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Ă€s^ Joseph 484 , Joseph
Malinesalter von 32 Jahren erfolgten
Tode vortrug. Er war auch der Erste,
der den Plan zur Herstellung emeS botani»
schen Gartens in Krakau entwarf, zu dessen
Eröffnung es in der That 1787 kam.
Im Auftrage der Erziehungscommission
bearbeitete er einen medicinischen Codex,
und dieser, wie seine in Handschrift hinter«
lassenen Schriften bekunden die tiefen
Fachkenntniffe dieses ersten Professors
der Pharmacie in Polen.
itsratur? pol-
oFto82ou?-<:^, d. i. Geschichte der polnischen
Literatur. Dargestellt in einer AufzÀhlung der
durch den Druck veröffentlichten Schriften
(Warschau und Wilna 1814. Zawadzki, 8".)
Bd. I I , S. 466.
SzÀsz, Dominik, siehe: SMz, Karl
Sohn sS. 194. in den Quellen. Nr. 1).
SzÀsz. Gregor, siebe ebenda sS. 194.
in den Quellen, Nr. 2).
z, Joseph (ungarischer P o e t .
geb. zuDedrad-SzHplakin Sieben«
bĂŒrgen t. Juni 1782, gest. zu Maros«
VÀsÀ.rhely 29.Mai 4812). Im Hause
seines Vaters, eines calvinischen Predi«
gers. erhielt er den Elementarunterricht;
mit dem zehnten Jahre kam er an das
Collegium zu Maros.VÀ.sÀrhely, wo er
sich durch FleiĂ und Eifer die Liebe der
Lehrer und den GenuĂ von Stiftungen
erwarb, die es ihm gestatteten, seine
wissenschaftliche Laufbahn fortzusehen.
Mit 20 Jahren war seine akademische
Ausbildung vollendet, und Samuel
Gra fTe lek i . der damalige Kanzler
SiebenbĂŒrgens, ein Schaher und Pfleger
der Wissenschaften, wurde der Macen deS
strebsamen jungen Mannes und stellte
ihn bei seiner Bibliothek in Maws'VĂ€-
sHrhely an. Zugleich aber trug Szasz
am Collegium daselbst Logik vor. Nach« dem er fĂŒnf Jahre in solcher Verwen«
dĂŒng gestanden, ward er von seinem
hohen Gönner auf dessen Kosten zur
weiteren wissenschaftlichen Vervollkomm«
nung nach Wien geschickt und 1808 nach
Jena. wo er sich vorzugsweise im Bi«
bliotheksdienste ausbilden sollte. Nach
seiner RĂŒckkehr im Jahre 1810 sah er
sich durch den Grafen zum alleinigen
Bibliothekar an der obgedachten Biblia«
thek ernannt, welche derselbe nun zur
öffentlichen und allgemeinen BenĂŒtzung
bestimmte. Nur zwei Jahre war es dem
seit jeher leidenden SzÀsz gegönnt, in
dieser Stellung zu wirken. Im Alter von
erst 30 Jahren raffte dieses zu schönen
Hoffnungen berechtigende Menschenleben
der Tod dahin. Szasz huldigte der
Dichtkunst, worin seine Freundschaft mit
Gabriel Dobrente i , der zu jener Zeit
mit seinem Zöglinge Ludwig Grafen
Gyu la i auf Besuch nach Klausenburg
gekommen war, ihn nicht unwesentlich
förderte. Als bald nach seines Freundes
Tode Döbrente i fĂŒr lĂ€ngere Zeit
nach Klausenburg ĂŒbersiedelnd, daselbst
in Gemeinschaft mit mehreren geistesver«
wandten MĂ€nnern die wissenschaftliche
Zeitschrift âNrÀÀi^i Nuseuui", d. i.
SiedenbĂŒrger Museum, begrĂŒndete, sam-
melte er die poetischen Arbeiten des FrĂŒh«
verblichenen und veröffentlichte einen
Theil derselben im zweiten Bande des
genannten FachblatteS. SzÀSz ist ein
Lyriker, wie sie in Deutschland auS der
Periode der GeĂner'schen Idyllen her.,
vorgingen, voll Lieblichkeit und Anmuth,
dabei aber doch ganz nationalen Ge«
prÀgeS. Er wÀre wohl, wenn er lÀnger
gelebt hÀtte, der richtige VorlÀufer P e«
tö fi's geworden.
Oesterreichische National, Encykl o<
p À d i e von G r À f f e r u n d C z i k a n n (Wien
183"., 80.) Bd . V, S . 2l3. â K e r t b e n y
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon