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, Johann (III.) 120 S)llbä, Joseph (III.)
in San Francisco seßhaft. Als ihm nach
dem Umschwünge der politischen Verbältnisse
in Oesterreich im Jahre 1839 die Rückkehr
in seine Heimat ermöglicht wurde, kehrte er
dahin zurück und widmete sich der Oeko»
nomie. Im Jahre 1802 machte er dem Pesther
National'Museuui ein Geschenk von mehreren
ethnographischen und sonstigen Musealaegew
ständen, als von Bekleidungsstücken, Haus»
rath und anderen Sachen, deren sich die
Ureinwohner Amerikas bedienen und welche
er während seines Aufenthaltes in Califor»
nien gesammelt hatte. Wir nennen davon
einen Ast und ein Wurzelstück vom Grabe
Washington's. Die Blätter berichteten zu
gleicher Zeit, dah Szabä beabsichtige, nach
Californien zurückzukehren, wo er noch immer
ein Besitzthum habe. Oesther L loyd .
1862, Nr. 23. in der Rubrik „TageSneuig<
keiten".) — 16. Johann (III.) Szabo
(geb. zu Malaczka im Jahre 1805, gest.
1852). Im bischöflichen Seminar zu Tyrnau
erhielt er die theologische Ausbildung und
die Priesterweihe. Er wurde zunächst im
Lehramte verwendet, in welchem er ansang'
lich Mathematik vortrug. 1836 aber kam er
alS Professor der Dogmatik an die Pesther
Hochschule und von da 1845 als Domherr
und Almosenler nach Gran, wo er im Alter
von erst 47 Jahren vom Tode ereilt ward.
Durch den Druck veröffentlichte er nach»
stehende Schriften: «Nssrovstslok 28. 26-
I^oiu msß^o 1841 Ic! «.u3u.Lt. 23-6«, Ko2ott
Kat6r02at6lk", d. i. Bemelkungen über den
am 2ä. August 1841 gefaßten Beschluß des
löbl. Zohler Comitates (Pesth 1841); —
K02", d. i. Beilagen zu der Adresse des
löbl. Zalaer Comitates (Pesth 184l); —
„rälvüäßosjt«; i'oß?262sk Qü. NorLoä ins-
ß^snsk 1841-1^ svi Kisk222ou? liav«.
9ik ua^äQ Icölt kölisvsisi-s«, d. i. Eiläu.
ternde Bemerkungen über das Circular des
löbl. Borsoder Comitates äclo. 9. des Er»ite.
Monats 184l (Pesth 4843). ^or ietors.«
tis tdsoloßioas a.ui aä 0. l i . soisn-
orißins 2. 1635 aä auQUiQ 1858«« ovbr»,-
bantur (?e5tini 1859, Y-Mri^u, 8°) p. 27.
lNach dieser Schrift wäre Johann S.
Domherr in Großwardein gewesen und im
Jahre 183? gestorben.) — Nl 0 in 0 r i 2
LaLiUoas striFoniengis »nuo 1856, äis
31. ^.UKlisti ooussoratas (psstiui 1856,
et ll»8. Xo^ma, schm. 4<>.) p. 188 snach dieser schon 1852 gestorben^. — 17. Jo-
seph (II.) Szabo (gev. zu Raab in Ungarn
um 1740. gest. zu Neusohl am 2. April 1801).
Im Jahre 1761 trat er in den Orden dec
Gesellschaft Jesu. in welchem er nach Been.
digung seiner Studien die Priesterweihe er<
hielt, eben zur Zeit, als derselbe aufgelöst
ward. Er trat nun in den Weltpnesterstand
über, wurde Pfarrer zu Neusohl. dann Cere»
moniarius des Bischofs von Waihen und
zuletzt Dechant zu Besterczebänya. wo ihn
auch der Tod ereilte. Er liebte die Land«
wirthschaft und Obstzucht und war in dieser
Richtung schriftstellerisch thätig. So erschien
von ihm: »Oultur». psvouuw. üsuris Hbusis
MuLtrata« (I^rvaviae.. n A. Ofen. 1790);
da der damalige Kurfürst von Trier, wel-
cher diese Frucht vorzugsweise liebte, nach
Szab6's Anweisung die Cultur derselben
mit Glück pflegte, beschenkte er den Autor
mit fünfzig Goldstücken; — „Vät2i Fadona",
d. i. Waißener Getreide (Waitzen 1793, 80.),
wovon der bekannte Jesuit Mi t terp acher
von Mi t terburg sBd. XVI I I , S. 378)
eine lateinische Uebelsetzung unter dem Titel
„t'luw.sutnm Vaoionso" (VisnQkS 1793)
veranstaltete. Aber auch eine deutsche Ueber«
setzung: „Waihner Getreyde" (Waitzen 1793,
Ambroische Druckerei, 8«.) hat Mit ter-
pach er besorgt. Wir finden noch ein Werk,
als desscn Autor ein Joseph Szab6 be»
zeichnrt ist; es führt den Titel „Dogci-Iptia
vsläioi imvorii sx äti'kdouiä tum ot alio»
ru,N g-uetoruin «u,m i!!o ooinx^ratoruin ücio
oowVosita. Oouimontatio" (Heidelberg 1811,
Mohr). Dasselbe ist. wenn unser Szaoö
dessen Verfasser, ein posthumeS, oder von
einem anderen Joseph Szab<5 aeschrieden.
Letzterer Fall dürfte nach Jahr und Verleger
der wahrscheinlichere sein. ^siae^e^ sV/ciannes
saoiswtiij ^o«u (ViOnuas 1858, I,ox.»80.)
I). 345.^ - l8. Joseph (III.) Szabo'
(geb. in Ungarn 17. März 1805) Nach
Empfang der Priesterweihe am 30. September
1850 trat er, mit dem theologischen Doctor»
diplom ausgestattet, in die Seelsorge ein.
zunächst als' Caplan zu Ezolgye. dann alS
Pfarrvicar zu Udvär. Später wirkte er als
Lehrer in den Seminarien zu Nagy«Szom<
bath und Gran, wurde darauf Director der
erzbischöflichen Kanzlei in Gran, sodann
Domherr, weiterhin Weihbischof von Nico»
polis und ist gegenwärtig Domcustos des
Graner ErzbisthumS. Abt N.bl.V. äs Visrs,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon