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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 276 -
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Seite - 276 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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i) Stephan 276 i) Stephan "Nr. t46 : ^Ein Szschenyi» Denkmal» Pro« ceß".- — Neue I l lus t r i r te Ze i tung (Wien, Zamarsti) 30. Mai 1880. Nr. 36. Seite" 383: „Die Enthüllung des Szs- chlNyi'Monunientes in Budapests. — In der Zwischenzeit aber ließ die Unter«Sza« bolcser Theiß » Regulirungsgesellsckaft ein tlettleres Monument zum Andenken Szs« ch e n y i's errichten, nämlich den SAß« chenyi.Obelist. welcher am Theißufer zwischen Tifza<Dob und Polgar in der Nähe der Stelle, an welch« Graf Stephan Szschenyi im Jahre 1845 die Theiß, regulirung begann, sich erhebt. Die aus dem Atelier des Pefther Bildhauers Gerenday hervorgegangene etwa vier Klafter hohe Dentsäul« steht auf einer Anhöhe von präch« tiger Aussicht. Inschriften in ungarischer Sprache erklären den Zweck des Obelistes, dessen feierliche Einweihung der Bischof Septemoir Alexander Lsvay. Präses der genannten Gesellschaft, vornahm. — Aber auch noch kleinere Denkmäler, wie Büsten, Denksteine, wurden ausgeführt, am sinnig» ften jedoch sind die dem Gedächtnisse des Grafen zu Ehren errichteten St i f tungen. St ipendien, Ehrenpreise u. dgl. m. Was nun zunächst Szschenyi'S Büsten betrifft — wir erwähnen hier nur die Ori» ginale,_ von denen freilich zahlreiche Gyps. und andere Copien inS Land gingen — so hat eine trrffend ähnliche der Bildhauer Hans Gasser im Jahre 138» vollendet. Photographien derselben erschienen von Lud» wig Anger er in Wien. Durch die Ver« lagshandlung Werfer in Pesth kam im Jahre <860 eine Abbildung dieser Büste ins Publicum. Die weiteste Verbreitung aber fand dieselbe durch den trefflichen Holzschnitt, den die „Illustrine Zeitung" (Leipzig, I . I . Weber) vom 3. Mai l86O, Nr. 8?9. brachte. — Im Frühling 1360 modellirte Professor Halbig aus München während seines Auf» enihaltes in Pesth eine Büste Sz 6 chenyi's. Der Künstler benutzte zu seiner Arbeit die beiden im Gebäude der ungarischen Akademie der Wissenschaften befindlichen Bildnisse des Grafen, wobei noch mündliche Aufklärungen ergänzend idn beriethen. Das Meisterwerk gibt nach Aussagen Aller, die Szschenyi kannten, die Züge desselben in sprechender Aehnlicdkeit wieder. Der Gemeinderath der Stadt Pefth beschloß die Ausführung der Büste, in Carraramarmor uno ihre Aufstel» lung auf einem Sockel aus Mauthausm r Granit im Sitzungssaale der Stadtcommunr. — Auch die Pesther Sparcassa entschied sich in einer Ausschußsitzung im April l860 für die Aufstellung der Büste Szschenyi's m ihrem Sitzungssaale. — Der Bildhauer Marsch alt<5 vollendete im Mai i860 eine Szschenyi'Nüste in Gyps, welche allgemein als ein gelungenes plastisches Biloniß des Grafen bezeichnet wurde. Ein Comitat ließ sofort ein Exemplar in Metall gießen. Guß und Eiselirung führte Meister Vandrsk aus. — Ein Denkstein, den zur Erinne., rung anSzschenyi Graf Franz Nädasdy uno Koloman Thaly im Jahre l860 bei dem Bildhauer Gerenday anfertigen ließen, konnte in Folge eines Befehles des damali» gen Stadtcommandanten von Pesth nicht den für ihn ausersehenen Platz auf dem höchsten Punkte des Szschenyi. Berges einnehmen. Erst im September <86l gelang es Gustav Emich, dem Eigenthümer jener Berßkuppe, den Denkstein daselbst neben der Marmor» bank aufstellen zu lassen, welche auf Anord« nunH eines Herrn Erköoy für die ermüde, ten Besucher des Szschenyi, Berges ange- bracht worden war. — Auch durch St i f , tungen. St ipendien. Preise wett» eiferte man, das Andenken des Verewigten zu feiern. Den Reigen eröffnete daS S zs. ch enyi-St ipen diu m, welches der Ge» meinderath der Stadt Maria Theresienpol im Jahre 1860 am Gymnasium daselbst stiftete. Es betragt 200 st. jährlich und soll für immerwährende Zeiten den Namen „Szsch enyi»St ipendium" führen. — Eine Spi ta ls t i f tung zu Ehren Szs« chenyi's beschloß in seiner Generalver- sammlung vom 2. Mai 1860 der Pesther Spitaluerein. Derselbe richtete an die Witwe des Grafen ein Beileidschreiben, ließ im Sitzungssaale daS Bildniß des Verewigten aufhängen und ordnete zu dessen dauerndem Andenken unier den von Menschenfreunden gestifteten Betten eine Ehrenstiftung unter dem Namen „Sz sche ny i-Bcttsti f t unn" an, welche Benennung das betreffende Bett für immerwährende Zeiten führen foll. — Schließlich ist noch zweier Szschenyi« Preise zu gedenken. Den einen stiftete der Casinoverein in Fünfkirchen im Mai 1860. Der Zweck dieses Preisrs besteht darin, daß alljährlich am 8. April das beste der von Studirenden der Fünfkirchener Hauptschule verfaßten poetischen Werke mit vier Stück Ducaten geklönt werden, soll. — In Klau»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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