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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 275 -
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Seite - 275 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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i) Stephan 273 i) Stephan -Dessewffh mittels Schreibens 6äo. 4. März 1863, welches in sieben Paragraphen die Bedingungen aufstellt. Es ist im „Pesther Lloyd" vom 6. September l365, Nr. 20?, «nthalten. Die Bewerbung stand jedem inner» halb der zur ungarischen Krone gehörigen Händer geborenen, sonst wo immer sich auf» Haltenden, ebenso jedem zwar im Auslande geborenen, jedoch in Ungarn wohnhaften Künstler offen. Nur für den Fall, daß die Ideen der zur Bewerbung zugelassenen Kunst» ler den Anforderungen der Kunst nicht ge» nügen sollten, wurde die Ausschreibung eines allgemeinen Concurses vorbehalten. Bis zum 31. März 1866, mit welchem Tage der Termin der Einlieferung ablief, langten sechszehn Modelle von elf Künstlern ein, und zwar von Baron Nicolaus Vay in Pesth vier, von Dunaiszky und Mar« schalkö je zwei, von Nicolaus Izs<5 und Szandh^z in Pesth, Joseph Kugler in Rom, Johann Kugler in Güns und Fa« rag 6 in EperieS, dann von drei Wiener Bildhauern, Bent, Benda und Schäfer je eines. Später gesellten sich noch Cnt» würfe von dem damals in Rom weilenden ungarischen Bildhauer Joseph Engel, ferner von Wol f und endlich je einer von Bild» Hauern in Mailand und Brüssel hinzu. Von den eingelangten Modellen genügte keines vollständig den Anforderungen, aber jene von Izs<5 und Baron 35 ay wurden mit Preisen hononrt. Schließlich nahm man das Modell des Bildhauers Engel, eines ehemaligen Talmudschülers, für die Auf» stellung an. Im Jahre 4875 richtete der Präfes deS Szschenyi, Denkmal» Comits's Johann Graf Wald stein an die Pesther Stadtbehörde daS Gesuch um die Erlaubniß zum Baue des Sockels für das Monument. Die Pläne für den Fundament, und Sockel» bau wurden durch den Architekten Anton Weber ausgeführt. Die 17 Fuß hohe Bronzestatue, im Gewichte von 120 Zoll» zentnern. steht auf einem 25'Fuß erhabenen -Postament, und beträgt die Höhe des ganzen Monumentes 45 Fuß, was ungefähr jener «eines zweistöckigen Hauses gleichkommt. Die 6n den vier Ecken des Postamentes sitzenden allegorischen Figuren sind gleichfalls aus Bronze, jede 9 Fuß hoch. was einer Hohe von 12 Fuß in aufrechter Stellung entspricht. Die vier Nebenfiguren stellen vor: Neptun .(Pferdezucht. Schissfahrt). Vulcan (Eisen. Industrie). Ceres (Ackerbau und Gesetzgebung) und Minerva (die Künste). Jede dieser Fi- guren hat ein Gewicht von 35 Zollzentnern Die drei Treppenstufen, auf welchen das eigentliche Postament ruht, sind aus Maut- hausener Granit, das letztere selbst aber aus rothem bayrischen Granit. Das Fundament wurde schon 18?6 gelegt, um es vollständig sich sehen zu lassen, bis es mit dem Monu» mente belastet ward. Es besteht aus einer 3 Fuß hohen Betonschichte und aus einem 18 Fuß hohen mit Cement gemauerten Ziegel'Massivbau. Die, wie bereits bemerkt, uon Engel modellirte Hauptstatue mit den vier Poftamentfiguren wurde in der Wiener Gießerei von Röhlich und Pöninger ausgeführt, welche auch die Enthüllung deS Denkmals leiteten. Die Maurerarbeiten, sowie die Legung der Granitbestandtheile übernahm der Architekt Johann Bobula (für circa 11.000 ss.). Von dem rothen bay» ' rischen Granit für das Postament waren 1320 Kubikfuh nöthig, welche 28.000 fi. kosteten. Die Mauthausener Granitbestand, theile lieferte Seb. Hirsch für 1326 fl. Der Gesammtkostenbetrag in der Höhe von 120.000 fl. war 1873 vollständig vorhanden. Die Enthüllung des Denkmals wurde von dem Comits auf den 23. Mai 1880 fest. gesetzt und die Feierlichkeit fand auch an diesem Tage in Gegenwart des Erzherzogs Joseph statt. Der Enthüllung folgte als Nachspiel ein Proceß. Graf Waldstein hatte nämlich gemeint, daß das Postament entsprechender aus rothem bayrischen, statt aus Mauthausener Marmor, wie es pro» jectirt worden, auszuführen wäre, und auf die Gegenbemerkung, daß das Denkmal dann um so viel höher zu stehen komme, entgegnet: „Das soll unS nicht hindern, die Differenz zahle ich aus meiner Tasche". Mittlerweile starb Graf Waldstein. Das Postament wurde aus rothem bayrischen Marmor gemacht, und die daraus sich er- gebende Differenz beträgt 3000 fl., welche das Denlmalcomitä von der Witwe des Grafen Waldstein fordert. Die Sache ist noch in der Schwebe. Ore mden» Blatt . Von Gustav Heine (Wien. 4<>.) 22. Mai 1880, Nr. 140: „Ankunft der beiden Söhne des Grafen Stephan Szschenyi B6la und Ödön zur Enthüllungsfeier; — 23. Mai, Nr. 141, im Leitartikel: „Das Schreiben deS Freiherrn von Haymerle an Bsla Grafen Szschenyi": — 24. Mai, Nr. 142: j,Die Szschenyi.Feier"; — 28. Mai 1880,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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