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i) Edmund 240 i, Emcrich
überdies ein trefflicher Musiker und auch
auf seiner Fahrt zur Pariser Weltaus,
stellung im Jahre 1867 befand sich in
der reizend ausgestatteten Cajüte deS
„Wellenmadchens" ein Harmonium, auf
welchem er. wenn er von der Arbeit aus
ruhte, feinen musikalischen Improvisa
tionen sich hingab. Auch hat er bereits
mehrere seiner Kompositionen im Druck
erscheinen lassen, und zwar:
s7si LZ/ön^ ^st. (?nki OsäT-Hl«" (Pesth
1864, Mzsavölgyi); — »
(ebd. 1866); —
(ebd. 1867) ; —
(ebd. 1867) und
„ 07t OH?oN?« (ebd. 1868). Im
Mai 1880 befand er sich in Pesth und
wohnte am 23. g. M. der Enthüllungs
feier des seinem Vater daselbst gesetz-
ten Denkmals bei. Graf Edmund,
Herr der Herrschaften Sägh im Oeden»
burger und Kehioa im Szalader Co>
mitate hat sich zu Gran am 10. Ian>
ner 1864 mit Fräulein I rma von
Almay (geb. 19. September 1844).
einer Tochter Rudolphs von Almay,
Herrn der Herrschaften Almas, Bogyest
und Al'Csill im Arader Comitate, und
Adelens geborenen Freiin Fellner
von Feldegg, vermalt, aus welcher Ehe
bisher keine Kinder vorhanden find. Die
vom Cardinal-Primas unter zahlreicher
Assistenz vollzogene Trauung, bei welcher
viele ungarische Magnaten in ihrer
, reichen und glänzenden Tracht zugegen
waren und das Brautpaar in herrlichster
Gewandung erschien, gab. wie ein
Augenzeuge berichtete, mit.seinem impo«
sauten Zuge in den majestätischen Räu-
men der Graner Basilika ein Bild von
den pomphaften Aufzügen vergangener
Jahrhunderte. Ein Bildniß der Gräsin
Irmanach Marastoni, von Rusz
w Holz geschnitten und ein Brustbild, mit einer biographischen Skizze von
Emerich ^ ldor enthält das Pesther-
Journal „^Divat", d. i. Die Mode. im
zweiten Jahrgange (1867) S. 77. Die
Grafin dürfte wohl auch die 1867 bei
3. Kugler in Pesth im Stich erschie«
nenen „6 Roruanoss", welche für eine
Singstimme mit Pianobegleitung com-
ponirt sind, verfaßt haben. Ts find fol«
gende Romanzen: 1) „ I
von Etienne; 2) „8i H'
oissan" von Böranger; 3)
vom Grafen Sol lo t rub; 4) „8'i!
1'avkit Lii" von Mme. Desbordes»
Valmore; 3) ^^lauä
von B 6 ranger und 6) „81 j'ft
von Victor Hugo.
Fremden ' Blatt. Von Gustav H e i n e
(Wien 4°.) l862. Nr. 200; i876, Nr. 324
uno 332. und l880, Nr. 83. in der Rubrik
„Tagesneuigkeiten". — Presse (Wiener
polit. Blatt) Local>Anzeiger vom i. März
!878, Nr. 39. — Magazin für die Litera«
tur des Auslandes. Redigirt von I. L e h.
mann (Leipzig, 4".) 1866, S. 70.
Szschenyi. Emerich Graf (Diplo-
mat. geb. 13. Februar 1823). Ein
Sohn des Grafen L u d w i g Sz6»
chenyi aus dessen zweiter Ehe mit
Francisca de Paula geborenen
Grafin Wurmbrand und ein Neffe
des Grafen Stephan. 20 Jahre alt.
begann der Graf als Attachö seine 3auf<
bahn in Rom unter seinem Vater. Tr
ging zu jener Zeit als außerordentlicher
Courier nach Wien, um dem kaiserlichen
Hofe und dem Fürsten Metternich die
Wahl des TardinalsMastai Ferrett i
zum Papst (16. Juli 1846) zu notisi.
ciren. Man wollte damals wissen und
die meisten Geschichtschreiber behaupten,
die Wahl Maftai's zum Papste sei
M e t t e r n i ch sehr unangenehm ge>
wesen, und dieser habe alle Hebel in Be-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon