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(I.) 109 , Joseph (I)
B l a t t . Von Gustav Heine (Nien.
i87l, Nr. l04: âEin <iui Dro ^uo" sein
ganz ergötzliche Geschichte aus dem Leber
des Bischofs S z a b 6 und ein schÀtzend
werther Beitrag zur Geschichte der parlamen
tarischen Umtriebe in Ungarn).
Emerich (II.). siehe auck
Szabö, Stephan ^S. 118, in den
Quellen. Nr. 9^.
Szabo. Georg, siehe ebenda. >^S. 118.
in den Quellen. Nr. 10).
Fekete-Szabo. Ida. siehe ebenda
^S. 118, in den Quellen, Nr 11^.
ö. Ignaz, siehe ebenda ^S. 119,
in den Quellen, Nr. 12 und l3.
o. Johann, siehe ebd. sS. 1l9
und 120 in den Quellen. Nr. 14, !3. 16.
Szabö, Joseph (I.) (Geolog und
Fachsckriftsteller. geb.zu Kalocsa
am 14-. MĂ€rz 1822). Sein Vater war
Hauptcaffier in Diensten des ErzbischofS
von Kalocsa. Die Gymnasialschulen
besuchte der Sohn in seinem Geburtsort,
die Philosophie und die Rechte hörte er
in Pesth. Neben seinen Berufsstudien
betrieb er fleiĂig alte und moderne
Sprachen, bildete sich in der Musik aus
und erlernte die Stenographie. Bald er«
langte er die philosophische Doctor«
wĂŒrde. Da ihn der Bergbau und die mit
diesem verbundene Geologie seit frĂŒher
Jugend interefsirten, bezog er nunmehr
die Bergakademie zu Scbemnitz. Nach
Beendigung des vorgeschriebenen Curses
trat er als k.Bergbeamter in den öffent-
lichen Dienst, und zwar zunÀchst in Zsar«
nocza, spÀter in FelsÀbÀ.nya. Doch nur
wenige Jahre war er in dieser Richtung
thÀtig, denn- schon 1849 erhielt er die
Professur der Mineralogie an der Pesther Hochschule. 1831 entsendete ihn das
Handelsministerium als Berichterstatter
zur Londoner Weltausstellung, daselbst
wurde er in die Ausstellungscommission
als Mitglied gewÀhlt und fungirte als
solches ĂŒber ein halbes Jahr. I n WĂŒr-
digung seiner Verdienste auf der AuS«
steilung 1862 wurde er am 10. Februar
l863 mit dem Ritterkreuze des Fran^
Ioseph'Ordens ausgezeichnet. Inzwischen
trug er neben seinem eigentlichen Lehr«
gegenstande, der Mineralogie, lÀngere
Zeit auch die Chemie vor und hielt ĂŒber
beides Sonntags unentgeltliche Vor«
trĂ€ge fĂŒr daS gebildete Publicum PesthK.
I n den Ferienmonaten machte er gröĂere
Reisen. Schon als Zögling der Berg«
bauschule zu Schemnitz hatte er Ungarn
nach verschiedenen Richtungen durch«
wandert und dabei vornehmlich die Erz»
statten und verschiedene Bergbaue dieses
Landes kennen gelernt; spÀter besuchte
er zu gleichen Zwecken einen groĂen Theil
Deutschlands und die Schweiz. Zugleich
war er als Fachschriftsteller thÀtig und
gab folgende Werke herauS: âZanz/c^
ssötÀ?-", d. i. Bergbaukunde (Pesth
1848), im Auftrage des Ministeriums
verfaĂt und zum Gebrauche an jedes
ungarische Bergamt gesendet; â »«^l/-
d. i. Notizen aus dem Bereiche der Mi-
neralogie und Chemie (London 185l)
eine Fruckt seiner im Auftrage der R>
gierung unternommenen Reise, zur Lon«
oner Ausstellung 1831; ^
. i. Magyarifirung in den Naturwiffei.-
'chafren und vornehmlich deren prak-
tische Bedeutung (Pesth 186l). wĂŒrd-
von der, ungarischen Akademie verlegr
und von dieser allen Pesther Buch-
)Ă€ndlern in Commission gegeben ' â
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon