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gung der Doctorwürde abgerechnet,
welche unter dem Titel: »Ds Mro uni»
verso" (Lemberg 1824) erschien, in,der
von Dr. Vinc. Aug. Wagner im Jahre
1843 begründeten und redigirten Zeit-
schrift für österreichische Rechtsgelchr»
samkeit und politische Gesetzkunde, und
zwar: , Kurze Beantwortung der Frage:
Ob nach dem polnischen Rechte Erbver.
träge giltig geschloffen werden können?"
ll827. Bd. I I , S. 83^. — „Beitrag
zur Begründung der Meinung, daß die
Gattin, welche mit der schriftlichen Be«
statigung ihres Themannes über den
Empfang des zugebrachten Heiratsgutes
im Concurse einen Beweis machen will,
auf bloßen Widerspruch des Masse-
Vertreters daS Datum der Beftätigungs-
urkunde außerhalb derselben beweisen
müsse" ft829, Bd.I, S. 107). Davon
erschien auch eine italienische Uebersetzung
in dem von Ol. 3. Fort is in Venedig
bei Anton ell i herausgegebenen ^6ior-
nais äi. ßiurisxruä.sli2g. 2U,3triHoa"
^Nd. I I , S. 310); — „Ueber das Vor-
stellungsrecht, insofern dasselbe auf den
Pfiichttheil der Tnkel und Urenkel be-
zogen wird, nach dem österreichischen
allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuche"
^834, Bd. I, S. 7l), auch dauon eine
italienische Uebersetzung im oben ge>
nannten «6iornHis« ^Bd. I I I , S. 100^
und ^Zwei CivilrechtSfalle" (einer über
die Löschung alter Haftungen) ^1829,
Bd. I I , S. 199 und l831 Bd. I I ,
S. 33). Auf rechtswissenschaftlichem
Gebiete behandelte er ausschließlich Erb-
rechtSfragen, sie lagen ihm am nächsten,
da er eben selbst in einen Erbschaft«,
proceß verwickelt war, der ihm viel
Sorgen bereitete und wohl auch nicht
unwesentlich zu seiner ruhelosen Stim«
mung beigetragen haben mag. Als Poet
kam er über den Zustand der Gährung nicht hinaus, er erinnert in seinen Ar-
beiten manchmal an Grabbe. Aber mit
unlaugbarem Talent verband er reiche
Phantasie, seltenen Schwung und eine
nicht gewöhnliche Kraft der Sprache.
In seinen bei den Mechitaristen in Wien
erschienenen Dichtungen befindet sich auch
die Uebersetzung eines Fragmentes von
Müller'S,Schuld".
N205Ki0PS<1iHHI>0^8«60l iQH, d. i.
Allgemeine (polnische) Encyklopädie (War«
schau 1866. Orgelbrand, gr. 8<>.) Bd. XXIV,
S. 523.
Ein Gmerich Szadbej , dem Dominicaner
orden in Galizien angehörend, war um das^
Jahr l?60 Prior im Kloster zu Bohorodczan
im Stanistawower Kreise, im Jahre 1782
zu Podkamien im Zloczower Kreise und
zuletzt. 1807, in Bar, wo er die <607 aus
Holz erbaute Kirche neu auS Steinen her,
stellen ließ.
Szafarik, Lldalbert. Ianko. IaroS.
law. Paul Joseph, siehe: ßafarik ^Band
XXVIII, S. 49 u. f.).
Szaguna. siehe: Schaguna. Tmerich
Freiherr von ^Bd. XXIX, S. 86).
Szaitz. siehe: Szeitz. 3eo.
Szajnocha, Karl (polnischer G e.
sch ichtg forscher, geb. zu Komarno
in Galizien am 20. November <8l8,
gest. zu Lemderg am lO., n. A.
l i . Jänner l868). Lohn mittelloser, zu
Komarno im Samborer Kreise ansässiger
Eltern. Der Vater, Üeche von Geburt,
war als Militärarzt nach Galizien ge«
kommen und hatte daselbst, in Privat»
diensle getreten, eine Polin geheiratet.
Die unteren Schulen besuchte der Knabe
in Sambor, dag Gymnasium in Lemberg.
Als Hörer deS ersten Jahrganges der
philosophischen Studien veranlaßte er
durch eine unbesonnene That seine Haft«
nähme und vieljährige polizeiliche Ver«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon