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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Seite - 184 -
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Seite - 184 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42

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SMak und verfolgte die Raubhorden oft bis ins türkische Gebiet. Eine sehr mühevolle Recognoscirung der Cordonsgegend führte er bis unter die Mauern deS dem bosnischen Haffa-Aga gehörigen Schlosses Peci mit bestem Erfolge aus. I m Jahre 1831 bedrohten die bosnischen Horden den Ort Valissebo mit Brandlegung. Mit 40 Grenzern hielt S z i l j a k die 300 Mann starke Mordbrennerbande auf, griff sie an, schlug sie in die Flucht und rettete das Dorf vor der Gefahr, von welcher es bedroht war. 1834 wurde er als Major und Cordons'Com» Mandant beim Oguliner Grenz» Regi« mente in einem Gefechte mit den Türken bei Cettin am Kopfe verwundet. Im Juni 1833 wollte eine bedeutende Tür» kcnhorde von Terzac den Rastelhandel in Prosicekamen gewaltsam aufheben. Da ließ er am 6. Juni den linken Flügel der Angreifer durch eine vom Fähnrich Roknic geführte Abtheilung von 30 Sereffanern umgehen, indeß er bei Zutiput aus einem Dreipfünder, den er persönlich zu dirigiren genöthigt war, die Schaar mit Kartatschen beschoß, dann angriff und nach sechsstündigem Gefechte völlig zerstreute. Dieses Mal traf ihn eine matte Kugel in die rechte Bcustseite. Noch im nämlichen Jahre wurde er mit Diplom vom 20. März in den ungarischen Adelstand erhoben. 1839 rückte er zum Oberstlieutenant im Walachisch ' Banater Regimente, 1843 zum Obersten im 2. Garnisonsbataillon vor. Als solcher war er im I . 1848 Gar- nisons > Commandant in der Festung Arad. Nach einem Befehl deS unga» lischen General.Commando sollte er am 19. September g. I . durch Honväds abgelöst werden und sich mit seiner Be> satzungsmannschaft aufs Land begeben. Hr durchschaute bald die Absicht dieser Verfügung und obwohl durch Krankheit ans Bett gefesselt, verließ er doch äugen» blicklich daS Lager und eilte zum Festungs« commandanten, mit dem er den Beschluß faßte, die Festung unier keinem Vor» wände zu räumen. Gleichzeitig traf er mit seinen Ofsicieren energische Maß» regeln. Dieses Auftreten deS wackeren,' dem Kaiser treu ergebenen Soldaten er- widerte das ungarische Landesvertheidi» gungs'Comits mit dem bestimmten Be> fehle, daß er sich augenblicklich nach Pesth verfüge und vor dem dortigen Kriegsgericht um so gewisser sich stelle, als er sonst Gefahr laufe, arretirt und füsillirt zu werden. Zu gleicher Zeit aber erhielt er einen vertraulichen Pnvatbrief des Inhalts: daß, im Falle er sich mit der ihm unterstehenden Besatzungsmannschaft den Ungarn anschließen sollte, ihm sein mit Sequester belegtes Cautions-Capital, l'rei gemacht, ein Geschenk von 22.000 st. C. M. baar ausgefolgt und seine volle Oberstengebühr als lebenslängliche Pen» sion, oder wenn er fortan dienen wolle, die baldigste Beförderung zum General zugesichert werde. Die auf die Rückseite dieses Briefes mit eigener Hand ge« schriebenen Zeilen charakterisiren den eckten Soldaten seines Kaisers in seiner felsenfesten unerschütterlichen Treue. Sie lauten: „Empfangen durch meine Köchin Regina Lovasz am 23. November 1823, und nachdem ich durch 30 Jahre immer ein Ehrenmann war, so bin ich fest und unerschütterlich entschlossen, meinem Kaiser und der guten Sache treu zu bleiben und eher zu Grunde zu gehen als einen Verrath zu spielen. Dies schwöre ich meinem Gott". Bei der am 4. December erfolgten Stürmung Arads bethätigte er aufs neue den treuen Soldaten. Mit der äußersten Anstrengung und wahrer Todesuerach»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Band 42
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Szedler-Taasse
Band
42
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
356
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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