Seite - 227 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Band 42
Bild der Seite - 227 -
Text der Seite - 227 -
S^luha (Genealogie) 227 Kluha (Genealogie)
Nr. 32, Sp. 252. — 6lios^s
Sorixtorss ^rovinoi^s H.
tl5 ^08U (ViSQQLS 1883, «".) ?. 356.
Zur Genealogie der Grasen Szluha von Iklad.
Die Szluha sind ein ungarisches Adels
aeschlecht, dessen Ursprung, wie urkundlich
erwiesen, in das Ende des 16. Jahrhunderts
fällt. Der mit Therese Rumi vermalte Mar-
t in Szluha (1393) ist der Ahn der nach«
maligen Grafen Szluha. Mart ins jün<
gerer Sohn Johann kämpfte als Capitän
eines Banderiums gegen die Türken. Erst
nach längerer Pause macht sich ein Sprosse
des Geschlechtes, dessen genealogische Folge
aus der nachstehenden Stammtafel ersichtlich
ist, wieder bemerkbar. 1. Franz, der in den
Jahren 1713—1723 als Protonotarfungirend,
1719 Vicegespan in Komorn wurde. 1726
erlangte er das Baronat, wohl in Aner»
kennung seiner Bemühungen um das Zu«
standekommen der pragmatischen Sanction.
Seine aus diesem Anlasse gehaltene Rede
erschien unter dem Titel: »Oratio in in-
srsLgu. OollütioruiQ 1722 g,ä m. Ns^ui
monäat, ut xsrsxsotiI tot st tan
auLtriao»» Lißn^ntsr (üaroli VI .
üoiis yto. xro onsu. äetsows Lsxus lQ230U,-
Uni LuoosLLionoiQ in 86XNIQ toomillsuin
äelsrHut, st ita sunäsm dü.ersältai'ias
Lt^Maut« (3. ,. 6t a., 4°.). 1729 starb er
zu Wien. Aus seiner Ehe mit Iulie Aonkalg hatte er zwei Söhne und eine Tochter.
Letztere, Eleonore, vermalte sich mitIgnaz
Freiherrn Babocsag; von den Söhnen trat
der jüngere, Johann Vdepomnk ^siehe
5. 226), in die Gesellschaft Jesu ein. —
2. Der ältere, Georg, 1743 Oberst im
6. HuszareN'Regimente. kämpfte mit dem»
selben in den Schlachten bei Rocour (1746)
und Ruremonde (1748) und führte es nach
dem Aachener Frieden nach Ungarn in
seine Standquartiere zurück. 1732 rückte
er zum General. Major vor. Mit Diplom
vom 3. April 1743 wurde er in den Grafen«
stand erhoben. Erpstanzte mit Rosa geb.
Gräsin 5inzendorf das Geschlecht fort, dessen
letzter Sproß Graf Kar l 1344 noch lebte.
Üußer der Grafenfamilie Sz luha gibt es
in Ungarn noch mehrere andere Familien,
welche diesen Namen führen. 1. Aus einer
derselben stammt Georg Sz luha, im
Jahre 1790 Pfarrer in Szegszard. 1810 bis
1820 Abt von Madocsa. Die Unzulänglich,
keit der katholischen Schulen in Ungarn er,
kennend, gab er folgende Schrift herauS:
?url,ota et änima.ö.vsi'Lioiiss pro rsi lits»
rkrias ^er No^lluiu, Ü3UQF. eto. sNonäH-
tions et meliori o2.td.oiio2.rmQ Lod.oi2.rum.
wgtitutiouo« (Vuäks 1790, 8»., 67 S.), auf
welche ein Anonymus in ziemlich cynischer
Weise mit der Gegenschrift: „?rc»äroniu3 iu
lidrnui, 0111 titu1u5: VauitgH Loiu.inorv.rk
uovi rsi literarias Ns
Stammtafel der Grasen Szluha.
Martin 1593.
Therese Aumi.
Matthias 16l2. Johann.
Katharina Oalacsy 1633.
Stephan 1649.
Katharina Doka. Johann.
Johann. Franz.
Elisabeth Makn. Susanna K^lmin.
Stephan. Katharina
1- 1684.
vm. Caspar Sindor.
Aeorg. Franz ^^,1726 Baron,
1- 1729.
Julie Kon Köln.
Georg 1743 Graf^.
Nosa Gräfin Sinzendors.
Alois. Johann Nep. sS. 226^, Eleonore,
Jesuit. vm. Ignaz Baron
geb. 23. August 1723, Jabocsan.
f 13. Juli 1803.
Joseph 1-1817.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Band 42
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Szedler-Taasse
- Band
- 42
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 356
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon