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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 299 -
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299 Szeder amt der Poetik und Rhetorik versahen und namentlich das Studium der unga« rischen Sprache förderten. Der Unter« richt dieser beiden in der heimischen Lite« ratur rühmlichst bekannten Männer blieb nicht ohne Einfluß auf Szeder, der sich mit besonderem Eifer auf das Stu< dium der Muttersprache warf. Im Jahre 4806 begab er sich nach Preßburg, um an der Akademie daselbst die philosophi« schen Jahrgänge durchzumachen. Nach seinem Austritte aus dieser Anstalt (1802) diente er ein Jahr lang als Kanzlist, dann 1803 als Oekonomie« beamter. Da ihm letztere Beschäftigung wenig zusagte, trat er 1804 im Stifte auf dem MonS Pannonius in den Bene^ dictinerorden. welchem er nun bleibend angehörte. Nachdem er die Novizen« jähre von 1805—1807 in Raab zuge. bracht hatte, übernahm er ein Lehramt der Theologie in seinem Stifte, wo er am 23. August 1808 die Priesterweihe e^mpsing. Kurze Zeit darauf vertauschte er seine Stelle mit einer Professur der Rhetorik, wurde 1812 Lehrer der Poetik zu Raab, später daselbst Schul- director. I n letzter Eigenschaft nach Oedenburg versetzt, kam er von da im Jahre 1817 als Kanzelredner nach Kleinzell. Als solcher erwarb er fich durch seine daselbst gehaltenen Predigten, die sein Biograph als Perlen der unga« lischen Homiletik bezeichnet, sebr bald einen ehrenvollen Ruf. Da ihm aber die klimatischen Verhältnisse in Kleinzell nicht zusagten, gab er seine Stelle auf und kehrte wieder zum Lehramt zurück, welches er nun zwei Jahre in Raab (1813—1820), vier in Tymau (1820 bis 1824), zwei in Komorn (1823 und 1826) und vier Jahre in Gran (1827 bis 1830) versah. 1831 von seinem Abte ins Kloster zurückgerufen, erhielt er daselbst ein Lehramt und mit diesem zugleich die Aufsicht über die Münzen., Mineralien- und Alterthümetsammlung. Im Jahre 1833 machte ihn der Prälat zum StiftSarchivar. 1838 zum Biblio- thekar und 1842 zum Verwalter der Klostergüter zu Füßi. An letzterem Orte scheint Szeder im Jahre 1836 — zu jener Zeit bereits 72 Jahre alt — noch gelebt zu haben. Er war auch schrift- stellerisch thätig und schrieb kleinere Ab. Handlungen und Artikel für die „ luäo- män^Og F^HtsrQön^", d. i. Wissen» schaftliche Sammlung, für die „Aurora" und andere schönwissenschaftliche Or< gane seiner Zeit. Im Buchhandel ist von ihm erschienen: „^ d. i. Die Lehre des Katholicismus mit Rücksicht auf den Protestantismus (Tyr- nau 1820), nach einem im Jahre 1818 zu Luzern herausgegebenen deutschen Werke; — Hz'", d. i. Auserlesene Stücke aus einigen vorzüglichen vaterländischen Wet> ken für Jünglinge, welche ungarische Lecture lieben (ebd. 1821). als erste na- tionale Chrestomathie bemerkenswerth; a", d. i. Der Tod Azaels oder Dina'S Entzücken (Pefth 1836) ; — ', d. i. Kinderglückwunschbuch für die Jugend (Gran 1827). Unter seinen ungedruckten Arbeiten befinden sich außer mehreren historischen und schöngeistigen Aufsätzen: ein Leitfaden über Anlegung englischer Gärten, allem Anscheine nach veranlaßt durch die An« deutungen darüber in Puckler-MuS- kau'S .Briefen eines Verstorbenen"; dann noch mehrere Dramen. Auch grün»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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