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, Ladislaus 413 Ladislaus
gleicher Eigenschaft an das Gymnasium
zu Nagy-Bä.nya. 1790 aber gab er das
Lehramt auf. Nach beendetem Studium
der Rechtswissenschaften wurde er 4794
Vice-Notar des Biharer ComitateS und
Secretär bei dem Obergespan des«
selben, Grafen Samuel Teleki. Seine
Theilnahme an der Verschwörung deS
ungarischen Mönches Mar t inov ics
Md.. XVII , S. 30) im Jahre 1794
hatte seine Verhaftung zur Folge. Er
kam auf die Festung Kufstein, wo er
schon nach kurzer Zeit. erst 27 Jahre
alt, starb. Ueber Szabo's von Szent«
I ü b letzte LebenSperiode — nach seinem
Ueoeitritt aus dem Lehramte ins poli»
tische Leben — fehlen noch geschichtlich
beglaubigte Aufschlüsse. F e n y s r y«
Toldy '6 „Handbuch der ungarischen
Poesie" zeigt in der Skizze über Szent»
Iüb i an mehreren Stellen Gedanken«
striche, durch die Streichungen der vor«
märzlichen Censur veranlaßt, und bemerkt
am Schlüsse: Sändor's und Ndes'
Angaben über Ort und Jahr seines
Todes sind irrig", ohne aber den be>
treffenden Irrthum aufzuklären. Bereits
1787 trat Szabo im Wochenblatte
„Na^ar Uli2g." mit lyrischen Ergüssen,
die ein ganz ungewöhnliches Talent ver»
riethen. auf; auch schrieb er für den
j,0rpk6U8", das ,HtHß^2l'HtlIS6UtN"
außer kleineren Liedern etliche Aufsätze in
Prosa, darunter eine Biographie der
Königin Mar ia I. Eine Sammlung
seiner Dichtungen erschien wenige Jahre
später unter dem Titel :
öai", d. i. Ladislaus Szabö's
von Szent. I äb poetische Werke (Pefth
179l,8<>.) und eine zweite schön aus-
gestattete Auflage wurde dreißig Jahre
später (Debreczin 1820) veranstaltet.
Von seinen übrigen poetischen Arbeiten
v. Würz back. biogr.Lexilon. sind anzuführen: »^4. L<int^'Ha", d.i.
Die Binde, Stück in einem Acte und in
Versen, dann „Nat^as He>a?A va^ a
^ma", d. i. König Mathias oder die
Liebe des Volkes ist edler Fürsten Lohn
ein Schauspiel in drei Acten (Ofen 1792,
8o.). aus Anlaß der Krönung des
Kaisers FranzI . zum Könige von Un-
gärn gedichtet; davon erschien auch eine
deutsche Bearbeitung, ebenfalls zu Ojcn
gedruckt. Ein Kenner der ungarischen
Literatur, der schon verstorbene Pastor
Gustav Steinacker sBd. XXXVII,
S. 43^> schreibt über Szabo"S Dich.
tunqen: „Wir besitzen von Ladislaus
Szab 6 von Szent«Iäb einen kleinen
Band Liebeslieder, welche zwar das
strenge Metrum nicht annehmen, doch
folgte auch er hinsichtlich der inneren
Anordnung und der SchernaS seiner
Lieder, den leidigen Naturalismus der
volksthümlichen Schule (DugonicS,
Adam HorvHth, Guadanyi) ver-
lassend, den deutschen Vorbildern, ebenso
wie Radar? und Versöghy. Seine
Lieder sind demnach gut gedacht' Em«
pfindung ist darin mit naivem Humor
gemischt, und wenn dieselben auch nicht
immer melodisch genug siub, so fehlt
ihnen doch keineswegs ein eigenthüm»
licher Reiz". In neuerer Zeit nahm
Toldy die Gedichte Szaoä's von
Szent« Job in sein bei Gust. Hecken»
ast in Pesth 1860 u. f. verlegtes Sam-
meiwerk: „Olasgions iröi H rnaZ^ar
nsw.2Sw6k", d. i. Die classischen Schrift-
steller der ungarischen Nation, auf, und
sie bilden darin den achten Band der
vierten Serie.
d. i. Handbuch der ungarischen Dichtung von
der Schlacht bei Mob6cs bis auf unsere Tage
(Pesth 4553. Gust. Heckenast, gr. s<>.) Bd. I ,
3. April lSso.1 8
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon