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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 268 -
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Seite - 268 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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i) Stephan 268 i) Stephan es von jedem Ungarn, der nach Wien kam.'als heilige Pflicht betrachtet wurde, den größten Patrioten seines Landes in der Einsamkeit aufzusuchen, stand Szö» cbenyi doch nur mit Wenigen in innigem Verkehre. Er lag unendlich viel; blieS dann die Flöte, die er ziemlich gut spielte, mackte eine Partie Schach und warf manchma! seine Gedanken aufs Papier. Da ereignete sich am 8. April 4860 das Schreckliche, es war Oftersonntag; um 10 Uhr Vormittags nahm er sich in feinem Schlafzimmer mittelst eines Pi« stolenschuffes das Leben. ES wurde alles Mögliche über die Ursache dieser That gesprochen und geschrieben, abcr die wahren Motive sind nie enthüllt worden und werden eS kaum je. Wir haben nur noch einen kurzen Blick auf seine Fami» lienverhältnisse zu werfen. Der Graf vermalte sich am 4. Februar 1836 mit Crescenz geborenen Grasin Sei lern und Aspang (geb. 13. Mai 1799). Die Grasin war Witwe und in erster Ehe mit Karl Grafen Z i ch Y > F e r r a r i s verheiratet gewesen, den sie am 15. De. cember durch den Tod verlor. Graf Johann Maj läth 's ,Ir is" bringt uns in einem ihrer Jahrgänge das an« muthige Bildniß dieser Dame nach einer Zeichnung von Bar ab äs, gestochen von Karl Mahlknecht. Nach seiner Vermälung lebte der Graf ganz seinem ehelichen Glücke, das durch die Geburt zweier Söhne nur noch gesteigert wurde. Nach den Strapazen seines öffentlichen Lebens fand er Ruhe in seiner Hauglich, keit. in welcher ihm die Erziehung seiner beiden Sohne Böla sS. 224) und Edmund sS. 237) die freudigste Be- schäftigung gewahrte. In den Quellen folgen die ausführlicheren Angaben über die schriftstellerische Thätigkeit des Grafen ^S. 269). über die mi l i tar i - sche Episode seines Lebens ^S. 27l). seinen Aufenthalt in der Pr ivat > Zrren> anstatt zu Döbling sS. 272), über die ihm zum bleibenden Andenken errichteten Denkmäler, als: Standbilder. Büsten, Obeliöke, Denksteine, Stiftungen, Sti. pendien und Preise ^S. 274). über seine Bildnisse in Kupferstich. Lithographie. Holzschnitt, über die auf ihn geprägte Denkmünze ^S. 277). über die ihm sowohl noch zu seinen Lebezeiten als nach seinem Tode dargebrachten poetischen Huldigungen und über die Trauer» feierlichkeiten, die aus Anlaß sei. neS Hinganges statthatten >^S. 279). Daran schließt sich eine Uebersicht der über das Leben und den Tod des Grafen erschienenen Quellenschriften, sowohl der selbstständigen, als der in den Journalen und anderen Werken zerstreuten, der deutschen, wie der magyarischen; den Schluß bilden dann noch einige einzelne Nachricbten über die Memoiren des Grasen, feine hinterlassenen Briefe und Schriften, Urtheile über ihn als Poeten, über den in seinem Auftrage angefertig» ten Becher, seine Feder, mit welcher er seine letzten Anordnungen nieder, geschrieben, einen wenige Tage vor seinem Ableben geschriebenen Brief, die Aussprüche und Charakteristiken Met» ternich'S und Paul Gyulai 's über ihn und dergleichen mehr. Diese Skizze, welche in großen Umrissen ein möglichst ähnliches Bild dieses großen Patrioten zu geben versucht, sei mit den Worten eines geistvollen Schriftstellers ge» schloffen: Szächenyi war ein glü« hender Patriot, doch loyal jeder Zoll, SportSmann mit politischer Arriöre« Pensäe, gründlich gebildeter Staats« mann, spekulativer Kopf, von rascher Auffassung, gußeiserner Ausdauer, Un- garns größter Wohlthäter. Er, der Tin>
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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