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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 153 -
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Seite - 153 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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S)aniauiski) Joseph Calasanz 433 S^aniawsk^ Joseph Calasanz nach beendeter Vorlesung im Kollegium den vor der Pforte seiner harrenden Wagen und fuhr nach Rom, von wo er genau zur Stunde, der Eröffnung der Vorlesungen wieder in Warschau eintraf. Vermögen hinterließ er wenig, denn frei- gebig und mildthätig, wie er war, hatte er sein Einkommen meist unter Arme und Bedürftige vertheilt, das übrige aber zu wohlthätigen Zwecken verschrieben; seine aus rechtswissenschaftlichen Werken be> stehende Bibliothek erhielt die War- schauer Hochschule. I n früheren Zeiten' war er oft und weit gereist, er hatte im Jahre 180! Wien besucht, 4810 in Frankreich, 4820 im nördlichen Deutsch- land und kurz vor seinem Tode auf der erwähnten Reise nach Rom auch in Italien sich umgesehen. Er war ein Pole und Geistlicher aus der guten alten Zeit, der für einen geistvollen Autor eine vortreffliche Charakterstudie böte. 'N'KNL. Kok <83l, d. i. Gelehrte Zeitschrift des Graf OssolinSki'scketi Institutes. Jahr« gang 1831 (Lemberg, 8».) Bd. I I , S. 113. „O 25'eiu. i pismkcd, IV X^vereFo 822.- /i'2!^ , IliLtorvn. literatur? polskie^, d. i. Geschichte der polnischen Literatur (Warschau und Wilna 1814, Zawadzki und Comp., 8°.) Bd. I I , S. 280. 287. 2V3, 294 und 388. Szanillwski Joseph Calasanz (pol. nischer S taa tsmann und philosophi- scher Schri f tstel ler, geb. zu Kai» var ia Zebrzydowska, einem be> rühmten Wallfahrtsorte im Wadorvicer Kreise GalizienS im Jahre l764. gest. in Lemberg am 16. Mai 4843), Es ist eine eigenthümliche Fügung, daß Szan iawsk i , der auf österreichischem Gebiete das Licht der Welt erblickte und die Augen für immer in der Landes- Hauptstadt Galiziens schloß, doch in der ganzen übrigen Zeit seines thätigen Lebens dem Kaiserstaate entrückt blieb, wenngleich seine gelehrten Arbeiten auch im österreichischen Antheil Polens ihre Würdigung und ihre Verehrer fanden. Nur die Kinderjahre brachte er in dem Wallfahrtsorte zu. den jahrlich über 300.000 Pilger zu besuchen pflegen, dann kam er auf die Schule zu Kalisz und beendete seine Studien an der Uni» verfität Breslau, wo er rechts» und staatswissenschaftliche und philosophische Vorträge der besten Schüler Kant 'S hörte. Nachdem er zunächst das Amt eines Gerichts-Commifsärs in der Woj. wodschafc Kalisz verwaltet hatte, leistete er zwei Jahre Kriegsdienste in einem na» tionalen Nener'Regiment unter General t^uby. Erfüllt von dem Gedanken, wie sehr sein Vaterland Reformen bedürfe, nahm er ernstlich Theil an den Ereig« nissen des Jahres 4794 in Warschau, diente darauf in den polnischen Legionen, welche bei der französischen Armee in Italien standen, und später in dem zu Paris befindlichen AuSwanderungs-Co« ! mitö. wo er fich zugleich mit allem Eifer an den öffentlichen Angelegenheilen Fiankceichs betheiligte. Bald aber begab er sich nach Warschau, wo ihn die eben erst ins Leben getretene Gesellschaft der WiffenschllftSfreunde sofort in ihren Schooß aufnahm. Nach Errichtung der höchsten administrativen Kammer für das Königreich Polm wurde er als Mit. glied in dieselbe berufen und schon im folgenden Jahre zur Direction der Iu , stizabtheilung übersetzt und nach Berlin entsender. um daselbst die Acten, Pläne, Urkunden, überhaupt alle Archivalien zu übernehmen, welche auf das eben neu» geschaffene Herzogthum Warschau Bezug hatten. Zum Danke für die glückliche Lösung dieser Aufgabe erhielt er die
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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