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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 239 -
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Seite - 239 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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Edmund 239 Szochenyi, Edmund Begleiter stiegen rasch bis an die Brust ins Waffer, und in einer Viertelstunde war daS .Wellenmädchen" flott und tanzte wieder lustig auf den Wellen. Szechenyi machte diese merkwürdige Fahrt zur Pariser Ausstellung nicht etwa als bloßen Sport, er wollte dem Handel Oesterreichs und Frankreichs einen bil» ligen Wasserweg zeigen. Eben damals hatten die Güter YbbS und Waidhofen, welche an eine französische Gesellschaft verpachtet waren, derselben bereits Ge» legenheit gegeben. 600.000 Centner Bretter per Eisenbahn nach Straßburg zu senden, und ein Verkehr dieser Art, meinte der Graf, könnte ungleich billiger zu Wasser unterhalten werden. Im Jahre 1874 begab er sich nach Constan« tinopel. Die häusigen und manchmal sehr verheerenden Feuersbrünfte in dieser Stadt erweckten in ihm den Gedanken. daS dortige Löschwesen zu reorganisiren. Nachdem er die Erlaubniß dazu erhalten hatte, ging er sofort an die Ausführung seiner Idee, und schon nach einem Jahre stand eine tüchtig geschulte Feuerbrigade fertig da, welche noch bei allen Gelegen» heiten ausgezeichnete Dienste geleistet hat. Ungeachtet nun der Graf durch seine opferwillige Reorganifirung der türkischen Feuerwehr der Stadt Con» stantinopel eine unschätzbare Wohlthat erwiesen hatte, wurde er doch nach einem Brande (im November 1876). vor welchem er mit seiner Feuerwehr eine schon sehr bedrohte Moschee geschützt, ohne weitere Förmlichkeit und ohne An» gäbe eineS Grundes seines Postens als Commandant der Feuerbrigade enthoben und derselbe an seinen Stellvertreter übertragen. Der damalige österreichische Botschafter Graf Zichy ließ aber diese Angelegenheit nicht ohneweiters auf sich beruhen, sondern verlangte durch seinen Dragoman Aufschluß über dieselbe bei Mahmud Pascha, der als Director deS Artillerie» und Festungswesens auch den Oberbefehl über die Feuerwehr» brigade führte, und Rücknahme deS Be- fehlS, welche auch nach Untersuchung des ganzen Vorganges erfolgte. Zwei Jahre spater, im Februar 1878, berich. teten die Journale, der Graf habe seine Entlassung als Commandant der frei« willigen Feuerwehr in Constantinopel genommen, jedoch muß dies ein falsches Gerücht gewesen sein, da sich derselbe noch im März 1830 auf seinem Posten befand. Bei dieser Gelegenheit wurden allerdings Klagen über die Unregel« Mäßigkeit in der Auszahlung der Gage gemeldet, zugleich aber hinzugefügt, daß diese Unordnungen schon beglichen seien, daß die türkische Regierung, wie die Constantinopler Bevölkerung die großen Verdienste Szöchenyi's zu würdigen wiffe, und daß dessen Erhebung zum Ge« neral in der türkischen Armee — zu jener Zeit bekleidete er als Feuerwehr-Com» mandant nur Oberstenrang — dem» nächst bevorstehe, und thatsächlich ist im Mai d. I . Graf Edmund zum Range eineS Pascha in seiner Stellung als Feuerwehr» Commandant erhoben wor« den. Wie ernstlich der Graf seine Auf« gäbe auffaßte, erhellt daraus, daß er in diesem Fache schriftstellerisch thätig war, denn er hat folgende Schrift herausgegeben: „2N20?icks Kö>ü? istt KNönö'ssn as , d.i. Bewährte Erfahrungen über daS Feuerlöschwesen. Den Comitaten, Städten, Bezirken und besonders den daselbst entstandenen Feuerlöschvereinen zur Beachtung empfohlen (Pesth 1864, Moriz Rath. 8"., 64 S.). Der Graf ist
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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