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Szschenyi (Genealogie) 226 Aochenyi (Genealogie)
Tochter A l i c e (geb. 20. September
1371),gebar. nach kaumdritthalbjähriger
Ehe am 18. October 1872 durch
den Tod.
2?r»ns5-I v»Qi» (Hermannstädter Zeitung,
gr. 4<>.) l8ä8. Nr. 37, unter den „Miscellen".
— TemesvärerZei tung. 1868. Nr. 149.
im Feuilleton. — Der ungarische Reichs»
tag. 1861 (Pesth 1861. Osterlamw. 8<>.)
Nd. I. S . 357. — Pesther Lloyd . 1865.
" Nr. 90. unter den „Tagesneuigleiten". —
Pesth.Ofner Zei tung. 186«, Nr. 148.
im Feuilleton: „3andtags«Silhouetten. VI ." .
— Al lgemeine Zei tung (Augsburg,
Cotta, 40.) l879. S. 4862; 1880. S. 2l3
biS 214 und 438. — Nürnberger Cor»
respondent. 1379. S. 1273—1273.
Porträt. Unterschrift: »Qi-ot 82sed.en5i
vsla« (Lithographie von Marastoni?).
Im illustrirten ungarischen Blatte „^2
or5223 tiiki-s", d. i. Der Reichsspiegel,
186H. S. 88.
I . Zur Genealogie oe« Vrasengeschlechteg S)i»
chenyi. Die ältesten Nachrichten über das seit
dem !6. Jahrhunderte in immer steigender-
Berühmtheit glänzende Geschlecht der Szs,
chenyi oder wie sie ihrem vollen Namen
nach heißen: Szschenyi von Sä rvä ry -
Felsövidsk, deren Wiege wahrscheinlich
die Neogräder Gespanschaft ist, reichen in die
Zeit des Thronzwistes zwischen den franzö»
sisch'Neapolitanischen Prinzen von Anjou
und den Przemysl iden nach dem AuS»
gange der Arpaden, also etwa in das zehnte
Jahrhundert zurück. Ihr Name taucht in den
sagenhaften Ueberlieferungen aus den Tagen
der Christianisirung Ungarns auf. UebrigenS
weiß selbst Ivan Nagy, Ungarns Genealog,
in seinem umfassenden Adelswerle „2l2F?a,r>
rsnäi täblälc^lli", d. i. Ungarns Familien
mit idren Wappen und Stammtafeln, über
>die Anfange dieses Geschlechtes nur wenig
zu melden. Ursprünglich schrieb
sich die Familie
de Zschen, woraus sich später Zscheni,
dann in älterer magyarischer Schreibweise
Szscseny i und endlich das heutige Szs»
chenyi herausgebildet hat. Nagy beginnt
seine Stammtafel mit -Mart in und dessen
Gemalin 5ara Van. Da jedoch ein Vlichael
Szschenyi als der Großvater des berühm«
tcn Graner Erzbischofs und Primas von
Ungarn Georg (I.) Szschenyi genannt wird, rückt unsere Stammtafel um ein» Gene.
ration zu Michael hinauf. Dieser war
?i-2otbotu3 st coilluiauliHng Vss^Miai. Bon
ihm geht dann die Stammesfolge in ununter«
brochener Reihe bis auf die Gegenwart.
Einzelne Zweige, die sich bilden, erlöschen
schon in der nächsten Generation, bis Franz
(geb. 1734, gest. 1820) der Stammvater der
heute noch blühenden von seinen Söhnen
Ludwig, Pau l und Stephan gebildeten
drei Zweige und aller von diesen aus-
gehenden Nebenlinien wird. — Was die
Würd en dieses Geschlechts betrifft, so wurde
Georg (II.) zum Grafen erhoben, Das gräf»
liche Diplom ist von Preßburg am 7. Sep»
tember 1697. jenes des ungarischen Indi»
genats von Larenburg 28. November 1723
datirt. I n den Ruhm dieses Geschlechtes
theilen sich Kirche. Staat , Armee und
Wissenschaft. Die Kirche zählt zwei
Namen desselben: Georg und Pau l
Szschenyi, die durch ihre priesterlichen
Tugenden und zugleich auch staatSmännische
Klugheit zu den Zierden ihres Standes
gehören. Georg, dessen Spenden für kirch-
liche. humanistische und Unterrichtszwecke
auf weit über zwei Millionen beziffert werden,
lebt in der Geschickte der ungarischen Kirche,
der Cultur dieses Landes unvergessen fort.
Gelehrt wie sein Lehrer Pazmän. war er
gleich diesem k ö n i g l i c h f r e i g e b i g ,
gleich diesem sorgsam bedacht, mittels an»
sehnlicher Dotationen auf Grund und Voden
den Clerus in höheren Bildungsanstalten als
gel ehrte Käste heranbilden zu lassen, damit
derselbe neben der Bewahrung der Heilig,
thümer des Glaubens und des Gefühls mit
dem gewöhnlichen Einflüsse seiner Stellung
auch ein wirtliches Uebergewicht an Geistes»
gaben, an Kenntnissen und Entdeckungen,
und an Entsagung verbinde und dadurch sich
geeignet erweise, die Erziehung der Jugend
zu leiten. Und in der That, der ungarische
Clerus, in den westlichen Ländern gar wenig
gekannt, steht mit seinen wissenschaftlichen
Leistungen, mit seinen geistigen Arbeiten als
ein Musterbild da. so daß er in einzelnen
GebietStheilen der Monarchie den Vergleich
mit seinen Standesgenossen nicht zu scheuen
braucht, in manchen Kronländern aber die«
selben weit verdunkelt. G e o r g s Neffe
Pau l verband mit den Tugenden des Kir<
chenfursten glühende Vaterlandsliebe und eine
Feinheit und Schmiegsamkeit des Diplomaten,
welche in Unterhandlungen mit einem wüsten
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon