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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 242 -
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Seite - 242 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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i) Francisca 242 i) Francisca seines Aufenthaltes daselbst die Szege diner Katastrophe siel. übernahm er daS Präsidium des Hilfscomitäs für Sze gedin. Auch wurde er zum Ehrenpräfi denten des Ungarischen Vereines erwählt. Graf Emerich Szochenyi, k. k. Kämmerer, wirklicher geheimer Rath und Mitglied der Magnatentafel des ungari schen Reichstages, ist seit 26. December 1363 vermalt mitM.Atexandra gebo- renen Grasin Sztä^r ay (geb. 12. Jan» ner 1843), k. k. Palaftdame, welche im Jahre 1883 von dem Bruder ihrer Groß» mutter. dem alten und kinderlosen Grafen Alexander Szirmay gerichtlich adoptirt wurde und seither den Namen beider Familien: S z täray< S zirmay führt. Sie ist ihres Wohlthätigkeits' sinnes und ihrer Herzensgüte wegen im Lande ungemein beliebt. Als die Szege, diner Katastrophe sich ereignete, wurde auf Horpäcs sofort Quartier für acht obdachlos gewordene Familien ein gerichtet. Allgemeine Zeitung (Augsburg. Cotta. 4s) 29. December l878. Nr. 363, S. 344. — Illustrirte Zeitung (Leipzig, I . I . Weber kl. Fol.) 3. Mai 1879. Nr. 1870. S. 344: „Graf Emerich Szschenyi". Porträt. Holzschnitt nach Zeichnung von H. S.(ch erenb erg), in der vorbenannten „Illustrirten Zeitung". i. Francisca, Gräfin (barm- herzige Schwester, geb. zu Groß« Zinkendorf am 4. November 1783, gest. im selbstgestifteten Kloster der barm« herzigen Schwestern zu Pinkafeld am 10. October 1861). Francisca ist die Tochter des berühmten Stifters des Nationalmuseums in Pesth, Franz Grafen Szöchenyi und der Ju l ia na Gräsin von Festetics. einer Tochter deS um sein Vaterland ebenfalls viel. verdienten Stifters des Georgikons zu KeSzthely. deS Grafen Georg von Festetics. Körperlich und geistig reich begabt, wuchs sie heran und erhielt mit ihren Geschwistern'Ludwig, Paul , Stephan und Sophie die sorgfäl« tigste Erziehung. Im Jahre 1802 ver- malte sich Francisca mit dem Grafen Nicolaus Batthy Hnyi und überfiedelte nach Pinkafeld, um dort ihren bleibenden Aufenthalt zu nehmen. Bald wurde sie die Wohlthäterin, der gute Engel der ganzen weiten Umgegend und blieb eS durch volle 60 Jahre. Im Jahrbuche der Schule zu Pinkafeld, das der dortige Seelsorger, Pfarrer Joseph Wein« h ofer , durch mehr als 50 Jahre mit besonderer Sorgfalt verfaßte, finden sich viele herrliche Züge aus dem Leben der edlen Frau, von denen wir hier nur einige kurz berühren wollen: „ Im Jahre 1808 schenkte Gräfin Francisca der Schule eine goldene und silberne Me« daille zur Belohnung deS Fleißes und guter Sitten. 1810 spendete sie der Schuljugend eine schöne Fahne, geziert mit einem prachtvollen von ihr selbst ge« stickten Bande. 1808 legte zu Pinkafeld eine Feuersbrunst 22 Häuser in Asche und Graf und Grasin schenkten den Ver« unglückten 2000 st. 18lii wurden wieder 36 Hauser ein Raub der Flammen und Francisca wendete den Betroffenen 400 st. und ihr Vater, Graf F ranz 1000 fl. zu. Im Jahre 1817 wütheten mehrere FeuerSbrünste und äscherten bei« nahe den ganzen Marktflecken ein. Das herrschaftliche Schloß war in dieser harten Winterszeit die allgemeine Zu« stuchtsstätte aller Bedrängten und Ob« dachlosen. Außer vielen Lebensmitteln schenkte Francisca den hart betrof« fenen Bewohnern PinkafeldS 1000 st. und erbat ihnen von ihrem Vater 2000 fl. und von ihren Brüdern 800 fl.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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