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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 162 -
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Simon 162 ) Simon Einer ^Bd. IV, S. N3^. welcher sich der philosophischen Bildung des jungen Mannes sehr warm annahm, indem er ihn zu Versuchen auf dem Gebiete der empirischen Psychologie im Zusammen hange mit Sprachphilosophie aufmun- terre. Auch ließ er eine der von seinem Schützling verfaßten Abhandlungen durch den Druck veröffentlichen. I m Jahre 1844 erlangte Szantä von Seite des Prager Ober»Rabbinates. des sogenann ten Collegiums der Appellanten, die Ordination zur Führung des Rabbiner amtes. 1843 kam er nach Wien, wo er seine literarische Thätigkeit, welche er in Prag als Mitarbeiter mehrerer wissen schaftlichen Journale begonnen hatte, zunächst durch die Herausgabe eines in hebräischer Sprache abgefaßten Com» mentars zum Pentateuch fortsetzte. Dieses philofophisch-arckäologische Werk (erschienen bei Eduard von Schmied in Wien von 1846 bis 1848) wurde von .hervorragenden Autoritäten, wie: I . Reggio und Professor S. D. Lu- zatto, als bestes exegetisches Compen» dium für Hochschulen erklärt und trotz einer Auflage von 3000 Exemplaren rasch vergriffen. Um dieselbe Zeit ver» öffenllichte er in deutscher Sprache: „Nilder aus Aleiandriens Vorzeit", eine histo« rische Studie, in Form eines Romanes, und die kleine Novelle „Inbentlinm nnd Aa- mantik", den einzigen Versuch, den er auf dem Gebiete der Novellistik ge> macht hat. Im Jahre 1848 wurde er Redacteur des von I . Busch in Wien herausgegebenen „Centralorgans" und schrieb für die „Wiener Zeitung" eine Reihe uon Artikeln, unter welchen die Serie, betitelt „Sturrnpetition eines Pädagogen", trotz der aufgeregten Zeit Beachtung fand. 1849 gründete er eine Lehr» und Erziehungsanstalt für Knaben und lieferte zumeist Beiträge in pädagogische Blätter. Im Jahre 1860 wurde seinem ErziehungS-Institute der Charakter der Oeffentlichkeit rn't dem Rechte der Ausstellung staatsgiltiger Zeugnisse verliehen. Von literarischen Arbeiten aus dieser Zeit stammen einige Artikel theologischen Inhaltes in fach. wissenschaftlichen Journalen, ferner Bei- träge zur Erziehungskunde für daS von Joseph Ritter von Wert heim er und Dr. Leopold Kompert herausgegebene „Wiener Jahrbuch für Israeliten". dessen ständiger Mitarbeiter er war. Später übernahm er in eigener Redao tion eine neue Folge dieses Jahrbuches, wovon drei Jahrgänge erschienen sind, von I863—I868. 1861 gründete er in Gemeinschaft mit Dr. 3. Korn» pert die bis zu seinem Tode von ihm redigirte Wochenschrift für politische, religiöse und Culturinteressen „Neu» zeit", von welcher er noch den dreizehn» ten Jahrgang erlebte. Dieses Blatt diente durchwegs den Principien deS ent« schiedenen Fortschrittes und hat daher dem Redacteur von Seiten der Ortho« doxen und conseruativen Parteien viel- fache Verketzerungen zugezogen, ehe daS redliche Streben desselben die gebührende Sä^atzung erlangen und eine Partei sich heranbilden konnte. Einige Artikelferien dieses Blattes haben Anspruch auf wis» senschaftliche Bedeutung, so z. B. „Die Geschichte der jüdischen Frauen", „Die Lügenwicthschaft". „Die Stammes« und G'laubenSgenoffenschaft". Im Jahre 1869 zog sich Sz^ntü allmalig von der Leitung des von ihm gegründeten Erziehungsinstitutes zurück, um sich un» gestörter der literarischen Thätigkeit widmen zu können. Aus dieser Periode stammen einige in hebräischer Sprache verfaßte Artikel streng wissenschaftlichen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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