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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 286 -
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Seite - 286 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41

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S)schenyi, Stephan 286 yi, Stephan i'chenkt, l Würdigen die s Weisheit, mit der> Du mich gelehrt > Und gelenkt; l Wer unterm Tag t Solches vermag? fj Deines Gebetsj Schützende Macht > Hielt mich im Krieg! Unverletzt; j Lag ich erkrankt. I Hast Du dem Weh, I Pflegend mich. sein j Ziel gefetzt. > Du dast belehrt I Stets und bewährt H Mich mit dem Rath, > Welchen Du gabst. > Was an mir gut. l Wirktest Du. > Was ich für Gott,! Was für den Herrn > That und für'S Land l Einstens thu', j Alles ist Dein! Werk allein.! — Möge Dich nebst! All meinem Dank l Segnen dafür l Gottes Hand- j Mö< ^eft Du seh'n, l Daß Dein Bemüh'n l Wür» digen Lohn ^ Hier schon fand". Am 1. Mai tSl7. Graf Stephan Sz4chenyi. — Her Szschenyt « Becher. Graf S z s> chenyi hatte seinen Erben .testamentarisch aufgetragen, nach seinem Tode einen Pocal verfertigen zu lassen, welcher in seinem Na« men dem Pesther National.Casino mit dem Wunsche übergeben werden möge, daß der« selbe alljährlich bei Gelegenheit größerer Versammlungen des Vereins zur Ennne» lung an den Testator geleert werde. Ge» wissenhaft vollzogen die Erben diesen Auf» trag. Im Jahre 1863 wurde der nach einem der schönsten Modelle der Ambras« Samm» lung angefertigte Becher in Begleitung eines Schreibens von dem ältesten Sohne Sz6« chenyi'ö an das National»Casino übersen« det. Bei dem üblichen Festessen der Casino- Mitglieder am t. Februar <364 fand die Einweihung des Vocals durch einen vom Grafen Bsla Szschenyi gesprochenen Toast statt. Der Becher, auf daS kunstvollste aus massivem Silber gearbeitet und stark vergoldet, trägt die Inschrift: »Kom kalt lllSK, H KI K020LiU»>K 0lliIsKH2Stst>Sll 6i" <Wer in dem Andenken feiner Freunde fort» lebt, ist nicht gestorben), dann. die Devise: ^Volura äsrü ls3l« (Nach Regen Sonnen, schein <83l), ferner das Familienwappen mit dem Wadlspruche: „6i Vsv.8 xro nodis, ^U!2 oouti-2 208?", endlich die Titel der acht» zehn Werke, welche Szechenyi geschrieben hat. Die von Wald he im in Wien heraus» gegebene „Illustrirte Zeitung" brachte in Nr. 1 des Jahrgange« 4862 die Darstellung eines Sz6chentzi'Pocal6 nach Franz Spr in. g e r's Entwurf, welcher jedoch nicht ausgeführt worden, sondern Entwurf geblieben zu sein scheint. lPesth.Ofner Zeitung, <863, Nr. 129. — Consti tut ionel le öster< Teichische Zeitung (Wien, Fol.) 1863,, Nr. 236: „Der Becher des Grafen Szö' chenyi". — Ungarische Nachrichten, l804, Nr. 26, in der Rubrik „Locales".) — Szechenyi's Feder. Die Feder, mit welcher Szs chenyi kurz vor seinem Ende noch einige Anordnungen niedergeschrieben, erhielt sein ältester Sohn. Es ist eine gewöhn» liche Stahlfeder mit einem Stiele von Ma« baaonyholz. Der Besitzer dieses Kleinods legte dasselbe in ein kostbares, von dezi rühmlichst bekannten Hofgraveur Iauner gearbeitetes Behältniß von Elfenbein und ordnetr dessen Aufbewahrung als bleibende Reliquie unter den Familientleinodien an. — Szechenyi's letzter Brief. Sechs Tage vor seinem gewaltsamen Ende (am 2. April l860) schrieb der Graf an einen seiner politischen Freunde, wie folgt: „Sagen Sie Deät und den anderen Freunden, sie sollen die Gewalt, die sie über die offent» liche Meinung haben, nicht unbenutzt lassen, bis der Sturm so laut wird, daß man ihre Stimmen nicht hört, wie man die meine im Jahre l848 nicht hören wollte. Wenn der besitzende Adel nicht an der Spitze der Bewegung bleibt, die alle Geister ergriffen hat, wird Ungarn von der Emigration in ein Blutbad gesetzt, dann verrathen und ver« kauft. Die vor 300 Jahren stattgefundene Verbindung Ungarns mit Oesterreich war vielleicht nicht glücklich, doch auch eine unglückliche Ehe kann kräftige Kinder er» zeugen; trennen sich aber die Gatten, haben beide leine Nachkommen, keine Zukunft. Ungarn kann nur in Oesterreich bestehen; in deutschen Armen mag es sich gedrückt fühlen, in slavischen wird es jedenfalls er» drückt. Täusche man sich nicht mit der Er« Wartung auswärtiger Hilfe! England ver< blutet sich nie für fremdes Unglück- es be< zahlt nur seine eigene Freiheit und wird darum Ungarn trotz aller Phrasen von Sym« pathie nicht beisteben. Rußland kann einen Sieg der Nationalitätstheorie an der Grenze Polens nicht dulden. Mein Rath ist Ver» söhnung auf der Basis von<847 mit den nothwendigen und nützlichen Aenderungen, ohne den Versuch, den . Kaiser zu demüthigen, den man als König groß haben will. Deäk und Genossen müssen wohlerwogen den nationalen Grenzen mög« liche, billige Grenzen stecken. Sonst werden in kurzer Zeit aus dem Schlamm Männer ihr Haupt erheben und die Bewegung leiten wollen, und das wäre eine Erneuerung oder
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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