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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 155 -
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i) Joseph Calasanz S^aniawski) Joseph Calasanz d. i. Freund« schaftliche Rathschläge für den jugend» lichen Schätzer der Wissenschaften und der Philosophie, der einen sichereren Weg zur wahren und höheren Aufklärung zu finden bestrebt ift (ebd. 4803, zweite AuflageLemberg 1823), Szaniawski 's seinerzeit am meisten geschätzte Arbeit; — 5 O d. i. Von der Natur und dem Zwecke der gesellschaftlichen Einrichtungen; eine Darstellung in kurzen Winken den Weg zu einer tieferen Auseinandersetzung zei. gend (ebd. 1808); — «H/owa )!", d. i. Rede von dem Geiste der Claffik und Romantik im Hinblick auf den der Philosophie (ebd. 4822); — „I^Hnaia (?z/F?-A'ana, Oo^sösKesLo", d. i. Gedächtnißrede auf Cyprian Godebski (1809). Klei- nere Abhandlungen erschienen in dem von Z i e m y c k i redigirten „Pilgrim" ), als z. B. ", d. i. Vorbereitende Erwägungen zur polemischen Philosophie in den polnischen Zeitschriften sl842); — „Vranä? ns^^Fso", d. i. Die höchsten Wahrheiten sebd.^ u. a.; die Gesellschaft der WiffenschaftSfreunde ver- öffentlichte im Jahre 1807 seine und anderer Gelehrten Korrespondenz in den eine Darstellung des polnischen Landes und Volkes betreffenden Materien. Fer> ner übersetzte er Kulk iörs 's NiLtoirs äs 1'g.n2ro1ii2 äs kologns st än ää- rasrQror6rllsnt äs ostto röpnblicius, wovon jedoch 1803 nur der erste Band im Druck erschienen ift. Auf Anre< gung der Gesellschaft der Wiffenschafts. freunde bearbeitete er ein Handbuch der Logik in polnischer Sprache und beschäl» tigte sich überdies mit einer Geschichte der polnischen Legionen, doch sind beide Arbeiten ungedruckt geblieben. S z a- niawski ift verschieden beurtheilt und in nicht geringem Maße verlästert worden. Der Umstand, daß er in seinen letzten Lebensjahren Pietist und ein An Hänger der Jesuiten wurde, hat den Blick Jener getrübt, welche über scine ganze Wirksamkeit abfällig urtheilen. Unzweifelhaft steht auch fest, daß er durch seine Reise nach Wien im October 1830 der Revolution aus dem Wege gehend, auf neutralem Boden den Aus» gang abwarten wollte, um dann Stel» lung zu den Ereignissen zu nehmen. So theilte er das Schicksal aller bedeuten» deren politischen Charaktere, die. in wild aufgeregten Zeiten gesellschaftlicher Er» schütterungen zu wirken berufen, von dem Giftzahn der Schlange: Oeffentlicbö Meinung, begeifeit werden. Ist dann die Zeit gekommen, in welcher ein ru> higer unbefangener Blick das Chaos überschaut, so wird auch diesen Männern, die demselben einen Damm zu setzen be- müht waren, wieder ihr Recht. S z a- niawski war der Erste in Polen, den die Werke Kant's und Fichte's auf die Erforschung der Principien der neueren Philosophie führten. Leider wurde er durch die Wirren seiner Zeit für Jahre der wissenschaftlichen Thätig, keit entzogen; aber auch im öffentlichen Dienste leistete er Bedeutendes, und wo immer er Partei nahm, er stand ernst und entschieden zum Rechte. Als ' er eneraldirector des Schulwesens im Ministerium des Unterrichts war. wurde der öffentliche Unterricht in allen Zweigen erweitert, die höheren Lehranstalten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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