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lvha, Johann Nepomuk 226 a^ Johann Nepomuk
wurde. Diese Begegnung gibt ein rech
anschauliches Bild von dem gemüthlichen
Zehen, das zwischen den Koryphäen des
deutschen Parnasses in Ilm« Athel
herrschte. Es sind diese Tagebuchmit
theilungen eben ihres interessanten In
Haltes wegen auf den Punkt ihr« Wahv
haftigkeit hin kritisch geprüft und als unbe
zweifelt wahr befunden worden. Dieselben
hier wiederzugeben, ist unsere Aufgabe
nicht, doch werden für Alle. denen an
der Sache liegt, die leicht zugänglichen
Quellen nahmhaft gemacht, die auch ihrer
kritischen Glossen wegen interessant sind
Pannonia . Beiblatt zur „Prehburger Zei
tung" 20. October 1s4a. Nr. «4: /Aus dem
Tagebuche eines verstorbenen Schulmannes,
mitgetheilt von L. K". l3n den Besitz
dieses Blattes, welches bereits um die
Mjtte der Vierziger-Jahre nicht medr auf,
zutreiben war, gelangte K. I . Schroer,
dem die weitere Verbreitung jener Episode
aus dem Weimarer Leben zu danken, nur
durch einen Zufall, wodurch jener Aufsatz
im V. Iahresprogramme der öffentlichen
Oberreali'chule der königlichen Kreistadt
Preßburg <855 möglich wurde, welcher die
erste der darin enthaltenen Abhandlungen
bildet und den Titel führt: „Aventeur eines
ungrischen Schulmannes mit Goethe,
Schi l ler und Wi r l and ; mitgetheilt von
K. I . Schroer". Aus diesem Programm
der Preßburger Oberrealschule ging er in
das zu Pesth erschienene politische Blatt:
„Ungarische Post" über. welches ihn
1855, Nr. 58 im Feuilleton im wortgetreuen
Abdruck brachte.) — Wurzbach von Tan.
nenberg (Const. Dr.), DaS Schillerbuch.
Festgabe zur ersten Säcularfeier von Schil.
ler's Geburt 5859 (Wien, Staatsdruckerei.
yr. 4<>. mit 40 Tafeln. Abbildungen und
Photo« Autographen) S. 288—290. Mac.
ginal 2883. ^Durch den treuen Abdruck dieses
Fragments aus Sluchowinj i 'S Tagebuch
ist diese interessante Episode aus dem Leben
des ungarischen Schulmannes wohl der Ver»
gessenheit entzogen.^
Szluhll, Johann Nepomuk, Freiherr
(Missionär, geb. zu Gyalla im Komorner Comitate am 23. August
4723, gest. zu Gratz am 48. Juli
4893). Der Sproß einer ungarischen
Adelsfamilie, über welcbe die Quellen
Näheres berichten. Nachdem er zu Ofen
die Rhetorik beendet hatte, trat er 1739
zu Wien in den Orden der Gesellschaft
Jesu ein. Im Jahre 1732 zu Gratz mit
den theologischen Studien zum Abschluß
gelangt, wurde er von seinen Obern
als Missionär nach Südamerika geschickt.
Dort brachte er zu Maranhao in Bra»
silien acht Jahre zu. Die Gegend, in
welcher er seinem Misfionsdienst oblag,
nahm er in einer Karte auf, welche er
aus Amerika an den in Ofen lebenden
?. Anton Rediczki Md. XXV, Seite
393) absendete. Wohin sie nach dem
Tode dieses Gelehrten, den?. Stöger
S. 299 im Jahre 4784. S. 337 da-
gegen 4791 sterben laßt, gekommen, ist
nicht bekannt. Auf seiner Heimkehr von
Brasilien wurde Szluha zu Azeitao in
Portugal festgenommen und vier Jahre
hindurch daselbst in Gefangenschaft ge-
halten. Er theilte dieses Loos mit noch
anderen Ordens genossen, von denen hier
nur an Ignaz S zen tmärtony i erin-
nert sei. der in diesem Bande S. 409
angeführt wurde. Im Jahre 4764 nach
Oesterreich zurückgekehrt, ward er Feld«
pater bei dem ersten Carabinier>Regi'
mente, damals Herzog Albert von
SachseN'Teschen, 4770 aber Rector des
Collegiums zu Raab, in welcher Stelle
er bis zur Aufhebung der Gesellschaft
Jesu verblieb. Den Rest seines Lebens
verbrachte er zum Theile in Oedenburg,
dann im Stifte Heiligenkreuz nächst
Baden bei Wien, zuletzt in Gratz, wo er
4804 sein fünfzigstes Priesterjahr feierte.
Annalen der Literatur und Kunst in den
österreichischen Staaten (Wien. Degen, 4o.)
I I . Jahrg. (l803),Intelllgenzblatt November
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon