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Anton 483 r^ Johann
Tode, verlieh Kaiser Joseph I I . außer
Capitel Szarvassy den Maria There»
sien-Orden. Am 8. Juli d. I . focht
unser Held wieder bei Servoskas, wo er
daS Unglück hatte, im Scharmützel vom
Pferde zu stürzen und in Gefangenschaft
zu gerathen. Erst nach Jahresfrist er.
folgte seine Ranzionirung. Seiner vielen
Wunden wegen mußte er aus dem activen
Felddienste treten, wurde aber durch die
Ernennung zum Premier«Wachtmeister
in der ungarischen adeligen Leibgarde
ausgezeichnet. I n derselben rückte er
1796zum Seconde.Zieutenant. im Armee«
stände aber zum Oberstlieutenant, bald
darauf zum Obersten und 1802 zum
General-Major vor. Als Premierlieute.
nant der Garde starb er im Alter von
64 Jahren. Er hinterließ zwei Söhne:
Pau l (geb. 4796) und Franz (geb.
1800). welch Letzterer gleichfalls in der
Armee diente und einen Sohn Alex an«
der Johann hatte. Weitere Nachrich-
ten über die Familie S zarva ssy fehlen.
Hir tenfe ld (I.), Der MiIitär>Marill There»
sien.Orden und seine Mitglieder (Wien 1857.
Staatsdruckerei, kl. 4<>.) S. 279 und 1733.
— Thürhe im (Andreas Graf). Gedenk«
blätter aus der Kriegsgeschichte der k. k.
österreichischen Armee (Teschen <879 u. i880,
Prohaska, Lex. 8".) Bd. I I , S. 214.
Wappen. Senkrecht getheilter Schild. Im
vorderen rothen Felde auf grünem Rasen ein
Ungar in ganzer Gestalt, dir Mütze auf
dem Kopfe, die Rechte in die Hüfte gestemmt,
in der Linken einen Säbel haltend, auf dessen
Spitze ein Türkenkopf steckt; im rückwärtigen
schwarzen Felde gleichfalls auf grünem Rasen
ein aufspringender, nach innen gekehrter
goldener Hirsch, dessen Hals mit einem Pfeil
' belegt ist.
Szaster, Anton (Arzt imd Fach.
schr i f ts te l l e-r, geb. zu Krakau
1739. gest. daselbst 1838). Die unteren
Schulen, sowie Gymnasium und Univer«
fitat besuchte er in seiner Vaterstadt, wo er im Jahre l775 auch die philosophische
Doctorwürde erlangte. Das medicinische
Studium, welches er daselbst begonnen
hatte, setzte er auf ausländischen, und
zwar deutschen, italienischen, englischen
und französischen Lehranstalten fort. I n
solcher Weise zu einer nicht gewöhnlichen
wissenschaftlichen Ausbildung in seinem
Fache gelangt, kehrte er nach Klakau
zurück, wo er im Jahre l793 Nachfolger
seines Vatersbruders IohannSzaster
ss. d. unten^ in der Professur der
Pharmacie und Pharmakologie an der
Hochschule wurde. 1802 gab er dieses
Zehramt auf, um sich gan^ der Praxis zu
widmen. Im Drucke sind von ihm
erschienen: „0 Ho^ss <i>«s«oa anF«5ilt?^
HoH«?la<i666wl'a D " Hzmnons", d. i.
Von der Rinde des Angusturaholzes. Er-
fahrungen des Dr. SimmonS (War»
schau 1791, 8".). eS ist dies ein Tonicum.
das zu Ende des 18. Jahrhunderts von
Aerzten vielfach angewendet wurde; —
<?2a<?s/", d< i. Abhand»
lung von der Therapie der Natur oder
von den Kräften des leidenden Organis-
mus (Krakau 18i8, 8<>.), welche bereits
früher in den «Jahrbüchern der gelehr-
ten Gesellschaft" (Koo2niki to^r^st^a.
naukonsFo, Bd. V, S. 38) erschienen
war. — Sein Oheim Johann Szaster
(geb. zu Krakau im Jahre 1741. gest.
ebenda 1793) studirte gleichfalls an der
Krakauer Hochschule. Als derselbe in
den Jahren 1734 und 1733 die Grade
eines Magisters der Philosophie erlangt
hatte, begab er sich nach Halle, wo er
die medicinische Doctorwürde und das
Magisterium der Pharmacie erwarb.
Nach seiner Rückkehr in die Heimat
wurde er, der Grste. Professor der
Pharmacie, welchen Gegenstand er mit
großem Grfolge bis zu seinem im besten
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon