud y. Joseph Botka. Iosephine
Zichy, Karl Batthyäny sind im
Druck erschienen, sowie eine Sammlung
seiner für das Volk bestimmten Kirchen»
reden unter dem Titel: „^ <H»Hss a/Ha?-
sl össB/<FsH" (Eclau ^860 u. f.) in zwei Banden. Von seinen
übrigen schriftstellerischen Arbeiten können
wir bei völligem Mangel einer oft
angekündigten, aber nie verwirklichten
ungarischen Bibliographie nur noch ge>
denken seiner Uebersehung aus dem
Deutschen: „^rnilia v a ^ a2 elvält kä>
222363", d. i. Emilie oder die geschie-
dene Ehe; ^- der Erzählung „ ^ kkw
örallF^al.", d. i. Der Schutzengel deS
Dorfes, und seiner magyarischen Ueber-
setzung des von dem Weihbischof Johann
Michael Leonhard im Jahre 4831
herausgegebenen Werkes „Erklärung
aller in dem vorgeschriebenen Evange«
lienbuche vorkommenden Evangelien".
Daniel ik bezeichnet Emericb Szab6
als den besten gegenwärtigen volks«
thümlicken Schriftsteller Ungarns. Die
ungarische Akademie der Wissenschaften
hat ihn zu ihrem Ehrenmitglieds ge>
wählt, überdies ist er auch Präses deS
Eisenburger archäologischen Vereines.
2305, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm.
lung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob
Ferenczy und Joseph Danie l i t (Pesth
1856, Gustau Emich, 8".) Vd I. S. 42l.
^Daselbst heißt es: „Emerich Szabö hatte
im Jahre <8l4 den Schulbesuch begonnen";
dann aber wird berichtet, daß er l837 mit
bischöflicher Dispens, da er noch nicht daS
vorgeschriebene Alter besaß, die Priesterweibe
empfangen habe. Jedenfalls wird er also
!83? schon 23 Jahre 'alt gewesen sein. Cr
wäre demnach i<8<4 geboren; daß er aber
schon in seinem Geburtsjahre die Schule zu
besuchen angefangen, ist denn doch nicht denk»
bar. DaS oben angeführte Wert von Da«
niel ik und Ferenczy ist das einzige,
welches über Ungarns Schriftsteller neuerer
Zeit Aufschlüsse «ibt. Freilich läßt eS in
bibliographischer und noch manch anderer
Beziehung sehr viel zu wünschen übrig, so
lange aber andere zuverlässigere Quellen
nicht vorhanden, muß ich mich an diese
halten, unterlasse jedoch nicht, grobe Irr»
thümer zu berichtigen.) — F r e m d e n .
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon