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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 146 -
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Seite - 146 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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Aawy, Ladislaus 146 ) Ladislaus unersetzlichen Verlust, der diese, die Gattin und die Gesellschaft getroffen, auszudrücken. Vom Fenster deS Akademiesaales flatterte seit dem 18. Juli die Trauerfahne. II. Porträte. 1) Unterschrift- ,,82^25^2216". Im ^VkLäi-nkpi u^ß«, 1856. Nr. 22 sMöner Holzschnitt ohne Angabe des Zeichners und Xylographen). — 2) Holzschnitt ohne Angabe des Zeichners und Xylographen, in «UasMr ii-ök ai-o2ksi>6i 62 s1btla.i25i", S. 63. — 3) Lithographie auf einem großen Gruppen« bilde, betitelt: «^3>'ar ir6k ai-cnkspcLai'. nok2 583?«. — 4) Lithographie in «^2 0^2263 tiikro", d. i. Reichsspiegel, 1864, Nr. 22 sals Büste, das Antlitz trägt sicht» bare Spuren des Leidens). — 5) Stahlstich. L. Iacob i 30. Druck von F. Karg! (Win, 8".) schönes Blatt, Exemplare vor der Schrift selten). — 0) Unterschrift: «822125 I.:iL2!o«. Marastoni Ios. 1862 ^ith ). — 7) Lithographie nach dem Leben, von Maler Canzi. Kniestück (gr.'Fol.). — Außerdem erscheint Szalay noch auf verschiedenen lithographirten und im Holz. schnitte ausgeführten Gruppenbildern, bald mehr, bald weniger ähnlich. Der Iacobi'» sche Stich steht über allen. III. SMay's Bestattung. An dieser betheiligten sich alle Stände der hauptstädtischen Bevöl« kerung in unübersehbarer Menge. Erzbischof Lonovics. auch Mitglied der königlich ungarischen Akademie, vollzog persönlich den kirchlichen Act der Einsegnung, die Aka» demiker umstanden in ungarischem Gala- kleide den Sarg. dessen einzigen Schmuck zwei Lorbeerkränze bildeten, deren einen ein Leipziger Buchhändler in sehr sinniger Weise dargebracht. In den Straßen, durch welche der endlose Zug sich bewegte, wehten von den Fenstern Trauerfahnen und alle Laden waren geschlossen. I n der Mitte der Kere» peserstrahe wurde der Sarg zum zweiten Male eingesegnet, und dann ging es unauf» gehalten dem Friedhof zu. IV. Szalay's Schreibtisch in der Bibliothek des Nationalmuseums zu Pefth. In der ge. nannten Bibliothek ist der Schreibtisch, an welchem Ladislaus Szalay neun Jahre hindurch fast taglich gearbeitet hat, zum Andenken an den Gelehrten mit dessen be» kränztem Bildniß geschmückt und mit einer entsprechenden Inschrift versehen worden. V. Grabdenkmal. Szalay liegt auf dem Friedhofe vor der Kerepeser Linie bestattet. Sein Grad bezeichnet ein schlichter, acht Fuß hoher GranitobeliSk, auf welchem unter einem reichvergoloeten Kreuze folgende ein« fache Inschrift angebracht ist: I.ä22l6 82ÜIstett 1813 ^prMs 18., 1864 Julius 17. (d. i. Ladislaus Szalay. geb. am 18. April 1813. gest. am l?. Juli is64). Dteser Obelisk wurde am 21. Oc. tober 1864 aufgestellt. Ob daS eiserne Gitter, mit welchem Szalay'S Grab und Denk« stein umgeben werden sollte, ausgeführt worden, ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt. VI. Szalay's Duste. Der Stuhlweißenburaer Casinooerein hatte beschlossen, die lebens< große Büste Szalay's anzukaufen in der Vereinsbibliothek aufzustellen und ein volles Jahr hindurch mit einem Trauerschleier zu verhüllen. VII. Aranyos Kikay's Charakteristik Szalay's. In jedem Worte zutreffend ist die politische Charakteristik, welche dieser geistvolle Pam« phletift von Sza lay entwirft. Wir setzen sie darum auch ihrem vollen Wortlaute nach Hieher, den Landsleuten des Verblichenen ins. besondere die Schlußstelle derselben ans Herz legend. AranyoS Käkay schreibt.' „Wie wir in der hervorragenden staatsmännischen Capacitär Dessewffy's sowohl auf dem Felde unserer Nationalökonomie als auch auf dem politischen Gebiete einen unersetz« lichen Verlust erlitten, so lieh Ladis laus Szalay eine nicht minder unausfülldare Lücke in unserer Literatur und im Secreta» riat der Akademie zurück. Damit will ich nicht gesagt haben, daß L a d i s l a u s S z a l a y als Politiker unbedeutend s,e< wesen; es hätte dies um so weniger Sinn, als Sza lay der Politiker und Szalay der Schriftsteller nicht von einander zu trennen sind Derselbe Sza lay , der die Ideen, Principien und Theorien des parla» mentarischen Repräsentatiufystems theoretisch entwickelte, illustrirte dieselben auch pral» tisch in seinem Buche der „Staatsmänner und Redner" und übte sie als Redner und Gesetzgeber aus. Ks ist wohl wahr, daß zwischen dem Szalav vor 1843 — obwohl er ftüh gereift, ernst und vielleicht nie „jung" war — und dem Szalay nach 1860 dennoch ein großer Unterschied bestand
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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