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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 154 -
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Seite - 154 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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i) Joseph Calasanz Szaniawski) Joseph Calasanz Stelle eines königlichen ProcuratorS am Cassationshofe, auS welchem er 1811 krankheitshalber schied. Zwei Jahre später, zur Zeit, als die rufsiche Armee in das Herzogthum, von demselben Besih nehmend, einrückte, wurde er vom Cen tral'Comitö deS Departemental»Rathes in das Hauptquartier entsendet, um da> selbst die Interessen der Nation wahrzu> nehmen. Darauf fungirte er als Mit- glied des Comitös in dem für das Land eingesetzten Reformrathe. Beim Zusam menttitte des Wiener Congresses im Jahre 1813 befand er sich in der eigens für denselben gebildeten und unter den Vorsitz des Barons Anstett gestellten Commission, welche die polnischen und sächsischen Interessen zu berücksichtigen hatte. Nach Errichtung des Königreichs zum Referenten im Staatsrath, dann zum obersten Secretär in der damaligen Verwaltung, schließlich zum Referenten und obersten Secretär der allgemeinen Standeversammlung ernannt, verblieb er in letzterer Stellung bis zu seiner Ende 1816 erfolgten Erhebung zum Präsidenten der General . Procuratur des Königreichs Polen. Im Jahre 1824 wurde er Staalsrath und Gemrol> director der UnterrichtSablheilung in der stoatscommifsion für Unterricht und Cultus. Präses der Gesellschaft zur Ab- fafsung der Elementar« Unterrichtsbücher und zugleich Leiter der Censur. Im Oc- tober 1830 reiste er nach Wien, wo ihn die Kunde von dern am 29. November ausgebrochenen Aufstand traf. Erst im November 1831 kehrte er inS Land zurück und fungirte als Mitglied des speciellen Kriminalgerichtes, welches im Proceß der von der Amnestie Aus. geschlossenen den Urtheilsspruch zu fällen hatte. 1833 erfolgte seine Berufung in den Staats, und Erziehungsrath. 1839 bat der 73jährige Staatsmann um Ent« Hebung von Amt und Würden. Vier Jahre spater starb er, 80 Jahre alt, zu Lemberg. Neben seiner wechselnden und vielseitigen Verwendung im Staats- dienste wußte er noch immer Muße für wissenschaftliche Facharbeiten zu erüb» rigen, und sind von ihm folgende Sckriften erschienen: , d . i . Was ist die Philo- sophie, etwelche Gedanken, die zur Verständigung rücksichtlich der Antwort auf diese Frage dienlich sein können (Warfckau 1802); — „0 d. i. Von den vorzüglichsten Moral- Systemen deS Alterthums (ebenda 1803. 8".)'. — nag ", d. i. Das System deS Christen- thums kurz dargestellt und gleichsam eine Fortsetzung des Werkes über die Moral« systeme des Alterthums (ebd. 1803. 8".); ist auch im zweiten Bande der Jahr« bücher der Gesellschaft der WissenschaftS« freunde abgedruckt; — ^ clo d. i. Ein Blick auf die Geschichte der Philosophie von der Zeit ihres Verfalles bei den Griechen und Römern biS zur Epoche des Wiederauflebens der Wissen- schaften, dienend gleichsam als Ueber- gang von der Darstellung der älteren Sittensysteme zur Entwickelung der neueren (ebd. 1804. 8".); —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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