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SMhmäry.Paksi, Michael (III.) 203 SMthmäry-Pap, Michael
Andachtsbücher in magyarischer Sprache;
im handschriftlichen Nachlasse befanden
sich mehrere theologische Schriften und
Leichenreden. Dieses Szathmäry ge«
denkt dasZedle r'sche Universal.Lexikon
als eines „Professors der Kirchenhistorie
in Friesland". — Sein Sohn M -
chael (II.) (geb. 1713. gest. am 13. März
1778), welcher den Elementarunterricht
in MaroSvä.särhely erhielt, begab sich
1734 an das Collegium zu Särospalak
und von da zwei Jahre spater ins Aus»
land, um seine wissenschaftliche Ausbil«
düng an Hochschulen daselbst zu vollen»
den. Nachdem er längere Zeit in Ieyden,
dann in Frcmeker philologische und theo«
logische Disciplinen getrieben hatte,
kehrte er in die Heimat zurück, wo ihm
am 14. April 1742 die Professur der
orientalischen Sprachen in Särospatak
verliehen wurde. Bei Antritt dieses
Postens veröffentlichte er die Abhand«
lung: n^)s?2'nF?ea^7n o^Z^ns «n Fsn^s,
<is Fe'nFNM HsZT'asa ?'w s^ssis". Schon
im nächsten Jahre erfolgte seine Be«
rufung zum Prediger in Csat, und
1743 übernahm er an Stelle seines ver«
storbenen Vaters dessen Lehramt in
SHrospatak, bei welchem Anlaß er die
Abhandlung „^)s vl'ia e^ls^'a^H" er»
scheinen ließ. Außerdem veröffentlichte
er etliche Gelegenheitsgedichte in latei»
nischer Sprache und Leichenreden im
ungarischen Idiom. Im Nachlasse befand
sich in Handschrift sein Werk:
eine ungarische Uebersetzung des pfälzi»
schen Katechismus. — Sein Sohn Mi -
chael (III.) (geb. 1748, gest. 24. Juni
1773) erhielt den ersten Unterricht in
Särospatak, spater kam er auf Lehr»
anstalten in der Schweiz und in Belgien,
wo er sich namentlich in der Physik,
Mathematik und Philosophie ausbildete. Von Basel, wo er ein Schüler des be-
rühmten Bernoui l l i war, ging er auf
ein Jahr nach Utrecht, und von da in
seine Heimat zurückkehrend, trat er am
1. November 1771 eine Professur am
Collegium zu Sarospatak an. Aber kaum
anderthalb Jahre war es ihm vergönnt,
in seinem Lehramt zu wirken, da er schon
im Juni 1772, sechs Jahre vor seinem
Vater, vom Tode dahingerafft wurde.
Im Drucke sind von ihm nur die zwei
folgenden Abhandlungen erschienen:
i aä 1774, 4".) und
(idä. 1771, 40). Die Familie
SzathmHry-Paksi (auch Szath«
mary.Paxi geschrieben un^> von jener
der Szathmä,ry'Pap wohl zu unter»
scheiden) zählt noch mehrere Gelehrte in
ihrem Schooße, deren unter ihren Tauf-
namen Erwähnung geschehen wird.
ug I, ?ai'« 2, V- 398; 8uxpl6Nsu-
5t4; suxxioilloutuui I I , p. 483. —
I, d. i< Die
Familien Ungarns mit Wappen und Stamm-
tafeln (Pesth 1860, Moriz Räth, 8<>.), Bd. X,
S. 309, im Artikel «82z
)", im Texte.
Szathmkry-Nsmethy, Michael, siehe.'
SzathMHry°Pakst. Paul I^ S. 208, in den
Quellen Nr. 9^.
Szathllläry-Paft, Michael (gelehrter
protestantischer Theolog, geb. in U n>
garnim Jahre 1734). Gleich anderen
protestantischen Jünglingen seiner Heimat
wanderte auch er nach Beendigung der
Vorbereitungsstudien in das Ausland.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon