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y) Emerich 133 Emerich
Baron den Proceß. daS Dorf mußte ihm
zurückgegeben werden. Donar, der die
Bedrängniß der Stadt kannte, trat nicht
nur das Dorf freiwillig ab, sondern ent'
band seine Gemeinde auch von der
gerichtlichen Verpflichtung, den für das.
selbe empfangenen Kaufschilling an ihn
zurückzuerstatten. Auch sonst rühmt man
Donats Verhalten gegenüber seinen
Mitbürgern. Den verarmten Käsmarkern
war er ein treuer Beschützer und Noth.
Helfer, vielen von ihnen kam er bei Zeiten
zu Hilfe, daß sie nicht völlig zu Grunde
gingen. Als Kirchen.Infpector. welche
Würde er viele Jahre bekleidete, stiftete
er. wie sein Biograph berichtet: „zum
Wohl und Gedeihen der Kirche und
evangelischen Gemeinde in Käsmark un«
endlich viel GuteS".
Melzer (Jacob). Biographien berühmter
Zipsrr (Kaschau und Leipzig 1833, Ellinger.
8".) S. l44.
Noch ist erwähnenswerth Georg IV. Szak.
märy (gest. zu Ofen am 7. April 5524),
der im Jahre l»2t zum Erzbischof uon
Gran gewählt, als solcher starb. Er ver«
wendete sich — jedoch vergeblich — bei dem
Papste um Heiligsprechung deö Franciscaners
Johann Capistranus. dieses getreuen
Gefährten Johannes Hunyadi 's auf dessen
Zuge nach Belgrad und eifrigen Kämpfers
für den katholischen Glauben. I n seinem
Testamente hinterließ er 60.000 Stück Du»
caten zur Einlösung der ungarischen Festun«
gen. welche an Kaiser Friedrich I I I . für
die Herausgabe der ungarischen Krone ver.
pfändet waren. Diese Summe wurde jedoch
nicht zu erwähntem Zwecke, sondern zum
Kriege gegen die Türken verwendet.
Oompsuäio äati (^rnaviae 17S8. kl. 8".).
Näitio Hltsi-a, ?2rs II, p. 3l—38. —
Nsmoria, Lasilioas strjgouisnsis anuo
1836 äis 3l. ^.uzusti oonssoi-atas (?sstiui
1856, 3. Lsims! ot Vk5. Iv02lQ^ LLdm. 4«.)
I». 84, Kr. 48.)
Szalay, Emerich (gelehrter Theo«
log, geb. zu Steinamanger im Eisenburger Comitate am 2. November
1787, gest. zu Veszprim im Jahre
4848). Mit dem berühmten Historiker
Lad is laus von S z a l a y , dessen
Lebensskizze Seite 136 folgt, nicht ver-
wandt. Das Gymnasium und die theo«
logischen Studien beendete er in seinem
Geburtsorte, wo er auch die Priester-
weihe empfing. Hierauf übernahm er
für einige Zeit die Leitung des bischöf«
lichcn Seminars. Bald erlangte er die
philosophische Doctorwürde und als er
spater auch das theologische Doctorat
erworben hatte, wurde er Professor der
Dogmatik am bischöflichen Lyceum seiner
Vaterstadt. 48W vertauschte er dieses
Lehramt mit einer Pfarre, von welcher
er 48i7 schied, um als Lehrer der Moral-
und Pastoraltheologie und der höheren
Erziehnngskunde wieder am bischöflichen
Lyceum zu wirken. Er that dies in er»
sprießlichster Weise bis 1823, in welchem
Jahre er den Concurs um die Professur
der Pastoraltheologie, Katecbetik und
Homiletik an der Pesther Hochschule so
glanzend bestand, daß ihm diese Stelle
verliehen wllrde, welche er bis zu seinec
im Jahre 1834 erfolgten Ernennung
zum Domherrn von VeSzprim versah.
Letztere Würde bekleidete er bis zur
Stunde, da er das Zeitliche segnete.
Szalay hat auch Einiges durch den
Druck veröffentlicht, und zwar anlaßlich
seiner theologischen Doctorpromotion:
(Pesth 1816)-, — dann „
2 F d. i. Trauec
über das Ableben des Bischofs von
Steinamanger Leopold S o m o g y i
(1822, 4".). es ist derselbe, welcher die
Rede über den wunderbaren Blutschweiß
des gnadenreichen Marienbildes in der
Raaber Domkirche gehalten und drucken
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon