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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 142 -
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Seite - 142 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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Ladislaus selben auch nicht eben zur Ehre gereichen, so schänden fie deshalb noch immer nicht das Andenken eines Mannes, der durch viele Thaten und Werke sein Andenken groß und unvergeßlich gemacht hat. Und daS Verschweigen dieser That von Seite seiner Biographen ist — wenn fie von den Briefen Kenntniß hatten — ein ungehöriger Act und keineswegs gerecht« fertigt durch die Methode des Geschichts. schreiberS, alleS Licht in Licht zu malen, wo sich doch Anlaß findet, eS auch Grau in Grau zu versuchen. Einstweilen blieb Szalay am Züricher See und versenkte sick, um die trüben Gedanken an die Gegenwart zu verscheuchen, in die Ge« schichte der Vergangenheit seines Volkes, die er nun zu schreiben sich anschickte. Rasch förderte er seine Arbeit. Mitte August 1s3i war der erste, in der ersten Hälfte 4832 der zweite Band stie Titel dieser und der anderen Schriften Szalay's folgen auf S. 143 und 144) des Werkes vollendet. I n der Vorrede zu demselben lautet eine Stelle: „Ich führe dem Kreise meiner jungen Freunde die Ahnen vor, deren Tapferkeit dieses Vater« land eioberte, deren Weisheit eS behaup- tele, deren Fehler eS in Gefahr stürzten, die es aber wieder aus der Gefahr er« retteten durch unverzügliche Bezwingung der widrigen Verhältnisse, wenn eS sein tonnte, um den Preis langwieriger Leiden mit Geduld und Ausdauer, wenn es sein mußte". Er lebte mehrere Jahre in der Schweiz, wo sein Name bald be« kannt und er sogar von nah und fern in wichtigeren Gesetzgebungsfragen zu Rathe gezogen wurde, so von Baden, dem eidgenössischen CantonWallisu. s.w. Im Jahre 1833 aber führte ihn das Heimweh in das Vaterland zurück, das seinen berühmten Sohn mit offenen Annen empfing. Daselbst arbeitete er an seinem Geschichtswerke weiter, die reichen Quellen studirend, die ihm die Heimat gewährte. Die Benützung des k. k. Hof» und Staatsarchivs wurde, ungeachtet die ungarische Akademie sich für ihn ver« wendete, ibm nicht gestattet. So meldet sein Biograph Falk. Wir fügen dem hinzu: dieö war keine gegen Szalay speciell gerichtete Maßregel, dies geschah zu jener Zeit auch anderen Gelehrten, die in keine Revolutionsaffairen verwickelt waren' die Oeffnung der Pforten in die Geheimnisse der Archive erfolgte erst einige Jahre später, und werden die« selben heute auch von jenen Historikern gar häufig benützt, welche zum Danke dafür auf Grund österreichischer Archivs« quellen die österreichische Geschichte fal« schon. Wohl aber hängt eine andere Thalsache mit seinem Verhalten in den Jahren 1848/49 zusammen: er wurde, obwohl vorgeschlagen und empfohlen, nicht in die kaiserliche Akademie der Wissenschaften gewühlt. Man gab als Grund dieser Ablehnung an, oaß, nach« dem Graf Emil Dessewffy refignirt habe. man daraus schließe, ungarische Gelehrte seien überhaupt gegen die kai« serliche Akademie eingenommen. AuS seinem stillen Gelehrtenleben in den Vordergrund trat Sza lay , als mit den veränderten politischen Verhältnissen Oesterreichs 1861 auch daS parlamen« tarische Leben in Ungarn zur vollen Gel« tung gelangte. I n diesem Jahre trat der denkwürdige Reichstag in Pesth zusammen, in welchen er auf Empfehlung seines Freundes Eötvös zum Abgeordneten der Pesther Leopoldstadt gewählt wurde. I n der Berathung darüber, ob die nach Einberufung des Landtages an den Kö» nig von Ungarn zu richtende Ansprache in Form einer Adresse, eineS Be« schlusseS oder eines Manifestes zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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