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befand fich in Handschrift sein Werk
«Pathologie und Therapie der chroni«
fchen Krankheiten" in polnischer Sprache.
Szczucki verpflanzte, der Erste, die
Errungenschaften der Wiener medicini.
schen Schule in sein Vaterland, wo auch
nach dieser Seite das Licht der Erkenntniß
aufzudämmern begann, und ist somit
einer der Pionniere der neueren arztlichen
Wissenschaft in Polen. ^
Die S z c z u c k i sind zwei alte polnische
Aoelsgeschlechter, von denen das eine das
Kleinod Trzaska, einen Halbmond zwi»
schen zwei abgebrochenen Schwertgriffen,
das andere das Kleinod P o b o g . das
aus einem Pferdehufeisen, worauf cin An«
dreaskreuz sich erhebt, besteht, im Wappen
führt. Dem letzteren Geschlechte, welches
im Lubliner Gebiete in der Woiwodschaft
Sandomir wohnte, scheint unser Arzt V in»
cenz Szczucki anzugehören.
Szdellar, Franz (gelehrter Jesuit ,
geb. zu Kreuz in Croatien am 29. Sep>
tember 1683, gest. zu Laibach am
9. Juni t 743). Siebenzehn Jahre alt,
trat er in den Orden der Gesellschaft
Jesu, in welchem er die Studien been»
digte, die OidenSgelübde ablegte und die
theologische Doctorwürde erlangte. Hier«
auf im Lehramte verwendet, trug er
durch 16 Jahre.theologische Disciplinen
zu Tyrnau, Gratz und Wien vor. Dann
wurde er Rector am Collegium zu
Agram. Kanzler zu Tyrnau und zuletzt
Prafect der höheren Schulen zu Laibach,
wo er auch im Alter von 6l) Jahren
starb. Die Titel seiner in lateinischer
Sprache verfaßten Schriften sind: „^5l'>
" (I'^rnaviae 1720)
(id. 472t, 120.); ___ (ib. 1727, 8<>.); —
-)/ — „Hnassiwnss
3".); — „ (id. 1727,
(id. 1723,
ii 1736, 8».).
Peinlich (Richard Dr.), Geschichte deS Gym«
nasiums in Gratz. Zweite Periode (auch im
Jahresberichte des k. k. ersten Staatsgym«
nasiums in Graz 1869) (Gratz. 40.) S. 78
^im Jahresbericht 187j. S. tO). — sios^e^
Lorixtorsg ^i-oviueias
ssu (Visnuks 1833,
, so.) p^. 347.
Szebeni, Paul von (ungarischer
Edelmann, geb. im Jahre 1801, gest.
zu Hermannstadt am 6. Februar
l863). Der Sproß einer ungarisch'sieben.
bürgischen Adelsfamilie, welche in Csik»
pälfalva ansaffig ist, stand er im kaiser>
lichen Staatsdienste, zuletzt als Director
der Hilfsämter bei der Finanzdirection
in Hermannstadt. Sein Andenken hat sich
durch eine lehtwillige Verfügung er«
halten, welche in Folge deS UmstandeS,
daß er sie bei seinem Leben nicht scbrift.
lich aufsehen lieh. nach seinem Tode
leider nicht in ihrem ganzen Umfange
durchgeführt werden konnte. Er hatte
nämlich 24.000 fi. bei der Gesellschaft
Liour22iorii (36nerI.li in Trieft auf
den Fall versichert, daß er den 4. Februar
1863 überlebe, und sich mit der wieder»
holt gegen Freunde und Bekannte auSge-
sprochenen Absicht getragen. daS Capital
dem ungarischen Nationalmuseum, nach
Anderen der ungarischen Akademie zu
schenken, sich selbst aber blos den lebens-
länglichen Zinsengenuß vorzubehalten.
Nachdem er unverheiratet 2t Jahre lang
höchst zurückgezogen gelebt, um von
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon