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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 176 -
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AaraniewicI 176 Aaraniervic) sophischen Studien oblag. Darauf ging er nach Wien, wo er im Jahre 1848 als Zögling des k. k. Stadtconvictes Theo- logie hörte, deren Studium er in den folgenden drei Jahren an der Lemberger Hochschule fortsetzte, und zwar als Zog« ling des dortigen grieckisch«katholischen General» Seminars. DaS Schuljahr 1831/32 verlebte er auf dem Lande bei feinen Eltern in Kozara, wo er sich auf die Lectüre der S ch l o sse r'schen Meltge« schichte" und .Geschichtedes Alterthums" warf. 1.833 kehrte er zu den Studien zurück, diesmal gleichsam von Neuem beginnend, indem er 1833—1833 aber« malS den dreijährigen Curs an der neu systemisirten und erweiterten philosophi. schen Facultät der Lemberger Universität durchmachte. Mit besonderem Eifer be> suchte er die Vortrage drs Professors der Geschichte Dr. Wacholh und des Pro- sessors der Philologie vr. W. Kergel. aber auch deutsche und ruthenische Sprache und Literatur, letztere unter Professor I . Gtowacki , betrieb er un ablassig. Zu gleicher Zeit arbeitete er an dem damals neu ins Leben gerufenen historisch-philologischen Seminar in Lern» berg. in welches er schon im Sommer« semester 1833 als das erste wirkliche Mit- glied eintrat. Mit dem Schlüsse des Studienjahres 1833 unterzog er sich den Staatsprüfungen aus der Geographie und Geschichte für das ganze Gymnasium in deutscher und ruthenisä'er Sprache, für das Lehramt der genannten zwei Sprachen an Untergymnasien und be< stand in ausgezeichneter Weise. Im October 1833 kam er als Lehrsupplent an das Gymnasium in Przemysl und von da mit Beginn des Schuljahres 1836 in gleicher Eigenschaft für die Fächer der Geschichte und Geographie an das k. k. akademische Gymnasium in Lemberg. wo er noch im December d. I . zum wirklichen Gymnasiallehrer in pro» vlsorischer Verwendung an genannter Lehranstalt ernannt wurde. Seine desini» tive Anstellung an derselben erfolgte Ende Jänner 1838. Auf diesem Posten ver- blieb er bis Ende October 1871, über- wiegend Geographie am Untergymnu- suim und Geschichte am Odergymnasium vortragend. Indeß hielt er von Zeit zu Zeit auch Vorträge über deutsche und ruthenische Sprache am Untergymnasium, ferner über Logik und Psychologie, sowie über deutsche Sprache und Literatur in den zwei obersten Classen des Lemberger akademischen Obeigymnasiums. Nebstbei leitete er in den Jahren 1861—187! den Unterricht der Geographie an dem erwei» tertenPräparanden'Curse für Volksschul» lehrer. wofür ihm zu wiederholten Malen die Anerkennung der Regierung zutheil wurde. Ungeachtet einer so vielseitigen Verwendung hatte er noch Zeit gefunden, die strengen Prüfungen zur Erlangung der philosophischen Doktorwürde am 24. Juli 1864 zu bestehen. I m August 1871 erhielt er daS HabilitationSdecret als Docent der Geschichte der Territorien der ehemaligen Fürstenthümer Halicz und Wlooimer an der Lemberger Uni» versität, und als kurz darauf die Natio- nalisirung derselben, den Decentralisa» tionsbestrebungen unserer Aera analog, ins Leben trat, wurde er mit noch einigen anderen Gelehrten, und zwar: Dr. 3i.s k e, Zmurko und vr. I a n o t a , für die erledigten Universitatsprofessuren geeig» net befunden und dann mit Ministerial« erlaß vom 29. October 1871 an Stelle des nach Gratz berufenen Professors Dr. Rösler, mit der Supplirung der Lehrkanzel für österreichische Ge> schichte betraut. Unter Einem übernahm er auch, von den Vortragen am Gymna»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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