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i) Franz Xaver
übend. 4802 berief ihn Felix Graf 3 u
bienSki als Erzieher in sein Haus.
Noch in demselben Jahre wurde Sza
niawski zum Ehrencanonicus von
Kielce ernannt, und nachdem er sich
1803 einem Concurse in der Krakauer
Diöcefe unterzogen hatte, erhielt er die
Probffei zu Wiskitka. von wo er 4807
nach Grodzisko kam. Nun führte er
kurze Zeit die Geschäfte eineSRegierungs-
Commiffars im Gebiete von Sochaczew,
dann bis 1808 jene eines Secretars in
geistlichen Angelegenheiten im Ministe-
rium der Justiz. Darauf wühlte ihn die
Gesellschaft der Warschauer Wissenschaft^
freunde zum Mitglied, und im Jahre
1809 erfolgte seine Ernennung zum
Domherrn der Warschauer Kathedrale.
Nachdem er noch an der Hochschule zu
Krakau das Doctorat der Rechte erlangt
und die Gelehrtenakademie daselbst ihn
unter ihre Mitglieder aufgenommen
hatte, wurde er 1816 Mitglied der
höchsten Erziehungscommission und 18l8
Professor der Rechte an der Universität
in Warschau, in welch letzterer Stellung
er bis zu seinem Tode verblieb. Neben
diesem Amte bekleidete er noch mehrere
andere, so im Jahre 1820 das eines
CensorS, während der Administration
des Warschauer ErzbisthumS durch
Bischof Wol low icz das des Suffra»
gan, dann jenes deS General'OfstcialS
der Warschauer Erzdiöcese und nach dem
Tode Skarzew Ski'S die SteFe des
Administrators derselben. Seine Wirk«
samkeit als Priester und Lehrer war eine
äußerst verdienstliche. Zur Zeit seines Er-
zieheramtes im Haufe des Grafen Felix
Lubienski , damaligen Ministers der
Justiz, erregte er in diesem den Ge-
danken, eine RechtSfchule in Warschau zu
gründen, und trug dann auch am meisten
dazu bei, daß dieselbe ins Leben trat. .1 Aamawski) Franz Taver
Als Schriftsteller auf dem Gebiete der
Rechts« und Staatswiffenschaften und der
Homiletik entwickelte er eine ungemein
große Rührigkeit, und sind von ihm
folgende theils im Buchhandel erschienene,
theils in gelehrten Fachwerken abge»
druckte Arbeiten zu verzeichnen: „H^<Fs/bs
s^lm'inz,/ramauHHl", d. i. Französischer
Civil-Coder. 1. 2. und 3. Buch (War.
schau 1807 und 1803; viele Auflagen:
die 3. mit Anmerkungen 1810; die 3.
zugleich mit französischem Originaltext
und lateinischer Nebersetzung 1813; die
6. 1839 und zugleich lateinisch: „Ooäsx
L, 1il)ri 3" / — 5,07^a?2,?'2a<?^/a
ganisation der Notare und Rechtsschulen
(ebd. 1807); - , 0 ^
s/s
d. i. Von der nöthigen Vorbereitung
zum Studium der Rechte (ebd. 1810):
— „AwaFl o HA?oi?ses", d.i. Betracb-
tungen über die Hypothek (^owicz
1810); — ,,() «7-ssckniHaa/^ d. i. Von
den Beamten (Warschau 18l0); —
„ o T^KHSsnz'k z' 7-a^2!<3Nl'?ö", d. i. Vom
Negieren und Berathen (ebd. l81l)); —
„O ^«eoasH HanH?c>20l/5/l") d. i. Von
den Handelsrechten (ebd. 18l0)'. —
d. i. Wie die Paragraphe des Ooäe
poison über die Ehescheidung ;u
verstehen sind (ebd. 1811); —
d. i. Predigten anläßlich der
Andacht über das Leiden Christi ge-
halten in der Fastenzeit (ebd. 1806); —
d. i. Kanzelreden, gehalten
beim Gottesdienste an der k. Universität
in Warschau (Breslau 1827); — ^ a -
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon