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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 219 -
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Seite - 219 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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i) Johann 219 i) Johann Aufenthalte daselbst, begab er sich im Jahre 1797 zur Erlernung der deutschen Sprache nach KäSmark, wo er zugleich die philosophischen Vortrage hörte. 1801—1803 fetzte er seine Studien in Preßburg fort. Im Jahre 1804 aber wanderte er nach Jena, wo er zwei Jahre lang die Vorlesungen von Gries- bach. Gabler , Augusti, Ulr ich, Fr ies, Vo ig t , Fischer, Kastner, fowie jene des Phrenologen G a l l steißig besuchte, dabei zugleich Botanik und Mineralogie treibend, ohne jedoch die rein classischen Studien zu vernach» lässigen, in welchen er H o m e r's „IUaS", die Satyren des horaz. Iu« venal und Persius und Cicero's Reden mit besonderem Eifer las. Mitte September 1803 kehrte er in seine Heimat zurück und trat zunächst eine Erzieher- stelle in Preßburg an, welche er bis 1807 versah, in welchem Jahre er an der Kirche zu Neutra-Zerdahelyi eine Anstel» lung als Geistlicher fand. 1811 ver- tauschte er seinen Posten mit einem gleichen in Kochanäcz. Daselbst lenkte er in Folge der umsichtigen Führung des geistlichen AmieS, wie durch seine fach« wissenschaftlichen, im Druck erschienenen Arbeiten, sowohl die Aufmerksamkeit der Kirchenoberen, als jene der evangelischen Bevölkerung auf sich. so daß er im Jahre 1819 einstimmig als Vorstand seiner Kirche nach Schemnitz berufen wurde. Hier waltete er m segensreichster und verdienstlichster Weise zunächst seines Kirchenamtes, dann als Senior und Districtsnotar durch 15 Jahre, bis er 4834 auS den allgemeinen Wahlen als Superintendent hervorging. Nach der am 4. Mai genannten Jahres zu Pesth erfolgten Einführung in seine Würde unternahm er zunächst eine kirchliche Vi« sitatjon seines ausgedehnten Districtes, der von den Karpathen bis au die croa- tische Grenze leichte. Dann richtete er auf die Kirche in Schemnitz sein Augen- merk und sorgte für die Hebung des» reformirten Lyceums daselbst, an welchem auf seine Veranlassung eine Lehrkanzel der ungarischen Sprache und Literatur ins Leben trat. Nährend seines Wirkens als Superintendent setzte er nicht weniger denn 102 Candidaten in ihre geistliche Würde ein. Dazu hatte er in einer, was die Angelegenheiten seiner Kirche be- trifft, stürmisch bewegten Zeit die Zügel seines Kirchenamtes zu führen, und er that es immer mit Umsicht und Mäßi. gung. Durck Erlaß des k. k. Militär» Gouverneurs in Ungarn vom 10. Fe- bruar 1830 wurde er seiner Würde ent- hoben. Sieben Jahre noch überlebte er seine Enthebung vom Amte, und er starb am nämlichen Tage. an welchem die« selbe vor sieben Jahren erfolgt war. Szeberönyi hat folgende Schriften in lateinischer und slovakischer Sprache durch den Druck veröffentlicht: sie?, ^/snas cl. F. He^i. 2<3O6^ «s^o^ata". Diese Rede ist iu den Schriften der So« cietät für die gesammte Mineralogie zu Jena ^l806. Nd. I I , S. 237—230) ab- gedruckt; — n (?<)L0Iiii 1810); — 6t (id. 1810); — „^«statls MO- ü« (id. 1816); —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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