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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 159 -
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Seite - 159 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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159 Szanislä maneum?) aufgenommen, indem er gleichzeitig die von Seiner Majestät dem Kaiser erbetene Erlaubniß erhielt, in der ungarischen Hofkanzlei zum Dienste zu- gelassen zu werden, um sich mit dem Geschäftsgänge in derselben vertraut zu machen. Da er überdies eine nicht ge» wohnliche Rednergabe besaß, ward er im Jahre 4818 dazu auserseben, die Fest- predigt am Geburtstage des Kaisers Franz I. zu halten. Das Gleiche ge« schah am St. Stephanstag, und seine Rede zur Feier desselben erschien unter dem Titel: „Z^z/Hasi öss^ci a Hs?'Ss2?6N^ Hasa/ls^?^" auch im Drucke. Im Jahre 4319 ging er auf den Ruf seineS Bischofs nach Steinamanger zurück, wo er zunächst an der Seite seines Oberen in der Seel- sorge wirkte, dann aber das Lehramt der Kirchengeschichte und des Kirchenrechtes im Seminar versah, bis er 1830, ohne einen Concurs gemacht zu haben, zum Professor der Theologie und Kanzel» redner an der Pesther Hochschule ernannt wurde. I n dieser Stellung schrieb er das Werk, das seinen Namen in theologischen Kreisen in ehrenvoller Weise bekannt machte: «, rarr.68 IV (Pesth 1822). Sein Rednertalent war so anerkannt, daß er 1833 eigens nach Wien berufen ward, um daselbst, wie vor fünfzehn Jahren, am St. StephanStage die Festpredigt zu halten. Das nächste Jahr sah ihn als Ehrendomherrn in Steinamanger. 1833 hielt er anläßlich der zu Ehren des Kai« sers Franz in Pesth gefeierten Eiequien in der Universilätskirche die Gedächtniß« rede. Noch im December deSselbenIahres wurde er Domherr in Großwardem, 1839 Abt zum h. PetruS in Cholt und 1844 serbischer Bischof. Bald darauf erfolgte seine Ernennung zum Rath m der ungarischen Statthalterei. deren Auf. lösung im Jahre 1848 ihn seines AmteS verlustig machte. Als die Revolution auSbrach, zog er sich in das Franciscaner- kloster zum h. Capistran in Pesth, nach einiger Zeit aber in jenes zu Maria. Enzersdorf nächst Wien zurück. Aus der Stille des Klosterlebens trat er wieder hervor, als er 1830 vom Kaiser auf den bischöflichen Stuhl von Großwardein berufen wurde. 1833 erhielt er den Titel eines wirklichen geheimen Rathes. Am 1. November 1868 resignirte er auf seine bischöfliche Stelle, nach einer Mittheilung des „Neuen Wiener Tagblattes": „frei» willig, wie eS im officiellen Style hieß, moralisch gezwungen, wie Andere wissen wollen". Als Kirchenfürst hinterließ er das Andenken an eine allseitig segens« volle Thätigkeit. Er kannte wie Wenige die Bedürfnisse der ungarischen Kirche, denen er mit allen ihm zu Gebote stehen» den Mitteln Rechnung zu tragen bemüht war. Als Domherr von Großwardein gründete er das ungarische Kirchenblatt „Rtziig-io" und redigirte es selbst in musterhafter Weise. Da er aber wußte, daß es mit der Kenntniß der ungarischen Sprache bei der Geistlichkeit im Lande nickt eben zum Besten bestellt und doch eine theologische Fortbildung in Wort und Schrift nothwendig war, begann er die Herausgabe der lateinischen Zeitschrift für welche er auch mehrere Professoren der Theologie in Wien zu Mitarbeitern gewann. Außer den bereits erwähnten Kirchenreden hielt er im Laufe der Jahre bei zahlreichen festlichen Anlassen noch manche Predigten, welche als wahre Musterstücke geistlicher Beredsamkeit ei«, zeln veröffentlicht und später unter dem Titel „FFzMsi össsscksö", d. i. Klrch- liche Reden, gesammelt herausgegeben
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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