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i, Johann Felix 188 S5 anist 6
Teschen (Teschener Unterhaltungsblatt, 4".)
<0. Mai l836. Nr. t9: ^Vieäu^ 8tuäent",
d. i. Der arme Student.) — 2. Constantin
Prokop Szaniawöki (geb. 1?l4. gest.
2l. December 1730) gehörte gleichfalls dem
durch seine gelehrten und um das Unter«
nchiswesen viel verdienten Männer einfluß«
reichen Orden der frommen Schulen an und
trug an verschiedenen Collegien desselben in
Halizien und Polen lateinische Sprache,
Geschichte. Geographie und zuletzt theolo«
aische Disciplinen vor. Von seinen Schriften
ist erwähnenswerth das lange Zeit in polni»
schen Schulen gebrauchte Handbuch: ^<3ec>-
xrüü^s. äia uö^tku. mtog-ik^", d. i. Erd«
beschreibung zum Gebrauche für die Jugend
<3emberg 1748. s".). — 3. Dominik Sza«
n iaws l i. Wohl aus der Familie der Vori«
;;en. Er widmete sich als Dominicaner
gleichfalls dem beschaulichen Klosterleben.
Das Bisthum Baku in der Walachei wurde
t)on den polnischen Königen in der Weise
besetzt, daß Franciscaner und Dominicaner
abwechselnd die Reihe traf. Nach dem Tode
des letzten Bischofs Karwosiecki aus dem
Franciscanerorden berief nun König Sta«
nis law August den Dominicaner D om i<
li it Szan iawsk i auf den erledigten Bi<
schofstuhl. Aber es blieb blos bei der Ernen<
nung, denn mittlerweile brach die Republik
zusammen und mit ihr das Bisthum, so daß
der Ernannte nicht mehr in der Lage war,
sein oderhirtllches Kirchenamt anzutreten.
Er starb im Dominicanerkloster zu Lublin
im Jahre <795. — 4. Johann Felix S z a>
niawski (gest. um daS I . l 735) erhielt seine
geistliche Ausbildung an verschiedenen theo»
logischen Anstalten in Galizien, wo er auch
an mehreren Orten der Seelsorge oblag, bis
,r als Suffragan, und zwar als Weihbischof
von Kaps zur Lemberger Metropolic kam.
Im Jahre l?24 zum Bischof uon Chelm
ernannt, wurde er zugleich Coadjutor des
Lemberger Erzbischofs Starb ek. In dieser
Stellung erfolgte seine Ernennung zum Bi<
schof von Wilna, aber die Lithauer machten
ihm als einem Anhänger der Krone dieses
Kirchenamt streitig, und ehe das päpstliche
Vrere mit der Bestätigung in Lemberg ein»
traf. starb Szaniawski . Er war ein
berühmter Kanzelredner und mehrere seiner
bei verschiedenen festlichen Anlässen aehalte«
nen Predigten erschienen auch im Druck,
und zwar die berühmteste derselben anlaßlich
der t?34 nach Augusts I I . Tode beginnen« den Königswahl, zu Krakau im genannten
Jahre. — 5. Joseph Szan iawsk i (geb.
l709. gest. zu Kratau 4. September 1762).
berühmter Prediger seiner Zeit, aus dem
Orden der frommen Schulen, in welchen er
schon in jungen Jahren eintrat. I n den
- Schulen desselben lehrte er in Galizien und
Polen lange Zeit Grammatik. Poetik. Rhe.
torik und Theologie, dann wurde er Predi»
ger und Vice<Nector. Erst 33 Jahre alt.
starb er als Rector von Piotrkow zu Krakau.
Mehrere seiner bei verschiedenen Festen und
sonstigen Anlässen gehaltenen Kanzelreden
erschienen zunächst einzeln im Druck, dann
aber kam eine Sammlung heraus, unter dem
Titel: „X»2knia uü äwißtn, cloroc^ne", d. i.
Predigten für die Festtage des Jahres (<732,
4«.), welche sich durch ihren Inhalt und
schöne Sprache auszeichnet.
Szanislö, Franz (Bischof von
Großwardein, geb. zu Ste ina m ange r
im Eisenburger Comitate Ungarns am
2. August 4792, gest. in W i e n im
Capucineikloster 13. December 1869).
Der Sproß einer ungarischen AdelSfami.
lie, welche vormals den Namen Go m»
boS führte. Nachdem er das Gymna-
sium sowie die philosophischen Studien
in seiner Vaterstadt beendet hatte, kam
er im Jahre 18()9 als Zögling in das
Pesther Central.Seminar, in welchem er
den theologischen Studien mit Auszeich«
nung oblag. Darauf wurde er von
seinem Bischof Leopold S 0 m 0 gy i
^Bd. XXXV, S. 296. Nr. 4^> nach Wien
geschickt, damit er an dem Augustineum
daselbst die höhere theologische Ausbil»
düng erlange, den strengen Prüfungen
sich unterziehe und daS Doctorat erwerbe.
Mit demselben ausgestattet, kehrte er
zwei Jahre später nach Steinamanger
zurück, wo er, im December t8t3 zum
Priester geweiht, bis l8 l6 als Studien-
Director im Seminar wirkte. Im letzte-
ren Jahre wurde er mit königlichem
Decret in daS damals in Wien errichtete
geistliche Institut Presbyterianum (Paz.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon