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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 246 -
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Seite - 246 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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) Francisca 246 i) Franz wendete sie ihre besondere Liebe und Fürsorge zu. Unter anderen erhielten monatlich zwölf dürftige Hausfrauen je 2 fi. Fleischgeld. Am grünen Donnerstag gab sie jährlich zwölf armen Frauen und zwölf dürftigen Kindern ein Liebesmahl und bediente sie dabei auf das freund lichste. In dem, was sie selbst betraf, war sie äußerst sparsam. Das Gut der Armen, sagte sie sehr oft, muß mit aller Sorgfalt und Genauigkeit verwaltet werden. Wie in der Verwaltung ihrer Habe, so hielt sie auch in all ihrem übrigen Thun und Lassen die größte Ordnung. Zu den Kindern des ganzen Marktsteckens hatte sie stets eine außer» ordentliche Liebe. Ihre Freude, ihr Trost, ihre Erholungsstunden waren jene, die sie unter den Kindern, die sie in der Schule zubrachte. Sie unterrichtete die Schülerinen aller Classen im Singen. Für das Wohl ihrer ganzen großen An« ftalt war sie immer auf das eifrigste be« sorgt; sie schien sich gleichsam selbst zu vergessen und nur für Andere zu sorgen, und dies sogar in ihrer letzten Krankheit. Wir sind hier nicht im Stande, daS ganze Wesen der Schwester Francisca vollkommen zu schildern und müssen viel Interessantes auS ihrem langen Leben mit Stillschweigen übergehen. Am 3. Oo tober 1861 ergriff sie ein heftiges Fieber, und schon am folgenden Tage fühlte sie sich ernstlich krank. Das Uebel wuchs mit bedenklicher Schnelle und als am 10. Oc« tober gegen Mittag vom Pfarrthurme zuerst das Zügenglöcklein und bald dar» auf die große Glocke lautete, und eS allgemein im ganzen Markte hieß: „Die Schwester Francisca stirbt", da rief ein alter Mann: »Jesus, die Grafin stirbt, wer wird sich jetzt der armen Leute erbarmen?" Der Bischof von Stein- amanger erwieö ihr die letzte Ehre und segnete am 14. Ociober ihre Ruhe- statte, nahe am Grabe ihreS Gernals und ihreS langjährigen Seelenführers, Joseph Weinhofer, im Beisein von 39 Priestern, mehreren Magnaten und einer unzahligen Volksmenge ein. Ueber ihr ganzes Vermögen und Einkommen hatte sie 1833 verfügt. ES liegt jedoch eine gesetzlich bekräftigte Erklärung vor, und kraft dieser gehört AlleS, waS sich nach ihrem Tode bei ihr vorgefunden, ihrerl geliebten Mitschwestern. Oesterreichischer Volksfreund (Wien, Fol.) t86l, Nr. 283 u. f., im Feuilleton: „Schwester Franciöca. Eine Lebensskizze". — Pesth.Ofner Zeitung. 1861. Nr. 290, im Feuilleton: „Schwester Francisca". — Der katholische Christ (Pesth. 4».) 4862, Nr. !2 und 13: „Schwester Francisca". Szechenyi, Franz Graf (Staats- mann. Ritter des goldenen Vließes, geb. zu Szöplak im Ocdenburger Comitate am 29. April 1754, gest. am 13., n. A. am 20. December 1820). Der jüngere Sohn des Grafen Gig» mund (II.) aus defsen The mit Maria Anna geborenen Gräfin Czirä.ky. Die erste Erziehung erhielt der junge Graf im Elternhause, dann besuchte er die Zehranstalten in Oedenburg und Steinamanger und kam endlich auf die theresianische Ritterakademie in Wien, an welcher mehrere ausgezeichnete Prie« ster der Gesellschaft Jesu, unter diesen Sigmund Graf Hohenwart sBd. IX, S. 208) und Michael DeniS sBd. III, S. 238^. großen und günstigen Einfluß auf die geistige Entwicklung des talent» vollen Schülers übten. Nachdem er die strengen Prüfungen auS den politischen und Rechtswissenschaften abgelegt hatte, trat er als Assessor bei der königlichen Districtstafel zu GünS in den Staats« dienst. A.I.S der zum Ban von Croatien
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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